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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Wir hoffen, Sie haben die Dmexco-Partys einigermaßen gut überstanden - und liefern Ihnen das beste Mittel, um motiviert in den zweiten Konferenztag zu starten: Hier kommen die wichtigsten Branchennews am Donnerstagmorgen.

1. Die Entscheidung im Opel-Pitch naht - um was es eigentlich geht

Die Agenturausschreibung beim Autobauer Opel geht in die heiße Phase. Diese Woche finden die finalen Präsentationen statt. Voraussichtlich Ende des Monats will die GM-Tochter dann bekanntgeben, mit welchen Werbedienstleistern sie künftig zusammenarbeitet. Dass bereits eine Entscheidung zugunsten einer Doppellösung mit der bisherigen Leadagentur Scholz & Friends und Jung von Matt als neuem Partner gefallen sein soll, bestreitet Opel-Vorstand Tina Müller allerdings vehement. HORIZONT erklärt, um welche Aufgaben es bei der Etatvergabe überhaupt geht.

2. Apple-CEO Tim Cook bevorzugt AR gegenüber VR

Tim Cook hat dem TV-Sender ABC-News ein exklusives Interview gegeben. Darin erklärt der Apple-CEO, dass er Augmented Reality für nützlicher als die ungleich stärker gehypte Virtual-Reality-Technologie hält. Der simple Grund: Während VR die Menschen von der Realität isoliert, wird sie durch AR erweitert. Damit befeuert der 55-Jährige die Gerüchte, Apple  wolle in den Augmented-Reality-Markt vorpreschen - auch wenn der Launch eines entsprechenden Devices noch nicht absehbar ist. Zudem hielt Cook einmal mehr eine Lobrede auf das neue iPhone 7.

3. Snapchat-CSO Imran Khan stichelt auf der Dmexco gegen Facebook

Kaum eine andere Keynote wurde am ersten Dmexco-Tag so stark besucht, wie die von Snapchat-CSO Imran Khan. Doch was die Zuschauer vom US-Amerikaner zu hören bekamen, war eher enttäuschend, weil längst bekannt. Einige Zahlen, die Khan präsentierte, ließen die angereisten Marketing-Experten aber aufhorchen. Und einen Seitenhieb auf die Konkurrenz bei Facebook konnte sich der Manager auch nicht verkneifen.

4. Marketing-Professor Esch kritisiert die Trend- und Interaktions-Getriebenheit der Werbungtreibenden

Verlieren Deutschlands Marketer vor lauter Trendsetting den Blick fürs Wesentliche? Im Interview mit HORIZONT Online bemängelt Franz-Rudolf Esch, einer der bekanntesten Marketing-Professoren der Republik, die "Flut an Buzzwords" und die "große Furcht, nicht up to date zu sein". Die Folge sei, dass Werbungtreibende zu schnell agieren, zu wenig reflektieren und das Dringliche das Wesentliche dominiert.

5. Die Reformpläne der EU-Kommission - und was sie bedeuten

Um die Zeitungsbranche im Internet-Zeitalter zu stärken, will die EU-Kommission Verlegern mehr Rechte an Online-Inhalten geben - und die erhlten damit eine ähnliche Stellung wie Film- oder Musikproduzenten. Die vorgeschlagenen Reformen sollten einen Anreiz für Investitionen geben, erklärte der EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, Günther Oettinger am Mittwoch. Das sind die Vorschläge der EU im Detail.

6. Spotify meldet 40 Millionen Abo-Kunden

Der Streaming-Marktführer Spotify gewinnt im Wettlauf um das Musikgeschäft der Zukunft deutlich schneller zahlende Abo-Kunden als die Nummer zwei Apple. Jetzt durchbrach der schwedische Branchenpionier die Marke von 40 Millionen zahlenden Nutzern, wie Gründer und Chef Daniel Ek am Mittwoch per Twitter mitteilte.

7. Ranking Live-Kommunikation: Avantgarde bleibt die Nummer 1

Die Münchner Agentur Avantgarde bleibt der größte Anbieter für Live-Kommunikation und Kommunikation im Raum im deutschen Markt. In diesen Feldern erzielte die Gruppe 2015 im Inland einen Honorarumsatz von 32,15 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 9 Prozent. Auf Platz 2 landet wie im Vorjahr Vok Dams. Die Wuppertaler Agentur konnte ihren Honorarumsatz um mehr als 13 Prozent auf 31,1 Millionen Euro steigern. Auf Platz 3 liegt unverändert Uniplan in Köln.

8. Edward Snowden startet Begnadigungs-Kampagne

Gerüchte gab es bereits, jetzt macht Edward Snowden ernst: Der amerikanische Whistleblower hat eine Kampagne gestartet mit dem Ziel, von US-Präsident Barack Obama begnadigt zu werden. Dazu hat der 33-Jährige die Website PardonSnowden.org gestartet, auf der Nutzer einen offenen Brief an Obama unterschreiben können, der Straferlass für Snowden einfordert. Zu den Unterstützern der Petition gehören bereits Wikipedia-Grpner Jimmy Wales, Apple-Mitgründer Steve Wozniak und die Schauspieler Daniel Radcliffe, Martin Sheen und Susan Sarandon.
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