HORIZONT vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt! Heute Abend knallen bei HORIZONT die Korken, denn unsere Weihnachtsfeier steht an. Doch bevor es los geht, versorgen wir Sie natürlich den ganzen Tag mit den wichtigsten Nachrichten des Tages. Den Start machen unsere Top-News des Morgens.
1. Lothar Leonhard: "Der GWA sollte FM Schmidt dankbar sein". Der langjährige GWA-Präsident Lothar Leonhard meldet sich in der Effie-Affäre zu Wort und bezieht gegenüber HORIZONT klar Stellung. Dabei übt er scharfe Kritik am Verhalten von Thomas Strerath, fordert aber auch: Der GWA und seine Mitgliedsagenturen sollten FM Schmidt dankbar sein, anstatt ihm das Gefühl zu vermitteln, er sei Nestbeschmutzer.


2. Tabakwerbung - ein Minister knickt ein. Ernährungsminister Christian Schmidt wollte die Tabakwerbung in Deutschland komplett verbieten. Wie Tagesspiegel.de berichtet, hat der CSU-Politiker nun seine ehrgeizigen Pläne, mit denen er über die ohnehin umzusetzenden EU-Vorgaben hinausgehen wollte, aber bereits wieder entschärft - auf Druck von Tabaklobby, Wirtschaftsministerium und Kanzleramt.

3. Axel Springer plant Paywall für Upday. Der Satz des gestrigen Abends bei Springer stammte von Vorstandschef Mathias Döpfner. Er lautete: "Money follows attention – hopefully." Der Satz gilt auch für die Nachrichten-App Upday, die der bisherige "Welt"-Chefredakteur Jan-Eric Peters im Frühjahr 2016 starten wird. Geplant sind Premium-Angebote, für die der Nutzer zusätzlich zahlen soll. Die Pay-Strategie nimmt Springer jedoch erst im zweiten Halbjahr 2016 in Angriff.


4. Siemens verkündet Markenbotschaft künftig auf Englisch. Siemens feilt an seiner Positionierung. Anlässlich des 200. Geburtstags von Firmengründer Werner von Siemens am 13. Dezember 1816 spendiert sich das Unternehmen einen frischeren Markenauftritt. Die zentrale Veränderung ist, dass Siemens künftig den Markenclaim "Ingenuity for life" einsetzt. Ein riskanter Weg, wie Studien zu englischsprachigen Slogans nahelegen.

5. Mozilla gibt bei eigenem Smartphone-Betriebssystem auf. Der Firefox-Entwickler Mozilla räumt das Scheitern seines hauseigenen Betriebssystems im Smartphone-Markt ein. Telefone mit Firefox OS sollen nicht mehr über Mobilfunk-Anbieter vertrieben werden, erklärte Mozilla-Manager Ari Jaaksi am Dienstag dem Technologie-Blog "TechCrunch". In der Zukunft solle es aber "neue Experimente" mit vernetzten Geräten geben.

6. Yahoo behält Alibaba-Anteile. Yahoo wird seinen milliardenschweren Anteil an der chinesischen Handelsplattform Alibaba laut einem Bericht des US-Fernsehsenders CNBC vorerst doch nicht verkaufen. Der Internet-Konzern lege die seit Monaten vorbereitete Transaktion auf Eis. Stattdessen solle der Verkauf des Kerngeschäfts geprüft werden. Das wäre ein Kehrtwende und eine Demontage für den Internet-Pionier.

7. Online-Handel im Star-Wars-Fieber. Die heiße Promotionphase vor dem Kinostart von "Star Wars: Das Erwachen der Macht" hat längst begonnen. Wie eine Infografik des Preisvergleichportals Idealo zeigt, ist der Blockbuster für den Onlinehandel gleichzusetzen mit dem Erwachen der Shoppinglust: Das Kaufinteresse an Star-Wars-Merchandise steigt um 170 Prozent.

8. Retargeting-Banner verfehlen oftmals ihr Ziel. Fast jeder kennt das Szenario: Kurz nachdem man im Internet nach einem Produkt gesucht hat, tauchen Angebote für genau dieses Produkt in einem Werbebanner auf. Laut einer Studie des Hamburger Marktforschungsunternehmens GreenAdz meinen allerdings 68 Prozent der Teilnehmer, dass die Werbung unpassend sei, da sie das Produkt schon längst gekauft haben.
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