HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. Heute wird ein spannender Tag: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu Gast in Ankara, Sigmar Gabriel reist in seiner neuen Funktion als Bundesaußenminister nach Washington und trifft dort seinen US-Amtskollegen Rex Tillerson. Außerdem veröffentlicht die britische Regierung heute ihren Plan für den angekündigten harten Brexit. Was in der Werbe- und Kommunikationsbranche passiert, erfahren Sie bei uns.

1. Facebook wächst rasant und verdoppelt Gewinn

Facebook
hat mit weiter rasantem Wachstum im vergangenen Quartal alle Erwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 51 Prozent auf 8,81 Milliarden Dollar (8,2 Mrd. Euro). Der Gewinn wurde mit 3,57 Milliarden Dollar sogar mehr als verdoppelt, wie Facebook nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Kleiner Wermutstropfen: Im Streit um die VR-Brille Oculus verdonnerte ein US-Gericht Facebook zu einer Zahlung von 500 Millionen Dollar an den Spielehersteller ZeniMax.

2. Deutsche Agenturen im Gunn Report so schlecht wie nie

Kein gutes Zeugnis für die deutsche Kreativszene: Im aktuellen Gunn Report, einem weltweiten Kreativranking, landet Deutschland in der Nationenwertung nur auf Platz 11. Es ist das schlechteste Ergebnis seit der Gründung des Rankings im Jahr 1999! Damit steht Deutschland nicht nur hinter den üblichen Verdächtigen wie USA, Großbritannien, Australien und Brasilien, sondern muss sich zudem den Nationen Schweden, Japan, Spanien, Frankreich, Neuseeland und Argentinien geschlagen geben.

3. Metro gründet eigenen Digitalvermarkter Retail Media Group

Die Metro-Tochter Ceconomy will mit einem eigenen Digitalvermarkter die Kundendaten von Saturn, Media Markt, Redcoon, Real und Metro vergolden. Dank des Inventars der eigenen Websites verfügt die Retail Media Group aus dem Stand heraus über 10 Millionen Kundenkontake pro Tag. Damit will der Handelsriese zum führenden Digitalpartner für Werbungtreibende der Handelsbranche werden.

4. Red Bull schließt hauseigene Agentur Red Bull Creative

Dietrich Mateschitz hat seine hauseigene Werbeagentur Red Bull Creative dicht gemacht. Wie der Konzern gegenüber österreichischen Medien bestätigte, soll die Kreativschmiede wegen des "Kosten-Nutzen-Verhältnisses" nicht mehr weitergeführt werden. Die Aufgaben werden nun extern vergeben.

5. Mediengruppe RTL steigt bei Datenspezialist Q Division ein

Die Mediengruppe RTL Deutschland beteiligt sich mit 30 Prozent am Digitaldaten-Vermarkter Q Division. Das Frankfurter Unternehmen ist eine Ausgründung aus der Onlinemarketing-Firma Kupona und wurde im Januar 2016 offiziell gestartet. Q Division bündelt und vermarktet digitale Daten von Onlineshops, Vergleichsportalen und Special-Interest-Sites. Im Mittelpunkt stehen die Bewegungsdaten potenzieller Käufer, die sich vor kurzem über ein Produkt informiert haben.

6. Amazon baut eigenen Flughafen

Amazon investiert einen Milliardenbetrag in seine Logistik: Der Onlinehändler baut in Cincinnati im US-Bundesstaat Kentucky einen eigenen Frachtflughafen. Kostenpunkt: Rund 1,5 Milliarden US-Dollar. In den USA verfügt Amazon über eine Flotte von 16 eigenen Frachtflugzeugen, weitere 24 wurden bereits geleast, berichtet Recode.


7. Google-Manager Oliver Rosenthal erklärt den Deal mit BBDO

Google zündet eine neue Stufe bei der Zusammenarbeit mit Kreativagenturen. Der Joint Business Vertrag, den Google Mitte Januar mit der Agentur BBDO abgeschlossen hat, war erst der Anfang. Das Internetportal steht kurz davor, weitere Vereinbarungen zu verkünden. Diese Kunden sollen künftig bevorzugt beraten werden, erklärt Oliver Rosenthal, Industry Leader Creative Agencies im Interview mit HORIZONT Online.

8. G+J-Vermarktungschef Frank Vogel: Bei Native Advertising ist die meiste Musik drin

Frank Vogel setzt sich für Native Advertising und Influencer Marketing ein. Wie der G+J-Vermarktungschef im Video-Interview am Rande des Deutschen Medienkongresses erzählt, ist bei diesen beiden Themen derzeit "die meiste Musik drin". Wenn die Beiträge klar gekennzeichnet werden, würden Nutzer auch auf bezahlte Inhalte klicken.


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