HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Ja, ist denn heut' schon Herbst? Das Wetter zum Wochenbeginn erinnert zumindest sehr daran. Immerhin hat sich Tief "Zlatan" Zeit gelassen bis nach dem Wochenende. Wir wünschen einen trockenen Start in die Woche. Hier kommen die Top-Branchennews am Montagmorgen. 

1. IWF-Prognose: Deutsche Wirtschaft wächst langsamer als die Eurozone

Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr um 1,8 Prozent und im kommenden Jahr voraussichtlich um 1,6 Prozent wachsen. Das geht aus der aktuellen Prognose des Internationalen Währungsfonds IWF hervor. Damit liegt die Bundesrepublik leicht unter dem Wachstum der gesamten Eurozone, das laut Prognose bei 1,9 Prozent (2017) beziehungsweise 1,7 Prozent (2018) liegen wird. 

2. Prozess um "Cumhuriyet"-Mitarbeiter beginnt

Heute beginnt in Istanbul der Prozess gegen 17 Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet". Ihnen wird Unterstützung von Terrororganisationen wie der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK oder der Gülen-Bewegung vorgeworfen. Das Verfahren gilt als Prüfstein für die Unabhängigkeit der türkischen Justiz


3. Trumps neuer Kommunikationschef will weitere Enthüllungen verhindern

Der neue Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, Anthony Scaramucci, hat "drastische Maßnahmen" angekündigt, um die undichten Stellen im Weißen Haus zu beseitigen. "Wir müssen die Leaks stoppen", sagte der 53-jährige Ex-Finanzier dem Sender Fox News am Sonntag (Ortszeit). Dies habe höchste Priorität. "Ich werde drastische Maßnahmen ergreifen, um die Leaks zu stoppen." 

4. "Spiegel" enthüllt angebliches "Auto-Kartell"

Den deutschen Autobauern droht neues Unheil. Der "Spiegel" berichtet, dass sich die großen Autokonzerne VW, Porsche, Audi, Daimler und BMW jahrelang bei Preisen und Technologien abgesprochen haben. Die Bundesregierung hat das Bundeskartellamt eingeschaltet, auch die EU-Kommission ist bereits tätig geworden. Den Autokonzernen drohen jahrelange Prozesse und Strafzahlungen in Milliardenhöhe. 

5. Veranstalter bringen sich gegen Cannes Lions in Stellung

Auch vier Wochen nach den Cannes Lions sind der Publicis-Boykott und seine Folgen noch ein großes Thema für Award-Veranstalter.  D&AD, London International Awards und One Show bringen sich jetzt mit eigenen Statements zu Publicis und gegen Cannes in Stellung. Kurz nach der Sommerpause veranstalten alle drei eigene Events, um zu zeigen, dass sie eine echte Alternative zu dem Mega-Event an der Côte d’Azur sein könnten. 

6. Bilden Google und Facebook ein Duopol? Eine Analyse

Wie stark dominieren Google und Facebook das digitale Werbegeschäft? Laut der Pivotal Research Group landen in den USA inzwischen 70 Prozent der digitalen Werbespendings bei Google und Facebook. So eindeutig, wie es auf den ersten Blick scheint, ist die Lage aber nicht, analysiert HORIZONT-Chefreporter Jürgen Scharrer

7. Warum das Kallen-Interview vor allem zwischen den Zeilen spannend ist

Dass Verlagsmanager mit anschwellender apokalyptischer Rhetorik gegen Google und Facebook anreden, ist nicht neu. Das Bemerkenswerte im jüngsten "Handelsblatt"-Interview mit Burda-Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen sind daher eher einzelne Argumente und ihr thematisches Setting. Ein paar Gedanken über böse und gute Daten, über die Pluralbildung des Begriffes "Monopol" und über die absolute Zustimmung zum neuen Löschgesetz. 

8. Wahlforschung: YouGov mischt bei Bundestagswahl mit

Der Online-Marktforscher YouGov findet einen Auftraggeber für die "Sonntagsfrage" und mischt bei den Stimmungsvorhersagen im Bundestagswahlkampf mit. Der Plan von YouGov ist, für die anstehende Bundestagswahl neben den bundesweiten Zahlen erstmals eine zweite Vorhersage für jeden Wahlkreis durchzuführen. Dies erklärt Holger Geißler, der Research-Chef von YouGov Deutschland, im Interview mit planung&analyse


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