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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Die Zentrale von Procter & Gamble in Cincinnati
© P&G
Die Zentrale von Procter & Gamble in Cincinnati
Guten Morgen aus Frankfurt! Das Wochenende naht und mit ihm der TV-Trash des Sommers: RTL startet am Abend "Ich bin ein Star - Lasst mich wieder rein" mit diversen ehemaligen Dschungel-"Promis". Was heute aber wirklich wichtig ist, lesen Sie wie gewohnt in unseren Top-News am Morgen.
1. P&G spart bei den Agenturen. Bei Procter & Gamble machen sich die Konsolidierungen in puncto Agenturbeziehungen bemerkbar. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Konsumgüterriese die Anzahl seiner Agenturen weltweit um 40 Prozent reduziert und so 300 Millionen US-Dollar eingespart, berichtet "AdAge". Das Geld soll unter anderem in Media reinvestiert werden, sagt CFO Jon Moeller.


2. Bundesanwalt vs. Blogger. Ermittlungen der Bundesanwaltschaft gegen den Blog Netzpolitik.org wegen Landesverrats treffen die Falschen, kommentiert Christian Stöcker bei "Spiegel Online". Die Journalisten hatten zweimal auf Basis vertraulicher Dokumenten über BND-Pläne berichtet, die Internetüberwachung in Deutschland auszuweiten. Wie es überhaupt soweit kommen konnte, notiert die "Süddeutsche Zeitung".

3. VW bastelt an der Unternehmenskommunikation. Die Kommunikatoren des Autobauers sollen künftig mehr Verantwortung übernehmen und wie Markenmanager denken und handeln. Das ist die Quintessenz einer Group Communications Conference, an der vergangene Woche nach HORIZONT-Informationen rund 350 Kommunikatoren aller Konzernmarken teilnahmen.


4. Attacke auf Adidas, Nike & Co.
Sportartikler Under Armour peilt nicht weniger als die Marktführerschaft an - hierzulande, in Europa und weltweit. Dass Nike und Adidas (noch) ein Vielfaches an Umsatz machen, stört CEO Kevin Plank nicht. Der ambitionierte Konzern will auch außerhalb des Heimatmarktes USA und vor allem in Deutschland wachsen - mit digitalem Marketing und Sponsoring.

5. Mediadebatte und kein Ende.
Professor Wolfgang Schulz vom Hamburger Hans-Bredow-Institut warnt vor einem Abhängigkeitsverhältnis der Medien von den Mediaagenturen. Die Agenturen könnten ihre Nachfragemacht ausnutzen, um Einfluss aufs Programm zu nehmen, befürchtet der Experte im HORIZONT-Interview.

6. Ranking Werbefilmproduktionen.
Die 30 größten deutschen Werbefilmproduktionen erzielten im Vorjahr einen Umsatz von rund 339,5 Millionen Euro - ein Plus von etwa 5 Prozent gegenüber 2013. Nummer 1 bleibt Markenfilm vor Tempomedia und E+P Commercial. Den größten Sprung von Platz 12 auf 4 schafft Czar Film.

7. Sorrell verdient am besten. Über Agenturgehälter wird in diesen Wochen ja viel debattiert - neues Diskussionsmaterial liefert "Business Insider" mit seiner Zusammenstellung der weltweit reichsten Agenturmanager. An der Spitze liegt WPP-Boss Martin Sorrell, es folgen John Wren, CEO bei Omnicom, und WPP-CFO Paul Richardson.

8. Google wehrt sich gegen globales Recht auf Vergessen. Während der Internetriese beanstandete Sucherergebnisse in Frankreich oder Deutschland löscht, verweigert sich der Konzern der Aufforderung der französischen Datenschutzbehörde CNIL, das Recht auf Vergessen weltweit umzusetzen. Auf google.com wird alles recherchierbar bleiben.
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