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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Objekte der Begierde: Die ADC-Nägel
© Getty Images for ADC Festival 2014
Objekte der Begierde: Die ADC-Nägel
Guten Morgen aus Frankfurt. Es war zu erwarten: Die Exit-Kampagne "Rechts gegen Rechts" ist der große Abräumer beim ADC 2015. Allerdings gab es bei der Vergabe der Nägel auch eine handfeste Überraschung. Mehr dazu in unseren Top-News am Morgen.
1. Wunsiedel-Marsch räumt beim ADC ab. "Rechts gegen Rechts", der von Grabarz & Partner und GGH Lowe zur Spendenaktion umfunktionierte Nazi-Aufmarsch in Wunsiedel, hat beim ADC 2015 sage und schreibe 12 goldene Nägel eingeheimst. Der Grand Prix ging allerdings an eine andere Kampagne. Die Gewinner gibt es hier im Überblick. Zusätzlich haben wir ein Ranking der erfolgreichsten Agenturen beim ADC aufbereitet.


2. Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte ist nach wie vor gering. Immer mehr Verlage setzen im Internet auf Paid Content - die Zahlungsbereitschaft für Online-Inhalte ist aber nach wie vor gering. Etwas größer ist die Bereitschaft, für einzelne Artikel Geld auszugeben. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Survey Monkey hervor.

3. Kachelmann einigt sich mit Burda. Was mit "Bild" noch nicht gelang, gelang nun bei Burda: Jörg Kachelmann hat seinen Rechtsstreit mit dem Verlag außergerichtlich beigelegt. Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Er sieht sich durch die Prozess-Berichterstattung weiter Teile der Medien verleumdet und hat mehrere Medienunternehmen verklagt.


4. Verbraucherschützer klagen wegen Like-Button. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen geht gegen Firmen vor, die auf ihren Websites den "Gefällt mir"-Button von Facebook integriert haben. Dabei würden Nutzerdaten an das soziale Netzwerk gesendet, ohne dass der Nutzer dies mitbekomme. Gegen Peek & Cloppenburg sowie Payback haben die Verbraucherschützer sogar eine Klage angestrengt.

5. Youtube versieht TrueView-Ads mit Shopping-Funktion. In seiner Suche will Google einen Buy-Button einführen. Einen ähnlichen Service testet einem "Adage"-Bericht zufolge derzeit Googles Video-Plattform Youtube: Dort können Händler Prerolls mit interaktiven Schaltflächen versehen, die den Betrachter in den Online-Shop des Werbungtreibenden führen. Verfügbar ist das Feature in den so genannten TrueView-Ads, also Anzeigen, für die der Kunde erst zahlt, wenn der Nutzer sie tatsächlich ansieht.

6. Wie ticken Digital Talents? Welchen beruflichen Hintergrund besitzen erfolgreiche Führungskräfte der digitalen Geschäftswelt, welche Motivation treibt sie an und welche Voraussetzungen müssen Arbeitgeber schaffen, um sie anzuziehen?. Diese Fragen versucht die Personalberatungsfirma Heidrick & Struggles in der Untersuchung "The famous digital talents - a digital footprint" zu beantworten.

7. Ausgaben für Zielgruppendaten steigen. Die große Zahl der Internetnutzer und die Massen an Online-Inventar sorgen dafür, dass Werbungtreibende immer stärker auf automatisierte Kampagnenaussteuerung setzen (Programmatic Buying). In der Folge investieren sie stärker in zielgruppenspezifische Daten. Einer Untersuchung des Technologieunternehmens Eyeota zufolge stiegen die Ausgaben hierfür in Deutschland im 4. Quartal 2014 um 52 Prozent.

8. Kultursponsoring - grafisch dargestellt. Ein neuer Beitrag aus der Reihe: "Wenige Grafiken sagen mehr als tausend Worte". HORIZONT zeigt vier verschiedene Studien, die einen Überblick über den wenig erfassten Markt des Kultursponsoring verschaffen.
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