HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Im estnischen Tallinn findet heute der Digital-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs statt. Für Streit dürfte der Vorstoß Deutschlands und anderer Länder zur Besteuerung globaler Internetfirmen wie Apple, Google oder Amazon sorgen. Mal sehen, was bei den Verhandlungen herauskommt. Nun aber erst einmal zu den Top-News am Morgen.

1. Twitter findet Accounts mit Verbindungen zu russischer Propaganda

Nach Facebook hat auch Twitter rund 200 mutmaßlich aus Russland gesteuerte Profile gefunden, die Stimmungsmache in den USA betrieben haben sollen. Der Kurznachrichtendienst entdeckte dabei zunächst 22 Accounts, die direkt zu den von Facebook ausgemachten rund 450 verdächtigen Profilen gehörten. Mit ihnen verbunden gewesen seien 179 weitere Twitter-Konten.

2. So stellt sich Ogilvy Deutschland neu auf

Nachdem das neue Managementteam Mitte Juli die Führung bei Ogilvy Deutschland übernommen hat, war erst mal Funkstille - zumindest öffentlich. Jetzt stellen CEO Chaichana Sinthuaree und Strategiechefin Monika Schürholz die neue Aufstellung vor, mit der die WPP-Tochter die internationale Vorgabe erfüllen will, die Strukturen zu vereinfachen und die Dachmarke Ogilvy zu stärken.

3. Publicis Pixelpark ist beste Agentur beim Max Award

Die Internet-User hatten es in der Hand: Sie machten Publicis Pixelpark zum dreifachen Gold-Gewinner beim 1. Max Award. Die Gruppe wurde für Arbeiten im Auftrag von Carl Zeiss Meditec, Freunde fürs Leben und Tierschutzverein für Berlin und Umgebung ausgezeichnet. Das beschert der Networkagentur den 1. Platz im Teilnehmerranking des neu aufgelegten Dialogmarketingwettbewerbs.

4. Ikea übernimmt Arbeitskraft-Vermittler TaskRabbit

Ikea will es seinen Kunden einfacher machen, jemanden zum Zusammenbau der frisch gekauften Möbel zu engagieren. Der schwedische Möbelriese übernimmt dafür das Start-up TaskRabbit, einen Vermittler von Arbeitskräften für kleine Aufgaben. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

5. Amazon Deutschland lässt sich Marke für Fertiggerichte eintragen

Offenbar bereitet sich Amazon auf den Einstieg in das Geschäft mit Fertiggerichten und Kochboxen vor. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, hat sich der Onlinehändler beim Deutschen Marken- und Patentamt die Wortbildmarke "Dinner for 2 in about 30 Minutes" eintragen lassen. In den USA experimentiert Amazon bereits seit Längerem mit solchen Angeboten.

6. Cambridge-Analytica-Boss will den Werbemarkt aufmischen

Der als "Präsidentenmacher" titulierte CEO von Cambridge Analytica, Alexander Nix, hat in München ganz nüchtern seine Arbeit für den Republikaner Donald Trump vorgestellt. Und dabei ein Potenzial erkennen lassen, das klassische Werber sehr nervös machen dürfte. Nix ist überzeugt, dass das britische Unternehmen, das er als End-to-End-Agency verstanden wissen will, in der Lage ist, den Werbemarkt aufzumischen.

7. Wie Daten den Audiowerbemarkt verändern

Die Digitalisierung hat auch die Audiowelt erfasst. Neue Formate und Geräte sowie der Boom der Sprachassistenten sind nur einige Beispiele dafür, dass sich der Markt massiv wandelt. Was die Interface- und Daten-Revolution für die Werbeindustrie bedeutet, erläutert Frank Bachér, Geschäftsleiter Digitale Medien beim Audiovermarkter RMS Radio Marketing Service, in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online.

8. Studie: Bindung zu Marken nimmt ab

Die innere Verbundenheit der Bundesbürger zu Marken lässt nach. Das zeigt die neue "Earned Brand"-Studie der PR-Agentur Edelman. Um diese Beziehungen wieder zu intensivieren, kann Wertekommunikation helfen. Denn mehr als ein Drittel der Deutschen bezieht Haltung und Verhalten von Marken in seine Kaufentscheidung mit ein.


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