HORIZONT vor 9

Neun Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Ronald Focken: Die Mitarbeiterpflege in Agenturen sei mangelhaft
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Ronald Focken: Die Mitarbeiterpflege in Agenturen sei mangelhaft
Guten Morgen aus Frankfurt! "Werber sind verwöhnt und verschlafen die Zukunft" - die heutigen Top-News am Morgen starten wir mit Kritik an der Agenturbranche. Absender ist ein Mann aus deren eigenen Reihen: Serviceplan-Geschäftsführer Ronald Focken stellt Agenturen in seinem HORIZONT-Gastkommentar an den Pranger und moniert die mangelhafte Talentpflege.
1. Agenturen verschlafen die Zukunft. Die Kommunikationsagenturen zählen nicht zu den begehrten Wunscharbeitergebern deutscher Studenten und Absolventen. In den wichtigsten Ranglisten taucht nicht eine von ihnen auf. Dennoch kümmern sich viele Dienstleister einzig um ihr Recruiting, nicht um die Entwicklung und Bindung von Talenten. Ronald Focken, Geschäftsführer bei Serviceplan, über die Versäumnisse der Agenturen im Umgang mit ihrem wertvollsten Kapital, den Mitarbeitern.


2. Google will Leben in Städten verbessern. Google hat sein nächstes Langzeit-Projekt vorgestellt: Die neue Firma Sidewalk Labs soll das Leben in den Städten mit Innovationen verbessern. Geführt wird sie von Dan Doctoroff, der einst als New Yorker Vize-Bürgermeister für wirtschaftliche Entwicklung zuständig war, wie Google-Chef Larry Page in der Nacht zum Donnerstag auf Google+ ankündigte.

3. Zenith Optimedias neuestes Agenturbaby. Im März ist mit Blue 449 das neue Mediaagenturnetzwerk der französischen Publicis-Holding unter dem Dach von Zenith Optimedia gestartet. Ab heute ist Blue 449 auch in Deutschland vertreten. Die Geschäftsführung der Dependance in Düsseldorf übernimmt Michael Marzahn.


4. Regionale Werbung: Die Macht der Verlage ist ungebrochen. Wie groß die Macht der Zeitungsverleger immer noch ist, lässt sich schön am Zerren um den 17. Rundfunkänderungsstaatsvertrag sehen. Sie drängen auf ein Verbot von regionaler Werbung im nationalen TV, um ihre Zeitungs- und Radiovermarktung – die meisten Sender werden von Verlagen kontrolliert – zu schützen. Ein Kommentar von HORIZONT-Redakteurin Juliane Paperlein.

5. Google-Chairman Schmidt prophezeit selbstfahrende Autos in Deutschland. Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt sieht eine große Zukunft für selbstfahrende Autos deutscher Hersteller. "Jedes deutsche Auto wird von einem Computer gesteuert werden", sagte Schmidt am Mittwoch bei einem Auftritt auf der Gründerkonferenz Noah in Berlin. Spätere Generationen würden lachen, wenn sie in alten Filmen sähen, wie sich Schauspieler hinters Steuer eines Autos setzten.

6. Ströer Digital schafft den Sprung in die Top 5. Erfolgreicher Jahresstart für Gruner + Jahr Media Sales: In der ersten Erhebungswelle 2015 der Mobile Facts der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) rangiert der Vermarkter mit 17,11 Millionen Unique User auf dem ersten Platz. In die Spitzengruppe der Vermarkter drängt im Zeitraum Januar bis März aber auch Ströer Digital, die bereits die Agof Internet Facts anführen.

7. Parlaments-Juristen rügen Vorratsdaten-Gesetz. Der Gesetzentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung erfüllt laut "Süddeutsche Zeitung" in mehreren Punkten nicht die verfassungs- und europarechtlichen Vorgaben. Dabei gehe es unter anderem um die Information der Betroffenen und um den Schutz von Anwälten und anderen Berufsgeheimnisträgern.

8. Apple schraubt an seinem Street-View-Klon. Das Rätsel um Kamerawagen von Apple ist gelöst: Sie sollen den Kartendienst des iPhone-Konzerns verbessern. Apple erklärte, dass die Fahrzeuge weltweit unterwegs seien und von ihnen gesammelte Daten in künftige Versionen der hauseigenen Karten einfließen sollen. Die Kamerafahrten des Apple-Konzerns waren Anfang des Jahres entdeckt worden und hatten Spekulationen über einen Konkurrenten für Googles Street-View angestoßen.

9. Zukunft der Zeitungen - mit staatlicher Stiftung? Immer weniger Menschen greifen zur gedruckten Zeitung. Die SPD hat deshalb eine staatliche Stiftung ins Gespräch gebracht, die die Printmedien fördern soll. Hessische Verleger lehnen das ab. "Die Politik kann nur durch verbesserte Rahmenbedingungen helfen", konstatierte der Vorsitzende des Verbandes Hessischer Zeitungsverleger, Hans Georg Schnücker, laut Faz.net am Dienstag in einer Anhörung des Landtags zur Zukunft der Printmedien.
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