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Neun Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Die Mehreinnahmen von ARD und ZDF befeuern die Diskussion über ein mögliches Werbeverbot
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Die Mehreinnahmen von ARD und ZDF befeuern die Diskussion über ein mögliches Werbeverbot
Guten Morgen aus Frankfurt. Das Motto des heutigen Tages könnte "Schluss mit lustig" sein. Denn während in Minsk über eine Waffenruhe in der Ukraine beraten werden soll, macht die Politik offenbar Ernst in Sachen Werbeverbote bei ARD und ZDF. Außerdem verlässt Jon Stewart die populäre Satiresendung "The Daily Show". Wir hoffen, unsere Top-News am Morgen machen Ihnen dennoch Freude.

1. Politik berät über Werbeverbot bei ARD und ZDF. Es wäre eine kleine Sensation: Laut eines "Bild"-Berichts wollen die Ministerpräsidenten im Sommer darüber beraten, ob die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten künftig gänzlich ohne Werbung auskommen sollen.

2. Adblock Plus geht unter die Browser-Betreiber. Der umstrittene Online-Werbeblocker will künftig zusammen mit dem Software-Unternehmen Maxthon einen eigenen Webbrowser anbieten. Dieser soll automatisch "störende" Werbung blockieren.

3. Rekordvertrag im englischen Fußball. Davon kann die Bundesliga nur träumen: Die englische Premier League, in Sachen TV-Vermarktung so etwas wie das Vorbild der deutschen Vereine, erlöst aus ihrem neuen nationalen Medienvertrag beinahe 7 Milliarden Euro in vier Jahren. Den Löwenanteil zahlt wie hierzulande Sky. Zum Vergleich: Die DFL verdient mit ihren nationalen TV-Rechten knapp 2,5 Milliarden Euro.

4. Beim BR steigt der Puls. Der Streit über den geplanten Frequenztausch der öffentlich-rechtlichen Radiosender BR Klassik und Puls landet vor Gericht. 60 Lokalradios aus Bayern und der private Platzhirsch Antenne Bayern haben gegen den Wechsel des Jugendsenders Puls ins UKW-Netz Klage eingereicht.

5. Türkei bei Twitter-Zensur mit Abstand vorn. Behörden und Gerichte in der Türkei verstärken den Druck auf Nutzer des Kurznachrichten-Dienstes Twitter. Von weltweit 796 Aufforderungen zur Löschung von Beiträgen kam laut Twitter in der zweiten Jahreshälfte 2014 mit 477 mehr als die Hälfte aus der Türkei. Doch auch Deutschland mischt in dieser Statistik vorne mit.

6. Praktikantenparadies Ikea. Die Praktikanten des schwedischen Möbelhändlers sind besonders zufrieden, wie eine deutschlandweite Untersuchung der Unternehmensberatungsfirma Clevis ermittelt hat. Überhaupt zeigen sich die Praktikanten hierzulande von ihren Schnuppereinsätzen recht angetan.

7. Ein Großer tritt ab. Jon Stewart, Gastgeber der populären Politsatire-Sendung "The Daily Show", wird seinen Posten zum Ende des Jahres räumen. Warum, ist nicht bekannt. Stewart moderierte das Format seit 1999.

8. Facebook oder Youtube? Auf welcher Plattform Unternehmen Bewegtbildwerbung schalten sollten, hängt natürlich von den Zielen ab. Wofür sich die Giganten jeweils am besten eignen, hat "Adage" aufgeschrieben.

9. Hartes Jahr für Coca-Cola. Süße Limonade kommt zusehends aus der Mode. Coca-Cola hat sich deshalb einen harten Sparkurs verordnet. Im vierten Quartal ging der Gewinn des Konzerns um die Hälfte zurück - Analysten hatten allerdings mit noch schlechteren Ergebnissen gerechnet. CEO Muhtar Kent rief 2015 zum "Jahr des Übergangs" aus.
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