HORIZONT vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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© David Hein
Bad News are Good News, lautet eine gern zitierte Journalistenweisheit. In England heißt es dagegen: No News are Good News. Vielleicht gibt es deswegen auch den heutigen "Keine-Nachrichten-sind-gute-Nachrichten-Tag" - den wir aber natürlich nicht begehen. Deswegen kommen hier die wichtigsten Nachrichten an diesem Morgen - übrigens überwiegend positive.
1. Facebook öffnet Mentions. Das soziale Netzwerk macht die Streaming-App Mentions für alle verifizierten Nutzer zugänglich. Das berichtet Mashable. Mit der App können prominente Nutzer ähnlich wie bei Persicope livestreamen und mit ihren Followern interagieren. Die App ist bislang nur für das iPhone verfügbar.


2. Tretende Kamerafrau entschuldigt sich. Die ungarische Kamerafrau, die nach Flüchtlingen trat und einem Mann ein Bein stellte, hat in einem Brief an eine ungarische Zeitung um Entschuldigung gebeten. "Ich bin keine herzlose, rassistische Kamerafrau, die Kinder tritt." Sie habe es bei der Massenflucht mit der Angst zu tun bekommen: "Dann ist mir eine Sicherung durchgebrannt. Ich dachte einfach, ich würde angegriffen und müsste mich schützen."

3. Ströer sollte Größe zeigen. Die deutschen Onlinevermarkter haben eine neue Nummer 1. Doch ausgerechnet die will von Gattungspolitik nichts wissen. Doch nur das eigene Wachstum im Visier zu habe, könnte ein Fehler sein, meint HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz


4. G+J macht mit "Barbara" Kasse. Als "erfolgreichsten Launch in der Geschichte des Verlages" hat Gruner+Jahr-Chefin Julia Jäkel die von Barbara Schöneberger mitentwickelte Frauenzeitschrift "Barbara" beim vierten "Düsseldorfer Terrassengespräch" bezeichnet. Bereits jetzt stünden Brutto-Anzeigenumsätze in Höhe von 1,3 Millionen Euro, das seien mehr als 50 bezahlte Anzeigenplätze, in den Büchern. Das Magazin kommt im Herbst an den Kiosk.

5. Verbraucher mögen Promi-Werbung. Schauspieler, Musiker, Fußballer - das sind laut einer neuen Studie von Human Brand Index die drei beliebtesten Gruppen unter den Promi-Testimonials. Demnach haben insgesamt 69 Prozent der Deutschen großes oder mittleres Interesse an Prominenten in der Werbung - 27 Prozent sehen gar lieber Werbung mit bekannten Persönlichkeiten als solche ohne.

6. Europäische Rundfunkanstalten wollen zusammenrücken. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanbieter in Europa wollen ihre Zusammenarbeit verstärken. "Was wirklich gut funktioniert, ist der internationale Nachrichtenaustausch. Da kann man mehr machen", sagte der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor am Donnerstag beim Branchentreffen "Public Broadcasters International" in München.

7. H&M verliert Markenstreit gegen Yves Saint Laurent. Weil eine Handtasche des Luxuslabels Yves Saint Laurent einem früheren Modell von H&M ähnelte, hatte der schwedische Modehändler gegen das Modehaus geklagt. Ein Gericht der Europäischen Union hat die Klage nun abgewiesen

8. Vermögensforscher kritisiert die Geissens. Als Karikaturen von Reichtum bezeichnet der Vermögensforscher Thomas Druyen die aus der RTL-2-Doku-Soap bekannten Geissens in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Sie zeichneten ein sehr irreführendes Bild. Wenn man von Reichtum rede, sollte es um Unternehmertum, Arbeitsplätze, Steuern und die Organisation unserer Gesellschaft gehen - und nicht darum, wie viele Birnen die neue Lichtanlage habe.
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