HORIZONT Vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. Es ist schon kurios, was für Aktionstage es gibt. Heute ist zum Beispiel der "Gieß-eine-Blume-Tag". Angesichts der anhaltend hohen Temperaturen aber sicherlich keine schlechte Idee. Hier kommt erst einmal geistige Nahrung in Form der Top-Branchennews an diesem Morgen. 

1. EU will bis 2020 in jedem Dorf Gratis-Internet

Die EU drückt bei der Digitalisierung auf die Tube. Bis 2020 soll es in jeder Stadt und in jedem Dorf in Europa an öffentlichen Plätzen kostenlose Internet-Hotspots geben. Darauf einigten sich Vertreter der EU-Staaten, des Europaparlaments und der EU-Kommission am Montagabend in Brüssel. Die EU stellt für die sogenannte WiFi4EU-Initiative 120 Millionen Euro zur Verfügung. 

2. Hass im Netz erreicht vor allem junge Nutzer

Hass-Tiraden im Internet erreichen vor allem junge Leute. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen ergeben. Die Forsa-Studie wird an diesem Dienstag beim NRW-Medienforum in Köln vorgestellt. Demnach sind fast alle jungen Internetnutzer (94 Prozent) von 14 bis 24 Jahren im Netz schon auf Hass-Kommentare gestoßen. 

3. Hornbach investiert massiv in Onlinehandel

Hornbach hat in den beiden vergangenen Jahren rund 100 Millionen Euro in den Onlinehandel gesteckt. Das teilte die Baumarktkette auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt mit. In diesem Jahr fallen die Investitionen in den stationären Handel noch höher aus. Damit sieht sich Hornbach gut gerüstet für den Kampf mit Amazon. Stationäre Anbieter hätten im Heimwerkergeschäft "gewaltige Vorteile". 

4. Real analysiert Gesichter von Kunden, die Werbung anschauen

Die Supermarktkette Real erfasst in einigen Filialen Daten von Kunden, die im Kassenbereich auf einem Bildschirm Werbung betrachten. Das berichtet die "Lebensmittelzeitung". Die Kameras analysieren Geschlecht und Alter der Kunden und übermittelt die Daten an die Firma Echion. Das System kommt seit vergangenem Herbst testweise in 40 der 285 Märkten zum Einsatz. 


5. Leser wünschen sich klare Kennzeichnung von Native Advertising

Wenn es um die Kennzeichnung von Native Advertising geht, wünschen sich digitale Leser die Begriffe "Anzeige" und "Gesponsert". Das ist das Ergebnis einer Befragung der Beratungsgesellschaft Dcore, die nun gemeinsam vom Onlinevermarkterkreis (OVK) und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) veröffentlicht wurde. Die Werbeform an sich würde sich einer "erstaunlich hohen" Akzeptanz erfreuen. 

6. Studie: Warum Shopping übers Smartphone (noch) nicht funktioniert

Der Trend geht in nahezu allen Lebenslagen hin zum Smartphone - nur beim M-Commerce gibt es offenbar Probleme. Das ist eine Erkenntnis aus der Universal-McCann-Studie Wave 9. Der Grund hierfür sei vor allem die mangelnde Usability der meisten mobilen Markenangebote. 

7. Warum Unternehmen mit Künstlicher Intelligenz experimentieren sollten

Künstliche Intelligenz ist kein Nischenthema mehr, sondern zu einem weiteren Baustein der digitalen Transformation "verkommen", sagt Klaas Wilhelm Bollhoefer von The unbelievable Machine Company. Auf den Digital Marketing Days Ende Juni in Berlin wird er dies genauer erklären. In seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online zeigt er, wie wichtig für die Unternehmen deshalb Data Thinking ist.
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