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Neun Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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So erscheint "Charlie Hebdo" nach dem Anschlag
© Charlie Hebdo
So erscheint "Charlie Hebdo" nach dem Anschlag
Guten Morgen aus Frankfurt. Paradoxer Tag: Manuel Neuer hat die Wahl zum Fußballer des Jahres nicht gewonnen und ist trotzdem irgendwie ein Sieger. Bei der Wahl zum "Unwort des Jahres" hingegen wird heute vormittag ein Preis vergeben, den wohl niemand haben will. Wenn Sie mit unseren Top-News am Morgen in den Tag starten, gewinnen Sie auf jeden Fall!


1. "Charlie Hebdo" bleibt standhaft. Die erste Ausgabe des französischen Satire-Magazins nach dem Attentat vom vergangenen Mittwoch wird eine Mohammed-Karikatur auf dem Titel zeigen. Der weinende Prophet hält dabei ein Schild mit der Aufschrift "Je suis Charlie" in der Hand. Darüber steht: "Alles ist vergeben".

2. Neuer Spiegel-Claim im Urteil von PR-Profis. Wie kommt "Keine Angst vor der Wahrheit" bei Kommunikationsexperten an? HORIZONT Online hat nachgefragt.

3. Zuckerberg flirtete mit Xiaomi. Wie Reuters meldet, hat der Facebook-Gründer mit dem chinesischen Smartphone-Hersteller über eine Beteiligung  - und damit einen direkten Zugang zum wichtigen chinesischen Smartphone-Markt - verhandelt. Der Deal kam allerdings nicht zustande, und Xiaomi schloss eine Finanzierungsrunde über 1,1 Milliarden US-Dollar ohne Facebook ab.

4. Golem zieht Bilanz. Im vergangenen Jahr führte Golem.de ein Bezahlmodell für die eigene Website ein, nun nennen die Macher des IT-Portals erstmals Abonnentenzahlen - die Bilanz fällt gemischt aus.

5. Nehmt Mobile endlich ernst! Das fordert Florian Gmeinwieser, Head of Mobile Marketing, Plan.Net Gruppe, in einem Gastbeitrag für HORIZONT Online. Die Werbespendings sollten dorthin gehen, wo die Onliner seien - und das seien Smartphones, so der Mobile-Experte.

6. Huawei wächst rasant. Um 20 Prozent legte der chinesische Smartphone-Hersteller im vergangenen Jahr zu und ist damit die Nummer 3 hinter Apple und Samsung. Einen weiteren Aufstieg des Unternehmens könnten die Bedenken der Vereinigten Staaten verhindern, die Huawei eine zu große Nähe zu Regierung und Militär in China nachsagen, wie faz.net berichtet.

7. Cameron gegen Verschlüsselung um jeden Preis. Sollte der britische Premierminister auch die kommenden Wahlen gewinnen, könnten Whatsapp, iMessage oder Snapchat den geplanten Überwachungsgesetzen zum Opfer fallen, berichtet der "Independent". Er wolle Kommunikationsmethoden unterbinden, die selbst dann nicht von den Sicherheitsbehörden überwacht werden könnten, wenn diese die Berechtigung dazu hätten, so Cameron.

8. Wohin bewegen sich Facebook, Twitter und Co.? E-Marketer hat prognostiziert, wie sich die Marktanteile der führenden sozialen Netzwerke in den kommenden zwei Jahren entwickeln werden. Die Infographiken gibt es bei Adweek.

9. Höre, Oh Internet! Die Macher des berühmten Cluetrain-Manifest (1999) haben neue Thesen zum Verhältnis von Kunden und Unternehmen im digitalen Zeitalter verfasst. Die "New Clues" von Doc Searls und David Weinberger gibt es unter cluetrain.com/newclues.
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