HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. Spielen Sie eigentlich noch "Pokémon Go"? Nein? Dann können Sie es demnächst ja mal mit dem Nachfolge-Game "Pokémon Duel" probieren, bei dem es diesmal vielmehr um Kämpfe zwischen den kleinen Monstern als ums Fangen geht. Bei uns bleibt derweil alles beim Alten: Hier kommen unsere wichtigsten Branchennews am Morgen.

1. Procter & Gamble übt mit 5-Punkte-Plan Druck auf Vermarkter und Agenturen aus

Der US-Riese Procter & Gamble hat sich für das Jahr 2017 offenbar Großes vorgenommen. Das Unternehmen ist mit dem Status Quo im digitalen Marketing unzufrieden und hat nun ein 5-Punkte-Programm formuliert, um die Disziplin in die richtige Spur zu führen. Der oberste Marketer Marc Pritchard fordert von allen P&G-Marktpartnern auf Vermarkter-, Agentur- und Adtech-Seite die Erfüllung des Plans bis zum Jahresende und will auch die Konkurrenz mit ins Boot holen.

2. "Spiegel" startet Paid-Content-Angebot "Spiegel Daily" im April

Die Gesellschafter haben grünes Licht gegeben, die Programmierung ist abgeschlossen, mit Plenigo ist für Laterpay ein Nachfolger gefunden: Anfang April kann die digitale Tageszeitung "Spiegel Daily" starten, die montags bis freitags voraussichtlich um 16 Uhr erscheinen und um die sieben Euro kosten soll. Sie ist das Basisangebot für das künftige Abomodell rund um "Spiegel Plus", den digitalen und gedruckten "Spiegel".

3. Warum Marketer Chatbots ernst nehmen müssen

Chatbots sind ein Hype-Thema der Kommunikationsbranche. In seinem Gastbeitrag bei HORIZONT Online vergleicht Diffferent-Geschäftsführer Jan Pechmann den Entwicklungsstand der Technologie mit dem von Social Media vor acht Jahren. Seine Überzeugung: Chatbots werden sich durchsetzen - und halten als "digitale Demokratisierer" große Potenziale für Marketing und Vertrieb bereit.

4. OMR-Gründer Philipp Westermeyer im Video-Interview

Wenn die Online Marketing Rockstars Anfang März rekordverdächtige 25.000 Besucher bei ihrem Festival erwarten, dann liegt das auch an Philipp Westermeyer. Der OMR-Gründer hat sich im Laufe der Jahre quasi selbst als Personal Brand etabliert und prägt die Rockstars wie kein anderer. Doch allmählich kommen die Bedenken, wie Westermeyer im Video-Interview mit HORIZONT Online erläutert.

5. Die Hälfte der Weltbevölkerung ist mittlerweile online

Es ist ein Meilenstein in der Verbreitung des Internets: Laut dem "Global Digital Report 2017" von We Are Social  ist in diesem Jahr erstmals mehr als 50 Prozent der Weltbevölkerung online. Und auch das Mobile Web spielt global eine immer größere Rolle. In dieser Hinsicht ist Deutschland allerdings noch ein Sorgenkind.

6. Facebook will Selfie-Filter für Hollywood-Marken einführen

Die Snapchatisierung von Facebook schreitet voran: Wie "AdAge" unter Berufung auf Insider berichtet, verhandelt das soziale Netzwerk mit großen Filmstudios über eine Integration von Selfie-Filtern. Mit den Augmented-Reality-Masken, wie man sie aus Snapchat kennt, sollen große Hollywoodstreifen promotet werden. Sollte das Ganze umgesetzt werden, würde die Facebook-App einen nicht unerheblichen, Kamera-zentrierten Relaunch erfahren.

7. Snap gibt Technologiebörse Nasdaq einen Korb - und geht an die Wall Street

Laut übereinstimmenden Berichten des "Wall Street Journal" und von "Techrunch", plant Snapchat-Betreiber Snap seinen Börsengang in diesem Frühjahr nicht an der Technologiebörse Nasdaq - sondern an der traditionsreichen New York Stock Exchange in der Wall Street. Das Unternehmen will sich so von Facebook abgrenzen, das am Konkurrenzmarkt Nasdaq Startschwierigkeiten hatte.

8. Mediascale-Chef Bscheid: Kreative haben zu wenig Spaß an Daten

Mediascale-Geschäftsführer Wolfgang Bscheid kritisiert die mangelnde Bereitschaft der Kreativen, Daten zu nutzen, um Digitalwerbung besser zu machen. "Es ist schade, dass es immer noch so wenig Kreativagenturen gibt, die Spaß an profilgesteuerter Werbung haben", sagt er im Gespräch mit HORIZONT. Vor allem kritisiert Bscheid den Unwillen der Kreativen, die vorhandenen neuen Technologien zu nutzen.


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