HORIZONT Vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

   Artikel anhören
© dfv
Guten Morgen aus Frankfurt. Wer an heißen Tagen wie diesem früh aufsteht, ist klar im Vorteil. Wenigstens morgens ist es noch angenehm kühl. Wir wünschen einen wohltemperierten Tag und einen guten Start in die neue Arbeitswoche. 

1. Facebook lehnt Netzwerkdurchsetzungsgesetz ab

Facebook hat sich erstmals in die Debatte über das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz eingeschaltet, das drastische Strafen gegen Plattformbetreiber vorsieht. Das Gesetz sei "ungeeignet", um Hate Speech und Falschmeldungen zu bekämpfen, schreibt das soziale Netzwerk in einer Stellungnahme, die der "Wirtschaftswoche vorliegt. Facebook sieht den Staat in der Pflicht.

2. "Tagesschau"-Aktion "Sag's mir ins Gesicht" verlief friedlich

ARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke hat eine positive Bilanz der Aktion "Sag's mir ins Gesicht" gezogen, bei der die Redaktion den persönlichen Dialog mit Kritikern sucht. Bei seinen Gesprächen sei kein beleidigendes Wort gefallen: "Es war sogar sehr zivilisiert. Die Angesicht-zu-Angesicht-Situation hebt offenbar das Niveau", so Gniffke.


3. Weißes Haus erwägt Stopp des täglichen Presse-Briefings

Donald Trump steht nach seiner Rückkehr in die USA innenpolitisch wegen der Russlandaffäre weiter unter Beschuss. Medienberichten zufolge plant der Präsident nun die Einrichtung eines Krisenzentrums ("War Room"). Außerdem soll die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit neu organisiert werden. Trumps Sprecher Sean Spicer soll laut "Washington Post" eine kleinere Rolle spielen, die täglichen Pressebriefings könnten ganz gestrichen werden. 

4. Google will keine Gehaltsunterlagen herausrücken - aus Kostengründen

Bezahlt Google Frauen schlechter als Männer? Das amerikanische Arbeitsministerium hat von Google Gehaltsunterlagen angefordert, um entsprechende Vorwürfe zu klären. Der Konzern lehnte ab - die Zusammenstellung koste 100.000 Dollar und sei damit zu teuer. Eine Anwältin des Ministeriums bleibt hart. Google könne die Kosten "so leicht aufsaugen wie ein trockener Küchenschwamm einen Wassertropfen". 

5. Amazon plant Drogerie-Eigenmarken

Nach dem Lebensmittelhandel nimmt Amazon den Drogeriemarkt ins Visier. Der Onlinehändler will zum Jahreswechsel europaweit ein Basissortiment an Eigenmarken aufbauen, berichtet die "Lebensmittelzeitung". Neben Pflegeprodukten will Amazon offenbar auch Windeln und Babynahrung anbieten. 

6. Unternehmen und Mediaagenturen sollten einheitliche KPIs festlegen

Eine bessere Zusammenarbeit ist notwendig, um einheitliche Marketing-Key-Performance-Indikatoren (KPI) festzulegen - so lautet das Fazit einer Studie der Analyseplattform Dataxu. Bei der Befragung von 374 leitenden Marketern aus Markenunternehmen und Fachleuten aus Mediaagenturen kam heraus, dass beide Parteien oft unterschiedliche Leistungskennzahlen verwenden

7. Wie Premium-Hersteller mit Influencern arbeiten

Wenn sich die Bloggerin Farina Opoku einem teuren Beauty-Treatment unterzieht, an einem Traumstrand liegt oder exklusive Mode-Events besucht – ihre 700.000 Follower sind immer mit dabei. Der Satz "Ich nehm euch natürlich mit", den sie nahezu täglich in ihre Handykamera spricht, wird zum Programm. Das Werbepotenzial solcher Influencer haben auch Premium-Hersteller längst erkannt.
stats