HORIZONT Vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. Leipzig, Berlin, Hoffenheim, Köln. Wohl kaum jemand hätte vor dieser Bundesligasaison vorausgesagt, dass diese vier Klubs nach acht Spieltagen die ersten Bayern-Verfolger sind - und nicht etwa Dortmund, Schalke oder Leverkusen. Da loben wir uns doch, dass in der HORIZONT-Redaktion alles seinen gewohnten Gang geht: Hier kommen die wichtigsten Branchennews am Montagmorgen.

1. AT&T übernimmt Time Warner für über 85 Milliarden Dollar

Es war ein echter Paukenschlag am Samstagabend: Die US-Großkonzerne AT&T und Time Warner haben mal eben die größte Firmenübernahme des laufenden Geschäftsjahres unter Dach und Fach gebracht. Der Kaufpreis liegt bei 85,4 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 78 Milliarden Euro). Zu Time Warner gehören unter anderem der Pay-TV-Sender HBO, CNN und das Hollywood-Studio Warner Bros. Durch den Mega-Deal kommen Produktion und Übermittlung von Medieninhalten in großem Stil unter ein Dach.

2. "Financial Times" zieht positive Bilanz nach Adblocker-Blocking

Wie "Niemanlab" berichtet, hat die "Financial Times" positive Erfahrungen mit ihrem 30-tägigen Adblocker-Blocking-Experiment im vergangenen Juli gemacht. Demnach schalten 40 Prozent der Nutzer ihre Adblocking-Software aus, wenn sie auf die Finanzierung des Angebots durch Werbeanzeigen hingewiesen werden. Wenn der Zugang zur Website komplett blockiert wird, sind es sogar 69 Prozent.

3. "BamS"-Chefredakteurin Marion Horn: "Ratgeberseiten sind grober Unfug"

Im dritten Quartal 2016 verkaufte die "Bild am Sonntag" 8,1 Prozent weniger Exemplare als im Vorjahresquartal. Im Interview mit HORIZONT erklärt Chefredakteurin Marion Horn, wie sie mit dem Auflagenverfall umgeht, wie viel Boulevard überhaupt in "BamS" steckt und warum sie das Blatt aufs Smartphone bringen will.

4. DFL und Sky sehen Geschäft durch illegale Livestreams bedroht

DFL und Sky sehen durch illegale Livestreams ihre Geschäfte bedroht. "Digitale Piraterie gefährdet die qualitativ hochwertige TV-Berichterstattung der Bundesliga und die dahinterliegenden Geschäftsmodelle", so die DFL gegenüber der dpa. Die Seiten, die durch werbefinanzierte Portale oder unerlaubte Abo-Modelle finanziert werden, stecken oft in kriminellen Strukturen. Deren Betreiber agieren meist vom Ausland aus, was die Ermittlungen der Polizei erschwert.

5. Facebook lässt anstößige Inhalte zu - wenn sie relevant sind

Seit Jahren arbeitet Facebook an der idealen Aussteuerung der Timelines seiner Nutzer. Jetzt weicht das soziale Netzwerk zu diesem Zweck seine Richtlinien für anstößige Inhalte wie etwa Nacktfotos auf. Wie Facebook in seinem Unternehmensblog ankündigt, sollen die geltenden Gemeinschaftsstandards gelockert werden, wenn die Inhalte nachrichtlich oder historisch relevant sind. Im September war das Netzwerk in die Kritik geraten, weil es ein berühmtes Foto aus dem Vietnam-Krieg gelöscht hatte, das ein nacktes Mädchen auf der Flucht vor einem Napalm-Angriff zeigt.

6. 48 Prozent der Briten, die kein Musikstreaming nutzen, halten die Angebote für zu teuer

Laut einer Yougov-Umfrage in Großbritannien glaubt fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent), die keine Musikstreaming-Dienste in Anspruch nehmen, dass die Angebote zu teuer sind. Bei den 16- bis 24-Jährigen sind es sogar 66 Prozent. Die meisten Anbieter wie Spotify, Apple Music und Tidal verlangen für ihren werbefreien Streamingdienst rund 10 Euro im Monat.

7. Trigema bringt den Schimpansen zurück in seine Werbung

Der Modehersteller Trigema will bald wieder mit einem Schimpansen werben. Allerdings soll dafür kein lebender Affe mehr vor die Kamera. Vielmehr soll der tierische Protagonist animiert sein. Er werde noch immer auf den Affen angesprochen, sagte Trigema-Chef Wolfgang Grupp der "Welt am Sonntag". Das zeige, wie wichtig der Schimpanse für das Unternehmen sei. Im nächsten Spot soll der Schimpanse wieder dabei sein.


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