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Neun Dinge, die Sie heute Morgen wissen müssen

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Wer übernimmt die zum Verkauf stehenden "Spiegel"-Anteile?
© Jürgen Herschelmann
Wer übernimmt die zum Verkauf stehenden "Spiegel"-Anteile?
Guten Morgen aus Frankfurt! Achtung an alle, die heute mit dem Auto unterwegs sind: Noch bis morgen früh 6 Uhr gibt es einen Blitz-Marathon auf den Straßen in fast ganz Deutschland und Europa. Erhellendes gibt es auch von uns - garantiert kostenlos. Hier sind die Top-News aus unserer Branche.
1. Was ist der "Spiegel" den Mitarbeitern und G+J wert? Die Ausstiegsabsichten von drei der vier Augstein-Erben beim "Spiegel" zwingt dessen Mitarbeiter und Gruner + Jahr zum Schwur. Denn nun können – oder besser: müssen – diese beiden bestimmenden Gesellschafter des "Spiegel" ihren Worten Taten folgen lassen und beweisen, dass sie an die Zukunft des Verlags glauben. Und die Onliner könnten zeigen, wie viel ihnen ihre geforderte Beteiligung wert ist. Ein Kommentar von HORIZONT-Korrespondent Roland Pimpl.

2. Seven-One attackiert Google und Facebook. Die Verknüpfung von TV und Digital steht derzeit im strategischen Fokus von Seven-One Media. Der Vermarkter will sich damit auch gegen Player wie Googles Youtube und Facebook positionieren. Dass diese sich dem Vergleich zu TV zum Beispiel in der AGF nicht stellen, moniert Seven-One-Chef Thomas Wagner. "Für die US-Player muss der gleiche Standard gelten", fordert er im HORIZONT-Interview.

3. Die "FAZ" unter Volldampf. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" arbeitet nach Aussage von Digitalchef Mathias Müller von Blumencron mit "höchster Energie" an der Neuausrichtung ihrer Digitalstrategie. Im Spätherbst soll zu einem Monatsabo für circa 35 Euro die multimediale FAZ-Zeitung gelauncht werden.

4. "Newtopia" geht weiter. "Newtopia"-Erfinder John de Mol hat im Interview mit der "Bild"-Zeitung erstmals persönlich zu den Ereignissen in der deutschen Version der Show Stellung bezogen. Auch er sieht die Schuld für die Vorkommnisse vor allem bei der mittlerweile gefeuerten Producerin. Die Show werde aber auf jeden Fall fortgesetzt. Man denke darüber nach, ob man den Zuschauern mehr Einflussmöglichkeiten gebe.

5. Effekte von Fernsehwerbung. Passend zum TV-Wirkungstag sind Forscher der Uni Köln im Auftrag der Gattungsmarketinginitiative Wirkstoff TV der Frage nachgegangen, wie TV-Spots auf Search und Web Traffic, Word-of-Mouth und auch die implizite Wahrnehmung wirken. Das Ergebnis: Auf alle drei Bereiche hatten die Kampagnen erhebliche positive Auswirkungen.

6. Was Twitch für Marken leisten kann. Live-Streaming ist einer der bedeutendsten Trends im Netz. Auf der Amazon-Plattform Twitch-tv startet Old Spice heute ein interessantes Social-Gaming-Experiment. Alexander Turtschan, Teamleiter Media Intelligence der Plan.Net Gruppe, plädiert in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online dafür, dass Unternehmen sich die Sache einmal genauer anschauen sollten.

7. Yahoo will Foursquare kaufen. Der Internetkonzern Yahoo plant angeblich die Übernahme des Geodatendienstes Foursquare. Wie "Techcrunch" von mehreren nicht näher genannten Quellen erfahren haben will, will der Konzern rund 900 Millionen Dollar für das New Yorker Unternehmen hinblättern.

8. Netflix begrüßt fünf Millionen Nutzer. Der Videodienst Netflix verzeichnet dank eigener Serien wie "House of Cards" kräftig Zulauf. Im ersten Quartal 2015 stieg die Kundenzahl um rund 4,9 Millionen auf weltweit über 62 Millionen, wie das Unternehmen mitteilte. Während der Umsatz stieg, sank jedoch der Gewinn.

9. "Charlie Hebdo"-Chef rechnete mit Medien ab. In einem kurz vor seiner Ermordung fertiggestellten Buch ging Stéphane Charbonnier hart mit der Berichterstattung der Medien über die von seinem Magazin veröffentlichten Mohammed-Karikaturen ins Gericht. Auszüge des Textes hat die Zeitschrift "Le Nouvel Observateur" nun veröffentlicht.
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