HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Das Krümelmonster ist am Flughafen Dresden notgelandet. An einer Landebahn wurde eine an Luftballons befestigte Krümelmonster-Puppe gefunden, der offenbar die Luft ausgegangen ist. Das Social-Media-Team des Flughafens sucht nun per Twitter nach dem Besitzer - und bekam dafür viel Resonanz in den Medien. Was heute Morgen sonst noch wichtig ist, lesen Sie in unseren Top-News am Morgen.

1. Weitere Unister-Tochter meldet Insolvenz an

Nach der Insolvenz des Internetunternehmens Unister könnten bis zu 14.000 Reisekunden die Auswirkungen zu spüren bekommen. Probleme gebe es demnach mit Reise-Gutscheinen, die vor dem 20. Juli von einem Tochterunternehmen der insolventen Unister Travel, der U-Deals GmbH, erworben wurden. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Donnerstag mit. Grund für die Probleme ist die Insolvenz der wichtigen Reisetochter Unister Travel Betriebsgesellschaft. Unter deren Dach sind die Reisegeschäfte des Unternehmens gebündelt - darunter auch die Betreiberfirma von Ab-in-den-urlaub.de.

2. Wieso Burda Forward sein Digitalgeschäft umkrempelt

Steigende Adblocker-Raten, lange Ladezeiten, unzufriedene Kunden: Der Online-Werbemarkt ist im Umbruch. Die nervigsten Banner haben Tanja zu Waldeck und Martin Lütgenau, Geschäftsführer von Burda Forward, deshalb schon aus dem Portfolio geschmissen, sogar die Website des „Focus“ wird umgebaut. Jetzt soll das Geschäft mit Branded Content weiter wachsen. Über eine Self-Publishing-Lösung können Kunden künftig direkt auf die Burda-Sites zugreifen, kündigt die Doppelspitze im Interview mit HORIZONT an.

3. Paypal tut sich mit Visa zusammen

Der Online-Bezahldienst Paypal kooperiert mit dem Kreditkartenunternehmen Visa. Das teilte das Unternehmen in der Nacht auf Freitag mit. Kunden könnten ihre Paypal-Konten damit künftig einfacher im Einzelhandel einsetzen. Der Schulterschluss der beiden Branchenriesen ist nach Einschätzung von Experten auch eine Reaktion auf die Pläne für die digitalen Brieftaschen von Apple und Google.

4. Bauer befürchtet Print-Werbeminus durch TV-Liberalisierung

Gegen den neuen Richtlinienentwurf der EU-Kommission für audiovisuelle Mediendienste (AVMD) regt sich Widerstand. Nach dem Gemurre der kleinen Sender, die eine Stärkung des TV-Duopols aus RTL-Gruppe und Pro Sieben Sat 1 befürchten, geht nun die Bauer Media Group für das Verlagslager auf die Lobby-Barrikaden. "Mit dem Wegfall der 12-Minuten-Regel würde zusätzliches Werbegeld in die attraktive TV-Primetime fließen", prognostiziert Bauer-Konzerngeschäftsleiter Jörg Hausendorf.

5. Birkenstock stoppt Verkauf bei Amazon in den USA

Birkenstock tritt auf die Bremse: Weil immer mehr Fälschungen im Umlauf sind, stoppt der Schuhhersteller den Verkauf seiner Produkte auf der Amazon-Plattform in den USA. Das Unternehmen bestätigte am Donnerstag einen Bericht des US-Nachrichtenportals CNBC.com, wonach der Verkauf mit Beginn des kommenden Jahres eingestellt wird. Die Amazon-Plattform in Europa ist nicht betroffen.

6. Kunden und Agenturen fordern Reform der Agof

Der Mediaagenturverband OMG und der Kundenverband OWM fordern eine Reform bei der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof). "Die Agof Next ist längst überfällig. Dass es hier immer weitere Verzögerungen gibt, entspricht nicht unseren Erwartungen", sagt Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer der Organisation der Mediaagenturen (OMG), im Interview mit HORIZONT.

7. Wie Google die Zukunft des Journalismus finanziert

Die Google Digital News Initiative (DNI) fördert innovative journalistische Projekte. Darunter ist auch das Hamburger Unternehmen Datenfreunde, das mit xMinutes den Vertrieb und die Auslieferung von News im Zeitalter von Sensoren, Smartphones und Smart Homes neu erfinden möchte. In einem Gastbeitrag für HORIZONT erläutert Marco Maas, Gründer und Inhaber der Datenfreunde, den Weg zur Förderung und ihre Bedingungen.

8. Edward Snowden entwickelt Datenschutz-Handyhülle

Der Whistleblower Edward Snowden will gemeinsam mit einem US-Hacker eine Schutzhülle für Smartphones entwickeln, die den Besitzer warnt, wenn heimlich Daten gesendet werden. Journalisten könnten so zum Beispiel prüfen, ob ihr Handy gehackt wurde. Das gab der in Russland lebende Snowden gestern per Twitter bekannt. Ob das Gerät in Serie geht, hängt von der Finanzierung ab.



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