HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Ingo Rentz
Guten Morgen aus Frankfurt. Falls Sie noch nicht auf dem Weg ins Büro sind: Lassen Sie Ihr Auto zum Wohle der Umwelt doch heute einfach mal stehen und fahren mit der Bahn oder dem Bus zur Arbeit. Schließlich begeht ganz Europa heute den Autofreien Tag. Noch ein Vorteil: Sie haben ganz entspannt Zeit, sich unsere wichtigsten Branchennews am Morgen zu Gemüte zu führen.

1. "Süddeutsche Zeitung" legt "Bahamas Leaks" vor

Nach den Panama Papers im Frühjahr haben Autoren der "Süddeutschen Zeitung" den nächsten Steuerskandal aufgedeckt: In der heutigen Ausgabe berichtet das Blatt über die "Bahamas Leaks" und hat unter anderem Beweise dafür, dass die frühere EU-Kommissarin Neelie Kroes während ihrer Amtszeit Direktorin einer Briefkastenfirma auf den Bahamas war. Insgesamt hat eine geheim gehaltene Quelle der "SZ" einen 38 Gigabyte großen Datenbestand mit Steuersündern zugespielt. Damit sind die "Bahamas Leaks" deutlich weniger umfangreich als die Panama Papers (2,6 Terabyte).

2. Warum Shane Smith Vice Media zum neuen MTV machen will

Shane Smith ist der Rockstar unter den Medienunternehmern. Bei der Dmexco ließ sich der CEO von Vice Media in kurzen Hosen von WPP-Chef Martin Sorrell interviewen und präsentierte dem Auditorium seine tätowierten Beine. Im exklusiven Interview mit HORIZONT sprach der gebürtige Kanadier über seine vielzitierte Blutbad-Hypothese, die Herausforderungen des Agenturgeschäfts und seine Vision von Vice Media als globaler Medienmarke.

3. Kauft Apple den Rennwagen-Hersteller McLaren?

Schon seit fast zwei Jahren wird spekuliert, Apple wolle ein eigenes Auto bauen. Jetzt bringt die "Financial Times" erstmals den Namen eines Herstellers ins Spiel, an dem der iPhone-Konzern interessiert sein soll: die Rennwagen-Schmiede McLaren. Im Gespräch seien demnach eine komplette Übernahme oder eine strategische Beteiligung. McLaren hat Gespräche in einer eiligen Stellungnahme dementiert. Die Verluste schreibende Autofirma, zu der auch ein Formel-1-Team gehört, könne bis zu 1,74 Milliarden Euro wert sein.

4. Agof Digital Facts: T-Online verliert 3,54 Millionen Nutzer

Sommerliche Ruhe im Agof-Ranking: Die führenden deutschen Online-Vermarkter bewegen sich zumindest in den Digital Facts der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung nicht von der Stelle. Interactive Media verliert im Juni zwar 1,2 Millionen Unique User, behauptet mit insgesamt 36,03 Millionen Nutzern aber weiterhin den ersten Platz. Bei den Angeboten bleibt T-Online mit 27,41 Millionen Unique Usern die Nummer eins, verliert allerdings ebenfalls deutlich.

5. Twitter streamt TV-Debatten zwischen Clinton und Trump

Twitter und Bloomberg machen im US-Präsidentschaftswahlkampf gemeinsame Sache: Wie der Kurzmitteilungsdienst bekanntgab, wird er die von Bloomberg TV ausgestrahlten drei Debatten zwischen den Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump in einem Livestream auf der Plattform zeigen, die erste am kommenden Montag. Es ist der nächste große Streaming-Deal, den Twitter an Land ziehen kann: Seit dieser Saison sind in dem Netzwerk die Donnerstagsspiele der NFL zu sehen.

6. Mobile Marketing Association gründet deutsches Chapter

Die Mobile Marketing Association (MMA) gründet einen deutschen Ableger. Das Chapter startet mit den Gründungsunternehmen Coca-Cola, Google, Facebook, SAP XM, Telefónica Deutschland, Unilever, Smaato und Adsquare. Die MMA Germany will mobilem Marketing so mehr Gehör verschaffen. Das Chapter wird geführt von Mark Wächter, Inhaber der Strategieberatung MWC.Mobi, und Daniel Rieber, VP Marketing bei Adsquare.

7. Public-Affairs-Manager geben der Großen Koalition schlechtere Noten

Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl fällt das Urteil der Verantwortlichen für Public Affairs in Deutschland über die Arbeit der Großen Koalition deutlich schlechter aus als zuletzt. Beurteilten im vorigen Jahr zur Halbzeit der Legislaturperiode noch fast 60 Prozent die Leistung der Regierungsparteien als gut, sind es in diesem Jahr nur noch 43 Prozent. 2 Prozent bescheinigen den Verantwortlichen in Berlin sehr gute Arbeit. Dagegen findet die Hälfte der Befragten die Leistung schlecht, 3 Prozent sogar sehr schlecht.

8. Miriam Meckel ist Keynote-Speakerin beim Deutschen Medienkongress 2017

Die Heftstruktur wurde überarbeitet, Print und Online besser verzahnt und jetzt komm noch der "Wirtschaftswoche Club", der seinen Mitgliedern exklusive Inhalte und ausgiebiges Networking bietet - keine Frage: Miriam Meckel krempelt die "Wirtschaftswoche" als Chefredakteurin erfolgreich um. Beim Deutschen Medienkongress 2017 erklärt Meckel als Keynote-Speakerin, wie sie die Perspektiven der digitalen Kommunikation und die Rolle neuer Technologien einschätzt.


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