HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus der Stadt des neuen DFB-Pokal-Siegers. Sorry liebe Nicht-Fußballfans, aber heute konnte es nur diese Einleitung geben. Dafür sind unsere Top-News am Morgen komplett fußballfrei!
Wegen des Skandals um den massenhaften Abfluss von Nutzerdaten an die Firma Cambridge Analytica kommt Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Dienstag ins Europaparlament. Am frühen Abend ist ein Treffen mit den Fraktionsspitzen in Brüssel geplant. Das Gespräch soll live im Internet übertragen werden. Noch geht es der deutschen Wirtschaft gut, noch sind die Konsumenten ausgabefreudig. Doch die Unternehmen agieren vorsichtig. Bei Nielsen stehen bis Ende April rund 9,8 Milliarden Euro in den Büchern. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein mageres Plus von 0,5 Prozent. Oder einfach Stagnation. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle haben mit dem Videostreamingdienst Netflix eine umfangreiche Kooperation abgeschlossen. Sie umfasst die Produktion von Filmen, Serien und Dokumentationen. Die Obamas gründeten für die Kooperation eine Produktionsfirma mit dem Namen Higher Ground. Rund sechs Millionen Zuschauer verfolgten die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle am Samstag im ZDF. Glanzvoll war dabei aber noch längst nicht alles: Taz-Autor Frederik Schindler findet, dass von den Kommentatoren zu häufig die Hautfarbe der Braut - Markles Mutter ist Afroamerikanerin - thematisiert worden sei. Mit mehr als 15.000 Besuchern und 500 Videokünstlern gelten die Videodays als das größte Youtuber-Festival Europas. Doch nun steht die Eventreihe wohl vor einer ungewissen Zukunft: Wie die Veranstalter mitteilen, müssen sowohl die Events in der Berliner Mercedes-Benz Arena am 16. und 17. Juni sowie in der Kölner Lanxess Arena am 11. und 12. August ausfallen. Als Gründe werden unzureichende Ticketverkäufe und "reduziertes Engagement im Sponsoring-Bereich" genannt. Interview, das 1969 von Pop-Art-Legende Andy Warhol gegründete Magazin, wird eingestellt. Wie der Observer unter Berufung auf Insider berichtet, waren die vergangenen Monate geprägt von Streitigkeiten um Gehaltsnachzahlungen in siebenstelliger Höhe sowie Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen den Ex-Kreativchef. Die deutsche Werbeindustrie kennt seit Jahren nur ein Thema: Digitalisierung. Alles muss disruptiert werden, und das lieber heute als morgen. In Wirklichkeit haben die meisten Unternehmen aber noch immer nicht kapiert, worum es im Kern wirklich geht, kritisiert Wolf-Ingomar Faecks im Interview mit HORIZONT Online. Der Spot zur Hornbach-Kampagne "Schwitz es raus" wartet mit verwirrenden Szenen und teilweise verstörenden Bildern auf. Offensichtlich fühlen sich die Zuschauer davon überfordert: Wie der Yougov-Werbecheck zeigt, bekommt die visualisierte Stressentsorgung im Spot vom Publikum überwiegend negative Bewertungen. Warum das so ist, erklärt Yougov-Marketer Philipp Schneider in seiner Kolumne für HORIZONT Online.


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