HORIZONT Vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Die Freude über den souveränen Viertelfinaleinzug der deutschen Elf wurde am Sonntag durch die traurige Nachricht vom Tod Götz Georges getrübt. Der große Schauspieler ist am vergangenen Sonntag nach kurzer Krankheit im Alter von 77 Jahren gestorben. Wir wünschen Ihnen trotzdem einen guten Start in die Woche.

1. Cannes Lions: Deutschland schwächelt in den Königsdisziplinen

Die 63. Cannes Lions werden für Deutschland nicht als Rekordjahr in die Geschichte eingehen. Insgesamt holten die hiesigen Agenturen 64 Löwen - zehn weniger als 2015. Bei der finalen Preisverleihung am Samstagabend standen die Königsdisziplinen Film, Film Craft, Integrated und Titanium auf dem Programm. Hier reichte es lediglich für je einen bronzenen Löwen bei Film und Film Craft sowie zwei bei den Integrated Lions. In der Sparte Titanium ist Deutschland wie immer leer ausgegangen.

2. Jung von Matt macht im Cannes Lions Ranking das Rennen

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, aber am Ende hatte Jung von Matt die Nase knapp vorn. Mit 67 Punkten erobert die Kreativschmiede Rang 1 im Ranking der erfolgreichsten deutschen Agenturen bei den Cannes Lions 2016. Damit ist Jung von Matt auf der Zielgeraden erneut an DDB vorbeigezogen

3. Was das Urteil zu Adblock Plus für die Digitalbranche bedeutet

In einem mit Spannung erwarteten Urteil zur Frage der Zulässigkeit des Adblocking hat das Oberlandesgericht Köln am 24. Juni in zweiter Instanz über eine Klage von Axel Springer gegen den Adblock Plus Betreiber Eyeo entschieden und dabei einerseits Adblocking für zulässig und andererseits das bezahlte Whitelisting für unzulässig erklärt. Welche Auswirkungen das Urteil auf die Branche hat, erläutert Johannes Franck, Rechtsanwalt bei Schürmann Wolschendorf Dreyer, in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online.

4. Kampagnen auf Snapchat sind zu 92 Prozent verkaufsfördernd

Vor den Cannes Lions präsentierte Snapchat ein neues Format und eine neue Schnittstelle für Werbekampagnen. In Cannes legt das soziale Netzwerk nun erste Werbewirkungszahlen zusammen mit Oracle vor. Und die lesen sich - erwartungsgemäß - nicht schlecht. Bei einer Untersuchung von 12 Snapchat-Kampagnen ließ sich in 92 Prozent der Fälle ein Abverkaufseffekt nachweisen.

5. Jan Böhmermann geht bei den Grimme Online Awards leer aus

Webangebote zu aktuellen Themen wie Flüchtlingen, Rechtsextremismus und Russland sind am Freitagabend mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Zu den acht Preisträgern gehört zum Beispiel der Twitter-Account "Straßengezwitscher", mit dem zwei Dresdner über rechte Demos und Angriffe auf Flüchtlingsheime berichten, und das Interaktiv-Team der "Berliner Morgenpost". Der ebenfalls nominierte ZDF-Satiriker Jan Böhmermann ging leer aus.

6. Wie Youtube seine Top-Creator mit VR experimentieren lässt

Um im Bewegtbild-Wettbewerb zu bestehen, setzt Youtube neben Live-Streaming vor allem auf Virtual Reality (VR). Doch funktionieren Schmink-Tutorials, Vlogs oder How-To's mit VR überhaupt? Das sollen die Youtuber am besten selbst herausfinden – und zwar in den sogenannten Youtube Spaces, von denen es weltweit zwölf gibt. Künstler dürfen sich dort kreativ austoben und mit VR-Anfertigungen experimentieren. Der größte Space steht in Los Angeles. HORIZONT Online hat vor Ort einen Einblick in die Räumlichkeiten erhalten.

7. Wiesenhof zieht Online-Werbespot wegen Anspielung auf Gina-Lisa Lohfink zurück

Ein Online-Werbespot des Geflügelproduzenten Wiesenhof hat im Netz für Aufregung gesorgt. In dem Clip ließ sich Comedian Atze Schröder anspielungsreich über die Länge einer Bratwurst aus spielte dabei indirekt auch auf TV-Sternchen Gina-Lisa Lohfink an, die sich derzeit vor Gericht gegen den Vorwurf wehrt, zwei Männer zu Unrecht der Vergewaltigung bezichtigt zu haben. Wiesenhof zog den bereits im vergangenen Jahr produzierten Spot wieder zurück, Atze Schröder entschuldigte sich via Facebook.



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