HORIZONT vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Falls Sie heute Lust auf einen Krapfen (bzw. Berliner/Kreppel/Pfannkuchen) haben und Sie angesichts der Kalorien das schlechte Gewissen plagt - wir haben die perfekte Ausrede: Heute ist der "Tag der Krapfen". Der wird zwar hauptsächlich in den USA begangen, aber was soll's? Guten Appetit.
1. Michael Trautmann übernimmt Effie-Ressort. Gestern musste der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA den Rücktritt von Thomas Strerath als Vorstandsmitglied und Effie-Jurychef vermelden. Nun gibt der Verband dessen Nachfolger bekannt: Streraths Vize, Thjnk-Vorstand Michael Trautmann, tritt in seine Fußstapfen.

2. Marc Zuckerberg stiftet Vermögen. Anlässlich der Geburt seiner Tochter hat der Facebook-Gründer angekündigt, dass er und seine Frau Chan 99 Prozent ihrer Anteile an dem Internetkonzern spenden wollen. Die Anteile werden in eine Stiftung eingebracht, die sich unter anderem der Förderung von Gesundheit, Bildung und Internetzugang verschreiben soll. Zuckerberg wird allerdings auch weiterhin die Stimmrechte an den Aktien kontrollieren.

3. Ad Fraud verursacht Schäden in Milliardenhöhe. Das geht aus einem Report des Interactive Advertising Bureau und Ernst & Young hervor. Insgesamt beziffert die Studie den Schaden durch Adblocker, Robotertraffic und geklauten Content auf insgesamt 8,2 Milliarden US-Dollar pro Jahr, berichtet AdAge.

4. Presserat billigt "Bild"-Pranger. Der Presserat hat die Beschwerden gegen den Facebook-Pranger der "Bild" und einen ähnlichen Beitrag der Huffington Post zurückgewiesen. Die Veröffentlichung von Hasskommentaren inklusive der Klarnamen der Verfasser war aus Sicht des Presserates zulässig, "da es sich hier nicht um private, sondern erkennbar um politische Äußerungen der User in öffentlich einsehbaren Foren handelte".

5. Dieselgate bremst VW in den USA aus. Volkswagen hat in den USA erstmals seit Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen einen Einbruch bei den Verkäufen hinnehmen müssen. Im November sank der Absatz der Pkw-Kernmarke VW im Vorjahresvergleich um 24,7 Prozent auf 23.882 Autos.

6. Handel wird zur Abholstation. Der stationäre Handel wird ohne eine mobile Präsenz kaum mehr wahrgenommen. Das geht aus einer Studie des Handelsverbands Deutschland HDE, dem eWeb Research Center der Hochschule Niederrhein und der Bonial-Gruppe hervor. Danach stieg der Anteil der Konsumenten, die von stationären Händlern eine mobile Präsenz fordern, von 44 Prozent im Jahr 2013 auf nun 51 Prozent.

7. Schlappe für Dyson im Staubsaugerstreit. Der Staubsauger-Hersteller BSH Hausgeräte muss an seiner Werbung für seine Geräte der Marken Bosch und Siemens vorerst nichts ändern. Ein entsprechender Vorstoß des britischen Konkurrenten Dyson scheiterte am Dienstag vor dem Landgericht Berlin. Die Richter wiesen einen Antrag auf Einstweilige Verfügung zurück, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag mitteilte.

8. Youtube-Schauen als Menschenrecht. Mit seiner fast zwei Jahre andauernden Sperre von Youtube hat die Türkei gegen die Menschenrechtskonvention zur Informationsfreiheit verstoßen. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entschieden. Aber auch türkische Gesetze wurden mit der Blockade verletzt. Die türkische Regierung hatte außer Youtube auch tausende andere Internetseiten und den Kurznachrichtendienst Twitter gesperrt.
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