HORIZONT vor 9

Neun Dinge, die Sie heute Morgen wissen müssen

Jean-Claude Juncker
© Screenshot juncker.epp.eu
Jean-Claude Juncker
Guten Morgen aus Frankfurt! Innerhalb von 17 Minuten hatte der FC Barcelona die Bayern gestern Abend erledigt. "Messi war inspiriert" - so die Erklärung von Spieler Gerard Piqué über seinen Teamkollegen, der gleich zweimal den Ball im Tor versenkte. Lassen Sie sich heute Morgen von uns inspirieren. Hier sind die Top-News des noch jungen Tages.
1. Sieben statt 19 Prozent. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will den Mehrwertsteuersatz für Online-Zeitungen senken. Wie Spiegel Online berichtet, sollen wie für Printausgaben auch sieben Prozent statt 19 fällig werden. Der für Steuerfragen zuständige EU-Kommissar Pierre Moscovici werde bis Mitte 2016 eine entsprechende Initiative vorlegen, kündigte Juncker am Mittwochabend auf einer Veranstaltung der deutschen Zeitungsverleger (BDZV) in Brüssel an.


2. Twitter macht CFO zum obersten Marketer.  Ungewöhnlicher Schachzug bei Twitter. Wie theverge.com berichtet, hat der tief in den roten Zahlen steckende Kurznachrichtendienst seinem bisherigen Finanzchef Anthony Noto die Gesamtverantwortung für das Marketing übertragen. Die Stelle des Chief Marketing Officer hatte es bislang nicht gegeben.

3. Brüssel bläst zur Aufholjagd. Die europäische Internet-Branche soll im weltweiten Wettbewerb besser mit US-Schwergewichten konkurrieren. EU-Digitalkommissar Günther Oettinger stellte am Mittwoch ein Strategiepapier mit 16 Initiativen vor, die die EU-Kommission bis Ende 2016 anschieben will. Dabei will sie insbesondere Online-Käufe auch über Grenzen hinweg erleichtern, Nutzer-Rechte im Internet stärken und digitale Geschäfte ankurbeln.


4. Axel Springer: Digital läuft. Kein Medienhaus hat in den vergangenen Jahren so stark auf die Digitalisierung gesetzt wie Axel Springer. Allmählich macht sich die Strategie bezahlt. Das Digitalgeschäft war auch im 1. Quartal 2015 der Wachstumsmotor und trug mehr als 60 Prozent zum Konzernumsatz und mehr als 70 Prozent zum Konzern-EBITDA bei.

5. P7S1 steigert Umsatz. Pro Sieben Sat 1 kann nach dem ersten Quartal 2015 erfolgreiche Zahlen vermelden: Der Konzern steigerte seinen Umsatz um 12,7 Prozent auf 654,6 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg um 9 Prozent auf 152,7 Millionen Euro an. Und auch die externen Umsätze aus den TV-Werbeeinnahmen geben Anlass zur Freude.

6. Warum Google bei Saturn einen eigenen Shop betreibt. Google sammelt seit 2013 Erfahrungen im stationären Handel mit einem eigenen Shop im Hamburger Saturn-Markt. Bisher schwiegen die beteiligten Partner zu den Gründen des Pilotprojekts. Im Exklusiv-Interview mit HORIZONT sprechen Rainer Saborny, Head of B-to-C-Marketing bei Google Deutschland, und Martin Wild, Digitalchef bei Media-Saturn, nun erstmals über die Roadmap hinter dem gemeinsamen Pilotprojekt.

7. Andreas Bölte vs. Dentsu Aegis. Die Agenturbranche hat ihren nächsten Rechtsstreit. Vor dem Landgericht Wiesbaden wurde jetzt das Zivilverfahren zwischen Andreas Bölte und seinem früheren Arbeitgeber Dentsu Aegis Network eröffnet. Der Ex-CEO will die Unwirksamkeit der gegen ihn ausgesprochenen Kündigungen gerichtlich feststellen lassen und fordert von der Mediaagenturgruppe über eine Million Euro an aus seiner Sicht ihm zustehehenden Zahlungen.

8. Rewe und Amazon punkten durch Googles "Mobilegeddon". Knapp zwei Wochen ist es her, dass Google sein viel diskutiertes Mobile-Update ausgerollt hat - das sogenannte "Mobilegeddon". Seitdem werden Websites, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, in den Google-Suchergebnissen mit Ranking- und Traffic-Verlusten abgestraft. Welche Auswirkungen das konkret hat, untersuchte Searchmetrics nun am Beispiel der beliebtesten Online-Shops für Lebensmittel.

9. Pussy Riot irritieren auf der Republica. Eigentlich wollten die Sängerinnen der Punk-Band Pussy Riot auf der Digitalkonferenz Republica in Berlin über ihre Projekte, ihre Motivation und ihren Kampf für Presse- und Meinungsfreiheit sprechen. Der Auftritt war spektakulär, sorgte aber auch für reichlich Irritation im Publikum, wie Handelsblatt.com schreibt.

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