HORIZONT vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. 7000 Aussteller, 100 Länder, 600 Autoren, 4000 Veranstaltungen, 300.000 Besucher. Die heute startende Frankfurter Buchmesse wartet mit imposanten Zahlen auf.  Soviele Nachrichten liefern wir nicht. Aber die acht Top-News, die wir für Sie ausgewählt haben, haben es dennoch in sich.

1. Samsung droht Sammelklage

Der durch die Explosionsgefahr des Galaxy Note 7 verursachte Schaden könnte für Samsung größer werden als  vermutet.  In den USA droht dem koreanischen Konzern eine Sammelklage. Diese hat Reuters zufolge nicht die kaputten Geräte im Fokus, sondern die Wartezeit auf die Ersatzhandys.

2. Startup Monitor: Regionalisierung nimmt zu

Immer mehr Gründer wagen auch außerhalb der Start-up-Hotspots Berlin und München den Schritt in die Selbstständigkeit. Nach den Ergebnissen des am Dienstag veröffentlichten vierten "Deutschen Start-up-Monitors" sammeln sich die meisten jungen Firmen zwar nach wie vor in der Hauptstadt an. Regionen wie Rhein-Ruhr, Stuttgart/Karlsruhe und Hannover/Oldenburg gewinnen aber auch zunehmend an Gewicht.

3. Gerüchte über Apples Verzicht auf eigenes Auto verdichten sich

Die Spekulation, dass die stärkste Marke der Welt ins Autogeschäft einsteigen will, hatte seinerzeit manchem Manager einer Automarke schlaflose Nächte bereitet. Doch nun können sie vermutlich aufatmen. Anfang der Woche hatte Bloomberg schon über den Apple-Verzicht berichtet. Nun meldet auch "Süddeutsche Zeitung", dass der iPhone-Konzern von der Entwicklung eines eigenen Autos Abstand nimmt. Stattdessen sollen digitale Plattformen für autonome Fahrzeuge entwickelt werden. Indiz für diesen Strategiewechsel: Apple-CEO Tim Cook entlässt hunderte Auto-Experten. Unterdessen hat Apple einem Bericht von Techcrunch zufolge angekündigt, am 27. Oktober ein neues Mac Book vorzustellen.

4. Werbung auf Smartwatches ist unbeliebt

Mehr als 67 Prozent der Verbraucher halten Werbung auf Smartwatches für "eher unnötig"; nur 15,5 Prozent sprechen sich dafür aus: Das ist das ernüchternde Ergebnis einer Umfrage der Otto Group bei 1000 Verbrauchern. Hauptgründe für die Ablehnung: das kleine Display und ein genelles Desinteresse gegenüber Werbung.

5. Wie Facebook und Google Werbungtreibende missionieren

Mehr als 70 Prozent der digitalen und mobilen Werbeeinnahmen auf der ganzen Welt (mit Ausnahme von China) landen inzwischen in den Kassen von Google und Facebook. Noch niemals in der Medien-Geschichte hat es so eine Konzentration gegeben, beklagt AdAge Online konsterniert – und beschreibt in einem langen Lesestück, dass dies nicht nur an der Technologie liegt, sondern auch an dem Geschick von Facebook und Google, große Brands mit eigenen Teams zu umgarnen und die Marketer in die Feinheiten der Digitalwerbung einzuweihen. Fazit des AdAge-Autors Jack Neff: "Hier können sich die klassischen Medien viel abschauen."

6. Yahoo übertrifft Erwartungen

Totgesagte leben länger. Der angeschlagene Internet-Pionier Yahoo hat im vergangenen Quartal bessere Geschäfte als erwartet gemacht. Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Umsatz um 6,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar (1,2 Millilarden Euro) zu, wie das vor der Übernahme durch den Telekom-Riesen Verizon stehende Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

7. Lieferando-Chef Hartmann über Delivery-Services

Über die Dachfirma Takeaway hat Philipp Hartmann vor wenigen Wochen die Bestellplattform Lieferando an die Börse gebracht. Im HORIZONT-Online-Interview verrät Hartmann, warum Amazon und Uber Konkurrenten werden könnten. Hartmann:  "In Berlin bekommen Kunden bereits mit Amazon Prime Now ihre Bestellung innerhalb einer halben Stunde geliefert. Und in Barcelona können wir beispielsweise beobachten, dass Uber dort mit seinem Taxi-Service kaum erfolgreich ist, mit Essens-Auslieferungen stattdessen sehr wohl."

8. Wie man Content-Gräber schaufelt

Etwa 83 Prozent der Unternehmen in Deutschland machen inzwischen Content Marketing – und viele scheitern, weil die Strategie fehlt. Wie sich Content-Friedhöfe vermeiden lassen wird morgen auf dem Kongress Content Marketing in Frankfurt ausführlich untersucht und diskutiert. In einem Kommentar für HORIZONT Online beschreibt Klaus Täubrich von der Agentur Fürst von Martin absolute No-goes. Täubrichs Credo: "Der Erfolg von Content Marketing ist genauso plan- und messbar wie in SEO oder Affiliate Marketing."




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