HORIZONT Vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. Heute Abend erwartet Sie ein großes Naturschauspiel. Am Nachthimmel wird nämlich ein sogenannter "Supermond" zu sehen sein, so groß und hell wie zuletzt vor 70 Jahren. Bleiben Sie heute also ausnahmsweise mal ein wenig länger wach. Es lohnt sich! Genauso wie die Lektüre von HORIZONT Vor 9. Kommen Sie gut in die Woche mit den wichtigsten News des Tages.

1. Der Hälfte der deutschen Unternehmen fehlt eine Digitalstrategie

Rund die Hälfte der Unternehmen in Deutschland hat nach Einschätzung des Digitalverbandes Bitkom noch "keine echte Digitalstrategie". "Die Unternehmen müssen sich dringend mit strategischen Fragen des Umbaus ihres Geschäftsmodells für die digitale Wirtschaft von morgen beschäftigen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Digitalverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder, der Deutschen Presse-Agentur.

2. OWM-Chefin Tina Beuchler: "Chatbots werden das nächste große Thema"

Wie wichtig werden Chatbots für das Marketing? Sehr wichtig, sagt Tina Beuchler vom Kundenverband OWM. "Wir stehen zwar noch am Anfang, aber in Gesprächen mit Agenturen sehe ich, dass das Thema absolut schon in der Praxis angekommen ist."

3. Facebook reagiert auf Kritik an ethnischem Targeting

Vor wenigen Wochen ist Facebook in die Kritik geraten, weil mit der Kategorisierung "ethnische Affinität" Anzeigen vor Nutzergruppen wie Asiaten oder Afroamerikaner versteckt werden können. CEO Mark Zuckerberg reagiert nun auf diese Kritik und will seine Werberichtlinien anpassen. So sollen Advertiser besser über ihre Pflichten zur Verhinderung diskriminierender Werbung informiert werden. Facebook wolle aber grundsätzlich an seinem Konzept des "multikulturellen Marketings" festhalten.


4. "New York Times" verspricht unparteiische Berichterstattung zu Donald Trump

Die "New York Times" hat ihre Leser angeschrieben und ihnen versichert, fair und ausgewogen über den kommenden US-Präsidenten berichten zu wollen. Das Schreiben, das per E-Mail an die Abonnenten des Blattes ging, ist unterzeichnet von Herausgeber Arthur O. Sulzberger Junior. Die "NYT" hatte im Wahlkampf Position für Hillary Clinton bezogen.

5. Warum Big Data nicht der Killer kreativer Klasse ist

"Künstliche Intelligenz und Big Data sind im Marketing derzeit das, was die Zahl 42 im Film 'Per Anhalter durch die Galaxis' ist: die Antwort auf alles", schrieb kürzlich David Eicher in einem Gastbeitrag auf HORIZONT Online. Ein Irrglaube, befand der Geschäftsführer des Content-Marketing-Spezialisten Territory Webguerillas - und warnte davor, dass die kreative Idee wegen der Algorithmus-Gläubigkeit unter die Räder kommen könnte. Doch sind Big Data und Kreativität wirklich ein Widerspruch? Sascha Stürze, Gründer und CEO der Analyx Gruppe, glaubt das nicht, wie er in seiner Antwort auf Eicher formuliert.

6. LG verlagert Europa-Zentrale nach Deutschland

Der Elektronikhersteller LG will in Europa stärker expandieren und verlagert dafür seine Europa-Zentrale von London nach Frankfurt. Mit der Verlegung verfolge das Unternehmen die Strategie, "alles unter ein Dach zu bringen", sagte der für Personalfragen zuständige Vizepräsident bei LG Electronics, Oliver Grohmann, in Seoul. Deutschland habe einen größeren "Strategiewert" als Großbritannien. Der Umzug ist den Angaben von LG zufolge noch im Gange, er soll bis Frühjahr 2017 abgeschlossen werden und 500 Arbeitsplätze schaffen.

7. Die ersten Werbungtreibenden experimentieren mit der Snapchat-Sonnenbrille

Snap, die Mutterfirma von Snapchat, verkauft seit Donnerstag ihre Kamera-Sonnenbrille "Spectacles" mithilfe wandernder quietschgelber Automaten. Einige US-Unternehmen nutzen das Gadget bereits für ihr Marketing. Unter anderem sicherte sich die von Gary Vaynerchuck geführte Werbeagentur VaynerMedia fünf "Spectacles" und experimentiert mit ihnen. Auch die Marken Sour Patch Kids und Esquire Network haben die Sonnenbrille bereits im Einsatz.
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