Fußball-WM 2018

Das sind die besten Kampagnen zum Sportereignis des Jahres

Einer der besten WM-Spots in diesem Jahr kommt von Budweiser
Budweiser
Einer der besten WM-Spots in diesem Jahr kommt von Budweiser
Themenseiten zu diesem Artikel:
Nur noch eine Woche bis zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Inzwischen haben die meisten Sponsoren ihre Kampagnen gestartet - doch auch einige Ambush Marketer wollen auf den WM-Zug aufspringen. HORIZONT Online präsentiert an dieser Stelle WM-Kampagnen, die besondere Beachtung verdient haben.

1.

Beats by Dre: The Defiant One Mixtape Vol. I

Beats by Dre hat bereits zur WM 2014 bewiesen, wie viel man von Storytelling versteht. Auch 2018 tut sich die Apple-Tochter, die nicht zu den WM-Sponsoren gehört, wieder als Ambush-Marketer hervor und hat einen mit Fußballstars gespickten Spot produziert. Etwas weniger emotional diesmal, aber nicht minder beeindruckend.

Produktion: Independent Films
Regie: Guy Ritchie

2.

Budweiser: #LightUpTheWorldCup

Budweiser, einer der Fifa-Sponsoren für das WM-Turnier, lässt in diesem Jahr eine Drohnen-Schwadron los: Die kleinen Fluggeräte begeben sich auf eine Reise vom Bud-Hauptquartier über die ganze Welt zu einem Stadion in Russland, um die jubelnde Menge in einem Stadion mit kühlem Bier zu versorgen.

Kreation: Anomaly

3.

Adidas: Creativity is the Answer 

Gleich 56 Markenbotschafter fährt Adidas auf, um seiner WM-Kampagne ordentlich Punch zu verleihen. Das Testimonial-Feuerwerk ist rasant, mitreißend und macht Bock aufs Kicken - manch ein Zuschauer dürfte von der Machart des Spots und den vielen bekannten Gesichtern aber auch überfordert sein.

Kreation: 72andsunny Amsterdam

4.

Nike: Hat Brasilien was es zum Titel braucht?

Bei der Heim-WM 2014 war für Brasilien bekantlich im Halbfinale gegen Deutschland Schluss. Das niederschmetternde 1:7 der Selecao gegen den späteren Weltmeister wirkt bis heute nach. Ausrüster Nike fragt deswegen in einem Spot: Hat Brasilien, was es braucht, um wieder ganz vorne mit dabei zu sein? Die Antwort dürfte aus der Geschichte, die der Spot erzählt, deutlich werden. Dabei greift der US-Sportartikler auch eine legendäre Kampagne aus dem Jahr 1998 auf.

Kreation: Wieden + Kennedy Sao Paulo

5.

Edeka: Die (gar nicht mal so traurige) Geschichte von Neurundland" 2018

Edeka liefert mit der Geschichte der tragisch-untragischen Fußballnation Neurundland sicher einen der lustigsten WM-Auftritte des Jahres - und ist damit neben Nike auch einer der kreativsten Ambush Marketer. Denn zum Sponsorenpool des DFB gehört Konkurrent Rewe. Der ist zwar ebenfalls mit einer eigenen WM-Kampagne unterwegs. In kreativer Hinsicht kann die aber nicht mit Edekas Neurundland-Saga mithalten.

Kreation: Jung von Matt

6.

Visa: Everywhere you want to be

Mit Zlatan Ibrahimovic hat sich Visa wohl einen der schwierigsten Markenbotschafter aus dem Weltfußball geschnappt, ist der Schwede doch für seine extrovertierte und aneckende Art bekannt. Im WM-Spot des Finanzdienstleisters darf Ibrahimovic ganz er selbst sein - die Marke Visa und ihr zentrales Versprechen werden trotzdem transportiert.

Kreation: Abbot Mead Vickers BBDO

7.

Samsung: Mario's Goals 2018

Mario Götze ist sicher eine der tragischsten Figuren des deutschen Fußballs der vergangenen vier Jahre. Der WM-Finaltorschütze von 2014 hat danach die hohen in ihn gesteckten Erwartungen nie wirklich erfüllen können. Umso beeindruckender ist es, wie der 26-Jährige im Spot des neuen DFB-Sponsors Samsung seine Niederlagen thematisiert.

Kreation: Cheil Germany

8.

Coca-Cola: Mach dich bereit

Im Zentrum der WM-Kampagne von Coca-Cola steht das Wort Leidenschaft. Dabei greift der Getränkekonzern eine ähnliche Idee wie Visa auf: Die Angst der Fans, einen wichtigen Moment des Spiels zu verpassen ("Fear of Missing Out"). In einem weiteren Spot bereiten Mitarbeiter von Coca-Cola die legendäre Coke-Flasche auf ihren Einsatz bei der WM vor.

Kreation: Mercado McCann

9.

Qatar Airways: Dancing in the Street

Für Qatar Airways ist es die erste WM-Kampagne als offizieller Sponsor der Fifa. Für den äußerst musikalischen Auftritt hat die Golf-Airline die Sängerin Nicole Scherzinger ("Pussycat Dolls") verpflichtet. In dem Musikvideo tanzen Menschen durch Straßen, Büros und Wohnzimmer - und sogar im Flugzeug spielen einige Szenen. Damit wäre die Brücke zum Kernprodukt geschlagen. Doch es wird deutlich, dass sich die Qataris im WM-Umfeld eher als Muntermacher den als Mobilitäsdienstleister positionieren wollen.

Kreation: 180 Kingsday

10.

Mercedes-Benz: Best Never Rest

Die WM-Kampagne von Mercedes-Benz verdient schon aus einem ganz einfachen Grund Beachtung: Es ist die letzte des Autobauers als offizieller Sponsor des Deutschen Fußball-Bundes. Das wegen des fehlenden Artikels bislang viel gescholtene Motto des Auftritts "Best Never Rest" dürfte nicht nur eine Aufforderung für die deutsche Nationalmannschaft sein. Auch Mercedes-Benz sollte sich nicht ausruhen - besonders, weil mit dem DFB-Sponsoring künftig ein wichtiges Asset fehlt.

Kreation: Antoni Garage

11.

McDonald's: Ja zu was wir lieben

McDonald's muss sich oft den Vorwurf gefallen lassen, durch seine Sport-Sponsorings zu kaschieren, dass die eigene Produktpalette nicht gerade in die Kategorie Sportlernährung fällt. Sich gesellschaftlichen Themen anzunehmen, kann da möglicherweise so manches erregte Gemüt besänftigen. Im diesjährigen WM-Spot setzt McDonald's auf Volkerverständigung und ein klares Nein zu Rassismus. Nationalspieler Jerome Boateng wirkt dabei als Kampagnenbotschafter.

Kreation: Leo's Thjnk Tank

12.

Lufthansa: In Memoriam

Diese Kirche steht tatsächlich in Kiew - und nicht in Moskau. Weil sich Zuschauer darüber beschwerten, zog die Lufthansa den Spot zurück
Diese Kirche steht tatsächlich in Kiew - und nicht in Moskau. Weil sich Zuschauer darüber beschwerten, zog die Lufthansa den Spot zurück (© Lufthansa)
In diese Aufzählung hätte mit Sicherheit auch der WM-Spot der Lufthansa gehört. Weil der offizielle Airline-Partner des DFB darin Moskau zeigen wollte, tatsächlich jedoch Kiew zu sehen war, wurde der Spot zurückgezogen. Wie das Unternehmen erklärt, wird es auch keinen Nachfolger geben.

stats