Social-Media-Fails

Das waren die peinlichsten Influencer-Werbeposts des Jahres

Bifi muss mit - aber auch ind er Badewanne?
© Screenshot Instagram / donnaxadrienne
Bifi muss mit - aber auch ind er Badewanne?
Influencer Marketing professionalisiert sich und ist in vielen Unternehmen fester Bestandteil des Media-Mixes. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass die Social-Media-Stars mit ihren Produktplatzierungen in Fettnäpfchen treten und die Produkte so gar nicht in die abgebildete Umgebung oder zur Pose passen. Facebook- und Twitter-Accounts wie "Perlen des Influencer Marketings" oder "Failfluencers" greifen solche Werbe-Pannen regelmäßig auf. HORIZONT Online hat das Instagram-Archiv durchsucht und präsentiert die peinlichsten Werbeposts des Jahres.

1.

Bifi

Bifi muss mit - aber auch ind er Badewanne?
© Screenshot Instagram / donnaxadrienne
Bifi muss mit - aber auch ind er Badewanne?
Kaum ist das Bifi-Posting der Studentin Donna Adrienne in der Versenkung verschwunden (Account wurde privat gestellt) und in Vergessenheit geraten, holt es HORIZONT Online zum Jahresende noch einmal hervor. Denn die fragwürdige Badewannen-Inszenierung der Salamis durch die Instagrammerin war Anfang 2018 der Influencer-Marketing-GAU schlechthin. Auch, wenn die Marke sich im Nachhinein von dem Posting zu distanzieren versuchte. Laut Bifi handelte es sich nicht um eine bezahlte Partnerschaft, man sei von der Social-Media-Userin angeschrieben worden und habe ihr Produkt-Samples zur Verfügung gestellt. Die Influencerin habe den Post dementsprechend eigenverantwortlich erstellt und stehe nicht in Zusammenhang mit einer Markenstrategie. Und auch die Influencerin stellte später klar, dass der Beitrag nicht ernst gemeint sei, sondern sie damit das Influencer Marketing auf die Schippe nehmen wollte. Es half aber alles nichts: Das Kind war in den Brunnen gefallen - und der Post bleibt noch immer im Gedächtnis.  

2.

Milka

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Ein Beitrag geteilt von Farina Opoku (@novalanalove) am

Im vergangenen Jahr heimste sich die Waschmittelmarke Coral wohl den größten Influencer-Marketing-Shitstorm ein, den es so noch nie zuvor in Deutschland gab. Die Kampagne wird noch heute regelmäßig als Worst Case präsentiert. Grund waren suboptimale und sehr unauthentische Produktplatzierungen der beteiligten Influencer. Bereits kurz danach, Anfang 2018, legte Milka nach. Auch bei dieser Kampagne gab es viele Werbebeiträge, auf denen die Schokolade nicht wirklich gut ins Bild passte. So hält Bloggerin Farina Opoku alias Novalanalove in Sommerkleidung an einem sichtlich warmen Tag eine lila Tafel in der Hand - und wir alle wissen, was mit Schokolade bei Wärme passiert. Auch das Umarmungs-Foto von GZSZ-Schauspielerin Valentina Pahde wirkt nicht so recht authentisch, die Schokolade hat sich ganz offensichtlich gewollt ins Bild geschlichen.


3.

Adidas

In den vorherigen Werbefails kann man die fragwürdigen Produktplatzierungen den Influencern ankreiden, selbst, wenn das Unternehmen sie durchgewunken hat. In diesem Fall macht sich der Werbungtreibende Adidas allerdings direkt angreifbar. Auf Twitter sorgte der Screenshot einer Instagram-Story für Wirbel, in der der kroatische VfB-Stuttgart-Spieler Borna Sosa sich bei Adidas für die Zusendung eines Fifa-Spiels bedankt. So weit, so gut. Allerdings hat der Fußballer den zugesandten Brief mit auf dem Bild inszeniert. Und darin bitten zwei Manager den Profi-Spieler darum, ein Foto von sich beim Spielen zu posten - aber nicht zu erwähnen, dass er das Game geschenkt bekommen hat. Gerade in Anbetracht der noch immer währenden Debatte um korrekte Werbekennzeichnung ein No-Go.

4.

Oral B

Auch die Kampagne von Oral B hat in den sozialen Medien für Aufsehen und Spott gesorgt. Zugegeben, Zahnbürsten sind kein attraktives Produkt, das sich so leicht wie Schminke oder Tee in Szene setzen lässt. Allerdings haben sie im Pool, am Meer und im Bett nun wirklich nichts zu suchen.

5.

McDonald's oder Mercedes?

Etwas unklar ist, für welche Marke die Instagrammerin Neelejay in ihrem Posting Werbung macht. Dem Beitragstext zufolge handelt es sich um eine Kooperation mit Mercedes - auf dem zugehörigen Foto fallen allerdings hauptsächlich etliche Produkte von McDonald's auf, die die 22-Jährige im Auto platziert hat. Pikant an der Zusammenarbeit ist aber noch ein weiteres Detail: In zahlreichen anderen Postings macht die Influencerin für einen anderen Auto-Hersteller Werbung - und posiert wahlweise in oder auf einem BMW. Bleibt der Mercedes-Werbepost da noch glaubwürdig?

6.

Olimp

Leider fallen auch viele Produktplatzierungen für die Fitness-Suplement-Firma Olimp eher plump aus. Wahlweise stellt sich die Frage nach der Authentizität - Kuscheln mit den Nahrungsergänzungsmitteln im Bett? - und der Inszenierung an sich. Der Influencer Marcel Feber posiert zum Beispiel vor seinem Mercedes und hält das Produkt von Olimp in der Kamera - und schreibt sogar im zugehörigen Text über beide beworbenen Marken. Die Entscheidung für eine wäre vielleicht besser gewesen.

7.

Daniel Wellington

Die Uhrenmarke Daniel Wellington ist durch Influencer Marketing bekannt geworden und noch immer sehr aktiv im Netz. Doch bei den zahlreichen Kooperationen scheint des Öfteren auch mal etwas durchzurutschen. Oder wie erklärt man sich ein Pferd mit einer Armbanduhr? Oder Uhrenwerbung mit Sushi?

8.

Dyson

Auch bei der Inszenierung der 300-Euro-Föne von Dyson Hair geht manchmal etwas daneben. Aber das soll nicht heißen, dass die Influencer dabei nicht besonders kreativ wären...

Zusammengestellt von Katharina Brecht
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