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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Sportliche Höchstleistungen in der Fußball-Bundesliga, beim American Football und im Dschungelcamp prägten das Wochenende. Daran nehmen wir uns gerne ein Beispiel - und gehen so motiviert wie Sie hoffentlich auch in die neue Woche!


1. "2016 wird das Jahr des digitalen Journalismus"

Der, der das sagt, sollte es wissen: Mathias Müller von Blumencron ist Chefredakteur Digitale Medien der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Für HORIZONT Online hat Blumencron aufgeschrieben, warum er dieser Meinung ist: Seine vier Thesen zur Zukunft des digitalen Journalismus.

2. Manager-Exodus bei Twitter

An der Börse steht Twitter schon unter Dauerdruck - und diese Nachrichten dürften die Aktionäre erst recht nicht beruhigen: Gleich vier Spitzenmanager des Kurznachrichtendienstes nehmen ihren Hut. Nach Medienchefin Katie Jacobs Stanton, Produktleiter Kevin Weil und Chefingenieur Alex Roetter geht auch Vine-Boss Jason Toff. Er will sich Google anschließen, um dort im Bereich Virtual Reality zu arbeiten. Twitter-Boss Jack Dorsey hat die Abgänge bestätigt. Doch es soll auch Neuzgänge geben: Laut "New York Times" sucht Dorsey derzeit nach einem Chief Marketing Officer.

3. Die Agenda der Werbungtreibenden für 2016

Adblocking, Transparenz, Kreation: Die Herausforderungen für die Werbebranche werden nicht gerade kleiner - auch in diesem Jahr nicht. Im Video-Interview mit HORIZONT Online skizziert die OWM-Vorsitzende Tina Beuchler die Agenda der Werbungtreibenden - und welche Rolle dabei Google und Facebook sowie Vermarktern und Agenturen zukommt.

4. Spannung im Bundesliga-Poker steigt

In diesem Frühjahr will die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Übertragungsrechte für die Bundesliga ab der Saison 2017/18 vergeben. Dabei könnte es laut "FAZ" zu einer gravierenden Neuerung kommen: Angeblich fordert das Bundeskartellamt, das die Ausschreibungsunterlagen derzeit prüft, von der DFL die Einführung der "No Single Buyer Rule". Das würde bedeuten, dass nicht mehr ein Anbieter alle Spiele live zeigen kann - so wie das derzeit Sky tut. Gleichzeitig meldet das "Handelsblatt", dass die ARD-"Sportschau" in der neuen Rechteperiode auf 45 Minuten schrumpfen könnte - ein Szenario, über das bereits vor einem halben Jahr von diversen Medien berichtet wurde.

5. VW-Kampagne fehlt die Glaubwürdigkeit

Volkswagen wirbt derzeit mit Fußball-Nationalspielern wie Thomas Müller für die Allstar-Modelle aus Wolfsburg. Doch nach "Dieselgate" kommen die Spots nicht unbedingt glaubwürdig rüber, schreibt Yougov-Chef Holger Geißler in seiner Kolumne für HORIZONT Online

6. Adidas beendet IAAF-Sponsoring vorzeitig

Bei der Fifa zeigte sich Adidas bislang recht gnädig, mit der Leichtathletik haben die Herzogenauracher weniger Nachsicht: Wie die britische BBC berichtet, will der Sportartikler sein Sponsoring des Leichtathletik-Weltverbands IAAF vorzeitig beenden. Damit reagiert Adidas auf die zahlreichen Doping- und Korruptionsskandale Skandale der jüngeren Vergangenheit. Der Vertrag mit der IAAF ist bis 2019 terminiert und soll angeblich ein Volumen von 33 Millionen Dollar (ca. 30,5 Millionen Euro) haben.

7. Apple verliert iCar-Chef

Der wichtigste Kopf hinter Apples nie offiziell bestätigten Plänen für ein Elektroauto verlässt das Unternehmen: Der ehemalige Ford-Manager Steve Zadesky, der das Projekt von Beginn an geleitet habe, ziehe sich aus persönlichen Gründen zurück, berichtet Bloomberg.

8. Google zahlt Millionen-Steuer nach

US-Giganten wie Google, Facebook und Amazon werden gerne dafür kritisiert, sich dem Fiskus in Europa so gut es geht zu entziehen. Nun macht Google zumindest in Großbritannien ein Zugeständnis: Der Internetgigant hat sich mit der britischen Finanzbehörde über die Besteuerung von ins Ausland verlagerten Gewinnen geeinigt. Für die vergangenen zehn Jahre wird Google etwa 170 Millionen Euro nachzahlen - was angesichts des Milliardengewinnes des Suchmaschinenriesen natürlich ein Klacks ist.
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