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Neun Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Die Chefs der Hirschen Group machen wohl gemeinsame Sache mit JWT
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Die Chefs der Hirschen Group machen wohl gemeinsame Sache mit JWT
Guten Morgen aus Frankfurt. Eines hat die HORIZONT-Redaktion mit der Raumsonde Philae gemeinsam: Wenn die Sonne scheint, arbeitet es sich definitiv besser. In diesem Sinne wünschen wir einen sonnigen Tag - und einen guten Start mit unseren Top-News am Morgen.
1. JWT vor Einstieg bei der Hirschen-Group. In Deutschland bahnt sich ein Mega-Agenturdeal an: Nach Informationen von HORIZONT steht die WPP-Agentur J. Walter Thompson kurz vor dem Einstieg beim inhabergeführten Agenturverbund Hirschen Group. Dem Vernehmen nach soll JWT zunächst 49 Prozent an der Hirschen Group übernehmen.


2. Kaufhof wird nach Kanada verkauft. Der Bieterwettkampf um Kaufhof ist entschieden: Die 140 Filialen der Kette gehen für 2,825 Milliarden Euro an den kanadischen Handelsriesen Hudson's Bay. Karstadt-Eigentümer René Benko geht damit leer aus. Der österreichische Investor soll ebenfalls für Kaufhof geboten haben.

3. Die Suche nach dem nächsten großen Ding. Veranstaltungen wie die Startup-Konferenz Noah in Berlin oder New Platform Advertising in Hamburg zeigen: Die Internet-Industrie der dritten Generation ist in Aufbruchstimmung. Nicht nur die großen Medienhäuser täten gut daran, sich ernsthaft mit der Kultur der jungen Wachstumsunternehmen zu beschäftigen. HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz hat den Aufbruch der jungen Digitalindustrie beobachtet.


4. Alibaba eifert Netflix nach. Alibaba wird einem Reuters-Bericht zufolge in zwei Monaten einen eigenen Videostreaming-Service in China starten. Der Dienst trägt den Namen TBO (Tmall Box Office) und soll zugekaufte Formate sowie Eigenproduktionen beinhalten.

5. Der Werbemarkt probt die Sommerpause. Kaum ist das Wetter schön, stagniert der Werbemarkt: In den ersten fünf Monaten des Jahres haben die Unternehmen laut Nielsen brutto 11,2 Milliarden Euro in die Werbung investiert. Das ist ein Mini-Plus von 0,3 Prozent.

6. Google startet Twitch-Konkurrenten. Beinahe ein Jahr ist es her, dass Amazon Google im Kampf um die Gaming-Plattform Twitch ausstach. Nun kommt Google mit einem eigenen Angebot auf den Markt: Laut "The Verge" startet noch in diesem Sommer in den USA und Großbritannien Youtube Gaming. Mit der App bzw. Website sollen Games live gestreamt oder on demand abgerufen werden können.

7. Telekom will T-Systems nicht loswerden. "T-Systems wird nicht verkauft", so T-Systems-Chef Reinhard Clemens zum "Handelsblatt". Damit widerspricht der Telekom-Vorstand den immer wieder aufkommenden Spekulationen über einen Verkauf der Sparte, die auf Informations- und Kommunikationstechnik für Unternehmen spezialisiert ist.

8. Was Maria und Josef mit der Sharing-Economy zu tun haben. Airbnb setzt auf die soziale Dynamik seiner Community. Deswegen setzt CMO Jonathan Mildenhall auf authentische Werbekreationen, die auf Erlebnissen der Airbnb-Nutzer basieren. "Airbnb soll die erste Community-basierte Super-Brand werden", so Mildenhall im HORIZONT-Interview. Dabei setzt er auf Erkenntnisse, die bereits 1500 Jahre alt sind.

9. Warum Google Interstitials nicht pauschal verteufeln sollte. Zukünftig sollen Websites, die Interstitials einsetzen, in der mobilen und Desktop-Suche schlechter gerankt werden. Jörg Schneider, Deutschlandchef des auf digitale Cross-Screen-Lösungen spezialisierten Onlinevermarkters Undertone, hält davon naturgemäß gar nichts. Eine dahingehende Algorithmus-Änderung würde aus seiner Sicht die ganze Werbeindustrie empfindlich treffen, so Schneider in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online.
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