HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Wahrscheinlich liegen die letzten Gäste des HORIZONT Awards gerade einmal ein paar Stunden im Bett. Es war wieder ein rauschender Award-Abend mit würdigen Preisträgern und tollen Redebeiträgen! Und damit zu den Top-News an diesem Morgen.
Die deutsche Wirtschaft brummt. Dank sportlicher Großereignisse wie den Olympischen Winterspielen und der Fußball-WM stehen die Chancen nicht schlecht, dass 2018 auch der Werbemarkt wieder zulegen wird. Andererseits gibt es mit der drohenden E-Privacy-Verordnung auch zahlreiche Risiken. HORIZONT Online hat Top-Entscheider aus Mediaagenturen gefragt, mit welchen Erwartungen Sie ins neue Jahr gehen. Es gibt Keynotes, da ahnt man schon vorher, was kommt. Bei Christian Sewing war das anders. Der stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Bank beleuchtete in seiner Keynote beim HORIZONT Award die digitale Transformation. Der 17-minütige Vortrag wurde zu einem der Höhepunkte des Abends. Die Hirschen Group gehört zu den Agenturen, die seit Jahren kontinuierlich wachsen. Auch in der seit 2015 bestehenden Partnerschaft mit WPP entwickelt sich der Verbund offenbar gut, wenngleich man nicht viel von der Kooperation hört und sieht. CEO Martin Blach betont im Interview die besondere Kultur der Gruppe, die zugleich Individualität und Identität ermögliche. Nach dem Skandal um Youtuber Logan Paul, der in einem seiner Videos eine Leiche gezeigt hatte, will Youtube genauer hinschauen, wer seine Videos auf der Plattform eigentlich monetarisieren kann. Die Google-Tochter verändert deswegen einige Regeln beim Partnerprogramm. Dadurch sollen Werbungtreibende mehr Umfeldsicherheit bekommen. Im Hamburger Stammhaus der Agentur Thjnk verringert sich die Anzahl der Geschäftsführer. Zum Jahreswechsel sind Co-Kreativchefin Bettina Olf und Co-Beratungschef Lars Trzebiatowsky aus dem Führungsteam ausgeschieden. Das geht aus einem Eintrag im Handelsregister hervor, den Gruppen-Vorstand Karen Heumann bestätigt. Der seit elf Monaten in der Türkei inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel lehnt einen etwaigen Tauschhandel zwischen Berlin und Ankara für seine Freilassung ab. "Für schmutzige Deals stehe ich nicht zur Verfügung", sagte Yücel in einem schriftlich über seine Anwälte geführten Interview der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle seine Freiheit nicht "mit Panzergeschäften von Rheinmetall oder dem Treiben irgendwelcher anderen Waffenbrüder befleckt wissen". Nestlé trennt sich in den USA von seiner Süßwarensparte, zu der US-Ikonen wie SweeTarts oder Butterfinger gehören. Der Grund: Zu geringe Wachstumschancen. Neuer Eigentümer wird der Nutella-Hersteller Ferrero, der Kaufpreis liegt bei umgerechnet 2,4 Milliarden Euro. Philipp Lahm hat schon während seiner aktiven Zeit gerne in Unternehmen investiert. Nun geht der Kapitän der Weltmeister-Mannschaft von 2014 einen  Schritt weiter - und übernimmt mit seiner Holding die Mehrheit an dem traditionsreichen Bioproduzenten Schneekoppe.


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