HORIZONT Vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Silber und Bronze für Isabell Werth und Kristina Bröring-Sprehe im Dressurreiten, dazu überraschend Bronze für Ringer Denis Kudla in der Gewichtsklasse bis 85 Kilogramm - die Medaillenbilanz der deutschen Olympioniken aus der vergangenen Nacht ist überschaubar. Mehr zu bieten haben da schon unsere wichtigsten Branchennews am Morgen.

1. "Wall Street Journal" stellt Donald Trump Ultimatum

"Trump hat seine Partei entfremdet und führt keine kompetente Kampagne" - mit Worten wie diesen hat das amerikanische "Wall Street Journal" (Paid) dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump ein Ultimatum gestellt. Das den Republikanern nahestehende konservative Blatt fordert die Partei in einem Appell auf, den 70-Jährigen bis zum "Labor Day" am 5. September dazu zu bewegen, sich wie "jemand zu verhalten, der Präsident werden will", anstatt potenzielle Wähler zu verprellen und seinen Kritikern so in die Karten zu spielen. Andernfalls sollten die Republikaner Trumps Vize Mike Pence kurzfristig zum Kandidaten machen.

2. Axel Springer will im Fall Kachelmann vor Bundesgerichtshof ziehen

Die juristischen Auseinandersetzungen zwischen Wettermoderator Jörg Kachelmann und dem Axel-Springer-Konzern sind noch nicht zu Ende. In dem Streit um Schmerzensgeld wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten strebt das Medienunternehmen eine Entscheidung vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe an. Nachdem das Oberlandesgericht (OLG) Köln den Verlag Mitte Juli zur Zahlung von 395.000 Euro verurteilt und keine Revision zugelassen hatte, habe er nun eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde vor dem BGH eingelegt und ficht damit die OLG-Entscheidung an.

3. Ex-"Upday"-Chefredakteur gründet Influencer-Startup b00st.me

Der ehemalige Chefredakteur von Springers News-App Upday Matthias Bannert gründet ein Influencer-Startup. "b00st.me" hat es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen und Agenturen persönlich zu beraten und die passenden Social-Media-Stars aus Instagram, Youtube und Co per Hand auszusuchen. "Die Zeiten, in denen große Budgets an seelenlose Online-Marktplätze vergeben werden, sind damit vorbei", heißt es in einer Mitteilung - ein deutlicher Seitenhieb auf die vielen Influencer-Agenturen, die oftmals auf Basis von Algorithmen vermitteln.

4. Google startet App für Videoanrufe

Google will mit einer neuen App stärker in Sachen Videoanrufen mitmischen. Der Internet-Konzern brachte am Dienstag "Duo" heraus - und muss sich damit in einem dicht besetzten Markt behaupten: Die App tritt gegen Facebooks Messenger oder Microsofts Skype an, zudem hat Apple den Dienst Facetime. Von Google selbst gab es bereits den Dienst "Hangouts", der aber von der Konkurrenz abgehängt wurde. "Duo" soll einfacher zu nutzen sein und eine bessere Qualität bieten.

5. Warum die EU-Kommission Chat-Apps stärker regulieren will

Die EU-Kommission will Online-Kommunikationsdienste wie WhatsApp oder Skype enger an die Leine nehmen. In der anstehenden Neuregelung der Telekom-Branche sollten Konzerne wie Facebook und Microsoft mit ihren Web-Angeboten strengeren Regeln unterworfen werden, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf interne Dokumente der Behörde. WhatsApp gehört zu Facebook, Skype zu Microsoft. Betroffen wären aber auch Konkurrenten wie Google und andere, die ähnliche Services anbieten, hieß es.

6. Games-Markt kommt Schlüsselrolle in Sachen Virtual Reality zu

Virtual Reality wird eine große Zukunft vorausgesagt. Nach der jüngsten Umfrage des Beratungsunternehmens PwC kommt dem Computerspiele-Markt dabei eine Schlüsselrolle zu. Demnach sei jeder vierte Gamer konkret am Kauf einer VR-Brille interessiert. Insgesamt seien es in der Bevölkerung in Deutschland immerhin 18,9 Prozent. "Ich gehe davon aus, dass "Virtual Reality" bereits in zehn Jahren den Massenmarkt erobert haben wird", so Werner Ballhaus von PwC Deutschland.

7. 20 Jahre Smartphone

Mitte August 1996 brachte Nokia seinen "9000 Communicator" auf den Markt, das heute als Urahn der Smartphones gilt. Mit dem 400 Gramm schweren Mobiltelefon konnten Nutzer neben gängigen Büroanwendungen erstmals mobil mit einem HTML-fähigen Browser auf Webseiten zugreifen. Spiegel Online wirft in einer Fotostrecke einen Blick zurück auf 20 Jahre Smartphone.


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