HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Facebooks Instant Articles, Zeit Online, Yahoo und die deutschen Best Brands 2016 - die Nachrichtenlage hat an diesem Donnerstagmorgen einiges zu bieten. Wir liefern wie gewohnt alles kompakt gebündelt in HORIZONT Vor 9.

1. Facebook öffnet Instant Articles für alle Publisher weltweit

Ab dem 12. April - dem Tag der jährlichen Entwicklerkonferenz F8 - gibt Facebook allen Verlagen weltweit die Möglichkeit, Texte als Instant Articles in dem sozialen Netzwerk zu veröffentlichen. Das kündigte das Unternehmen am Mittwoch an. Ab diesem Zeitpunkt werde jeder Publisher unabhängig von Größe und Standort multimediale Artikel zum mobilen Lesen auf Smartphone oder Tablet über die Plattform anbieten können. In Deutschland war Instant Articles im letzten Jahr mit den Testkunden Bild.de, Zeit Online und Spiegel Online gestartet.

2. Zeit Online will Paid Content einführen

Zeit zum Zahlen: Zeit Online steht vor einem grundlegenden Strategiewechsel. Spätestens im Herbst will das Portal Paid Content einführen. "Wir möchten unseren Lesern ab jetzt signalisieren, dass auch online ein Journalismus stattfindet, der nicht allein durch Werbung zu finanzieren ist - und der auch Geld wert ist", so Geschäftsführer Rainer Esser. Grund für die späte Abkehr von der Alles-Gratis-Unkultur ist das abflachende Online-Werbeplus.

3. Porsche, Nivea, WMF und Amazon sind die Best Brands 2016

Vor 600 Gästen aus Wirtschaft, Handel und Medien hat Serviceplan gestern zum 13. Mal die "Best Brands" aus Deutschland gekürt. Die großen Gewinner im Bayerischen Hof in München hießen diesmal Porsche (Beste Unternehmensmarke), Nivea (Beste Produktmarke), WMF (Beste Wachstumsmarke) und Amazon (Wachstumsstärkste E-Commerce-Marke).

4. Nachfrage für Werber auf dem Arbeitsmarkt steigt

Gute Zeiten für Werbefachleute: 18 Prozent mehr Stellenangebote haben die Arbeitgeber der Werbebranche im vergangenen Jahr ausgeschrieben, allen voran die Agenturen, auf deren Konto 83,3 Prozent der Jobofferten gehen. Besonders Account Manager, Texter und Konzeptioner sind gefragter denn je. Das ist das Ergebnis der aktuellen Arbeitsmarktanalyse des Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW).

5. Yahoo stellt sieben Digitalmagazine ein

Der kriselnde Internet-Konzern Yahoo schafft sieben seiner elf Digitalmagazine ab. Wie Chefredakteurin Martha Nelson am Mittwoch im Unternehmensblog mitteilte, sind von der Maßnahme "Yahoo Food", "Yahoo Health" und "Yahoo Parenting" sowie "Yahoo Makers", "Yahoo Travel", "Yahoo Autos" und "Yahoo Real Estate" betroffen. Hintergrund der Einstellung der Magazine sei, dass man sich künftig mehr auf die vier erfolgreichsten Bereiche News, Sport, Finanzen und Lifestyle konzentrieren wolle.

6. Twitter startet GIF-Suche

Wie Twitter in seinem offiziellen Blog bekannt gibt, führt der Kurznachrichtendienst die GIF-Suche ein. Ab sofort können Nutzer bei der Erstellung von Tweets oder Direktnachrichten eine eigene Bibliothek für die Grafiken, die aus mehreren Einzelnbildern bestehen, durchsuchen. So soll das Teilen von GIFs noch einfacher gemacht werden. Laut Twitter wurde allein im letzten Jahr mehr als 100 Millionen GIFs in dem Netzwerk geteilt.

7. Internetnutzer sind besser über nutzungsbasierte Onlinewerbung aufgeklärt

Die deutschen Internetnutzer wissen über die Möglichkeiten zur Steuerung nutzungsbasierter Onlinewerbung besser Bescheid als noch vor zwei Jahren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die der Deutsche Datenschutzrat Online-Werbung (DDOW) nach seiner letzten Aufklärungskampagne im vergangenen Herbst nun veröffentlicht hat. Danach stieg die Zahl der Personen, die mit dem eingesetzten blauen Piktogramm vertraut waren, auf 35 Prozent. Bei der letzten Untersuchung 2013 waren es nur 26 Prozent.

8. Hessen nutzen soziale Netzwerke am häufigsten

Erbarme, die Hesse komme: 86 Prozent der Hessen mit Internet-Zugang nutzen laut aktuellem Social-Media-Atlas von Faktenkontor die sozialen Netzwerke - so viel wie in keinem anderen Bundesland. Während Hessen von Platz 11 auf die Spitzenposition sprang, stürzte Berlin im Vergleich zum letzten Ranking von Rang 1 auf 6 ab.


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