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Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. Schnee zu Ostern, das gibt es auch nicht alle Tage. Da ist man fast froh, dass nach den Feiertagen ein warmes Büro auf einen wartet. Wir wünschen einen guten Start in die kurze Arbeitswoche.

1. Netflix steuert auf 100 Millionen Kunden zu

Netflix wird in dieser Woche voraussichtlich die Marke von 100 Millionen Abonnenten knacken. Ende März verzeichnete der Videodienst weltweit 98,75 Millionen Kunden, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Das Nutzerwachstum blieb im 1. Quartal mit 4,95 Millionen neuen Kunden aber hinter den Erwartungen von Analysten zurück. 

2. Facebook gerät nach Mordvideo unter Druck

Ein Mord in den USA hat die Diskussion über den Umgang von Facebook mit Gewaltvideos neu angeheizt. Am Ostersonntag hatte in Cleveland ein Mann auf offener Straße einen Rentner erschossen und ein Video der Tat bei Facebook veröffentlicht. Der Film war im Internet über zwei Stunden lang frei zugänglich, Medien bezeichnen den Täter als "Facebook-Killer". Das Unternehmen kündigte an, den Umgang mit Gewaltvideos zu überprüfen. 

3. S&F-Manager Stefan Wegner über die "Demokratie leben!"-Kampagne

"Demokratie leben!" heißt eine Werbekampagne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Eine Werbekampagne für demokratisches Engagement: Ist es schon so schlecht um die Demokratie bestellt? HORIZONT Online hat bei Stefan Wegner, Partner bei der verantwortlichen Werbeagentur Scholz & Friends und Geschäftsführer bei Scholz & Friends Berlin, nachgefragt, was die Kampagne bezwecken soll

4. Cheil-Kreativchef Rudolf: "Content Marketing ist ein schlimmes Buzzword"

Die Schwalbacher Agentur Cheil gehört nicht gerade zu den lautesten der Branche. Dabei hat der deutsche Ableger der koreanischen Networkagentur allen Grund, selbstbewusst zu sein: Im BVDW-Ranking der kreativsten Digitalagenturen kletterte Cheil dieses Jahr auf Platz 3 und folgt damit auf Serviceplan und Jung von Matt. Im Interview mit HORIZONT spricht Kreativchef Roland Rudolf unter anderem über Cheils Verständnis von Kreativität und den Status quo der deutschen Digitalwerbung. 

5. AOL-Manager Markus Frank: "Wir wollen ganz klar unter die Top 3"

AOL schaltet in Deutschland auf Angriff. Das erklärte Ziel des Internetdienstleisters: ein Platz unter den Top 3 in einem sich konsolidierenden Werbemarkt. Als Waffen dienen modulare und offene Technologien, alternatives Bewegtbild-Inventar und valide Kampagnendaten, erklärt Markus Frank, derzeit Managing Director DACH bei AOL Germany und bald vermutlich Deutschland-Chef von Oath, im Interview mit HORIZONT Online

6. Warum man heute niemanden mehr mit Google Cardboards beeindrucken kann

HTC will mit seiner VR-Brille Vive auch die Werbebranche erreichen. Doch HTC-Manager Peter Frolund kritisiert, dass die Unternehmen das wahre Potenzial von Virtual Reality immer noch nicht erkannt hätten. Statt interaktiven Erlebnissen mit nachhaltiger Wirkung bekommen die Nutzer aus Sicht von Frolund noch viel zu häufig ein passives Erlebnis mit überschaubarem Wow-Faktor geboten

7. Warum die naive Algorithmus-Gläubigkeit ein Armutszeugnis für die Branche ist

Ohne Algorithmen geht im Marketing so gut wie gar nichts mehr. Zu dieser Schlussfolgerung müsste man angesichts des Hypes um Big Data kommen. Eigentlich. Doch ist die Daten-Fixierung im Marketing überhaupt sinnvoll? Oliver Blecken hat da so seine Zweifel. In seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der Mediaagentur JOM, warum Algorithmen kein Allheilmittel für die Mediaplanung sein können. 


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