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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Einen besonderen Gruß richten wir heute nach Baden-Württemberg, wo am heutigen Donnerstag die Sommerferien beginnen. In Bayern müssen die Schüler noch zwei Tage schwitzen, dann haben alle Bundesländer große Ferien. Allen Glücklichen, die nun in den wohlverdienten Urlaub fahren, wünschen wir viel Spaß und gute Erholung! Wir bleiben für Sie auch in der Ferienzeit am Ball.

1. Facebook verdreifacht Gewinn

Sprudelnde Werbeerlöse haben Facebook im zweiten Quartal einen weiteren Milliarden-Gewinn in die Kassen gespült. Vor allem mit Anzeigen auf Smartphones verdient das größte Online-Netzwerk der Welt prächtig. Die am Mittwoch nach US-Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten deutlich. Von April bis Juni verdreifachte Facebook den Gewinn im Jahresvergleich beinahe von 719 Millionen auf 2,1 Milliarden Dollar (derzeit etwa 1,9 Mrd Euro).

2. Türkei schließt 45 Zeitungen und 16 TV-Sender

Die türkische Regierung geht weiter hart gegen vermeintliche Staatsfeinde vor. Sie habe die Schließung von drei Nachrichtenagenturen, 16 Fernseh-Sendern, 23 Radio-Stationen und 45 Zeitungen angeordnet, meldete die staatliche Agentur Anadolu am Mittwoch. Außerdem wurden 47 Journalisten der auflagenstarken Tageszeitung "Zaman" zur Fahndung ausgeschrieben.

3. Fast 90 Prozent der Unister-Mitarbeiter von Insolvenz betroffen

Von der Insolvenz beim Leipziger Internetunternehmen Unister sind bereits fast 90 Prozent der insgesamt gut 1000 Beschäftigten betroffen. Nach Insolvenzanträgen der Unister Factory GmbH - die Buchungsdienstleistungen in der Gruppe übernimmt - und dem unternehmenseigenen Call-Center am Freitag vergangener Woche sei die Zahl der betroffenen Mitarbeiter um 213 auf nun insgesamt 889 gestiegen, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters Lucas Flöther am Mittwoch.

4. Beratungschef Stephen Kimpel bestätigt Ausstieg bei Ogilvy Berlin

Angedeutet hatte es sich bereits Anfang Juli, jetzt ist es offiziell: Neben Co-Kreativchefin Birgit van den Valentyn verliert das Berliner Büro von Ogilvy & Mather auch Beratungschef Stephen Kimpel. Kimpel bestätigt auf Anfrage, dass er seinen Vertrag gekündigt hat und die WPP-Tochter verlassen wird. Er hat sich offenbar mit Deutschland-Chef Ulrich Klenke entzweit.

5. Google zur DNI: "Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt"

Seit April 2015 manifestiert sich das freundliche Gesicht Googles in einem eigenen Projekt: der Digital News Initiative (DNI). Über 160 Partner konnte der Internetkonzern bisher von den Vorteilen einer Zusammenarbeit überzeugen - und hat auch selbst profitiert: "Wir haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und wissen, dass wir unsere Art der Zusammenarbeit gerade im Bereich des Journalismus anders angehen müssen", sagt Google-Manager Gerrit Rabenstein im Interview mit HORIZONT.

6. Gehälter von Zeitschriftenredakteuren steigen um 3,1 Prozent

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger VDZ und die Verbände DJV und Verdi haben sich am Mittwoch in der dritten Verhandlungsrunde auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 9000 Zeitschriftenredakteure in Deutschland geeingt. Dieser sieht vor, dass die Gehälter zum 1. September um 1,5 Prozent und am 1. September 2017 um weitere 1,6 Prozent angehoben werden. Der neue Gehaltstarifvertrag hat eine Laufzeit bis 30. April 2018.

7. Sportfans tummeln sich auf Youtube

Immer mehr Sportbegeisterte nutzen Youtube, um sich über sportliche Megaereignisse wie die Olympischen Spiele zu informieren. Laut einer Analyse von Ipsos Connect wurden allein im letzten Jahr umgerechnet mehr als 23.000 Jahre Sport-Content auf der Plattform geschaut. Nach den Ergebnissen der Studie schauen sich auf Youtube 65 Prozent der Sportinteressierten Videos rund um das Thema Olympia auch in den Tagen vor und nach den Wettkämpfen an.

8. Warum sich Start-ups mit der Region Rhein-Main schwertun

Das Rhein-Main-Gebiet gilt hierzulande neben Berlin, Hamburg und München als einer der großen Start-up-Hotspots, nicht zuletzt wegen des starken Finanzstandorts Frankfurt. Doch wo schöpft die Region in Sachen Gründerszene eigentlich ihr Potenzial aus und wo herrscht noch Nachholbedarf? Diese Fragen hat der Fachbereich Gründung & Innovation des RKW Kompetenzzentrums in einer aktuellen Studie untersucht. Eine Erkenntnis: Berlin ist als Gründer-Ökosystem kaum mehr einzuholen.

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