#ZSMMN, #fedidwgugl & Co

Wenn der Hashtag zum Bashtag wird

Torhüter Marc-Andre ter Stegen schreibt den Kampagnen-Hashtag auf einen Torpfosten
© DFB
Torhüter Marc-Andre ter Stegen schreibt den Kampagnen-Hashtag auf einen Torpfosten
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Der DFB ruft seine Anhänger neuerdings dazu auf, sich mit dem Hashtag #ZSMMN an der aktuellen WM-Kampagne zu beteiligen, erntet für den vokallosen Neologismus im Netz allerdings viel Spott und Häme. Der Deutsche Fußballbund ist freilich nicht die erste Marke, die in dieses Social-Media-Fettnäpfchen tritt und den Hashtag unfreiwillig zum Bashtag avancieren lässt. Eine kleine Übersicht der kuriosesten Bashtags.

1.

CDU mit #fedidwgugl

Dass Wahlkampf im Netz beziehungsweise in sozialen Medien wichtiger ist als je zuvor, merkt man allein schon daran, dass selbst die CDU für ihren Bundestagswahlkampf 2017 auf einen Hashtag setzte: #fedidwgugl ("Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben"). Allerdings war dieser so unglücklich gewählt, dass er auf Twitter und Co zurecht spöttische Kommentare provozierte. Ausgedacht hatte sich den Hashtag übrigens Jung von Matt.

2.

McDonald's mit #McDStories

Eigentlich hatte der Fastfoodriese McDonald's vor, mit einer Hashtag-Kampagne namens #MCDStories sein Image aufzupolieren. Die Idee: Fastfoodfans sollen auf Social Media interessante Hintergrundgeschichten über ihren Besuch bei der Burgerkette posten. Doch die Aktion war ein gefundenes Fressen für zahlreiche Restaurantbesucher und McDonald's-Kritiker, die unter dem Hashtag ihre Abneigung gegen McDonald's preisgaben. Die Imagekampagne mutierte zum PR-Desaster und wurde vorzeitig beendet.

3.

Nestlé mit #FragNestlé

Was als vorausschauende Marketingaktion geplant war, ging für Nestlé im Herbst 2015 ordentlich nach hinten los: Im Vorfeld einer kritischen ARD-Dokumentation über die Machenschaften des Nahrungsmittelkonzerns kaufte sich Nestlé auf Twitter den Hashtag #FragNestlé und versuchte das Meinungsklima im sozialen Netzwerk möglichst positiv zu beeinflussen, indem die Fragen der User beantwortet werden. Fragen kamen zuhauf - allerdings ziemlich bissige.

4.

Coral mit #Coralliebtdeinekleidung

Die Coral-Kampagne #Coralliebtdeinekleidung aus dem vergangenen Jahr kann getrost als Musterbeispiel für katastrophales Influencer-Marketing herangezogen werden. Die Waschmittelmarke beauftragte reichweitenstarke Social-Media-Bekanntheiten damit, sich mit einer Coral-Flasche auf Instagram abzulichten. Die taten das dann auch - allerdings auf ziemlich plumpe Art und Weise, etwa vor einem Müllsack, einem knallbunten Graffiti oder auf dem Bett liegend (hier ein paar Impressionen). Die Netzgemeinde reagierte prompt mit veralbernden Postings. Die Werbeaktion ging nach hinten los und gilt heute als abschreckendes Bashtag-Paradebeispiel.

5.

DFB mit #ZSMMN

Das Wort "Zusammen" war den DFB-Marketingverantwortlichen bei der Suche nach einem Kampagnen-Hashtag für die WM 2018 in Russland wohl zu uncool. Was also tun? Na klar, einfach die Vokale weglassen und geboren ist ein hipper Hashtag - dachte sich offensichtlich ein Social-Media-Experte in der Runde. Dass die DFB-Kampagne nicht alle Anhänger für die WM motiviert und für viel Spott ernten würde, war abzusehen. Viele Fans auf Twitter zeigen sich angesichts des Hashtags belustigt.



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