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Meine Top 5 Virals

Donnerstag, 28. August 2014
Mit "Who tagged Air Force One" landete David Droga einen großen Viral-Erfolg
© Ecko Unltd
Mit "Who tagged Air Force One" landete David Droga einen großen Viral-Erfolg
Florian Meimberg gehört zu den bekanntesten Werbefilmern Deutschlands. Der Macher des mit dem Grimmepreis ausgezeichneten Twitter-Projekts "Tiny Tales" hat 14 Jahre lang als Art Director und Creative Director für globale Networks gearbeitet. Inzwischen hat er sich als Regisseur von Commercials, Virals, Dokus, Webisodes und Musikvideos einen Namen gemacht. In HORIZONT Online stellt Meimberg exklusiv seine Top 5 Virals vor.

1.

DROGA5: „Who tagged Air Force One?“

David Drogas furioser Viral-Stunt eroberte über Nacht die internationalen Primetime-News. Um die Graffiti-Herkunft des Modelabels Ecko Unltd. in den kommunikativen Fokus zu rücken, produzierte die Agentur ein wackeliges Handy-Video, in dem vermummte Sprayer die Boeing des US-Präsidenten mit einem kryptischen Tag versehen. Der Film entpuppte sich als Hoax. Und verhalf der Fashion-Marke zu weltweiter Bekanntheit. Wohl niemals zuvor erwirkte ein Werbefilm eine offizielle Stellungnahme des Pentagon.




2.

Lonelygirl15

Die Geburtsstätte der fiktionalen Webserie ist ein amerikanisches Kinderzimmer. Als „lonelygirl15“ sendet eine hübsche Teenagerin scheue Webcam-Videos hinaus in die Welt. Das Mädchen erzählt der rasant wachsenden Fanschar von ihren persönlichen Dramen zwischen Mathearbeit und Liebeskummer. Und von einer obskuren Sekte, der ihre strengen Eltern angehören. Als sich ein halbes Jahr später das Mädchen als gecastete Schauspielerin enttarnt, gewinnt die Geschichte erst richtig an Fahrt. Lonelygirl15 hat die Herzen der Zuschauer erobert und läuft fortan als erfolgreiche Webserie über mehrere Staffeln. Es folgen Spin-Offs und Marken-Kooperationen. Die Schöpfer des Originalformats entwickeln heute erfolgreich Serienkonzepte und Web-Content.




3.

TrueMove H: „Giving“

Ein Mini-Spielfilm, der Millionen zu Tränen rührte. Der dicht inszenierte Dreiminüter der Thailändischen Telefongesellschaft TrueMove H erzählt die bewegende Lebensgeschichte eines kleinen Jungen. Die emotionale Wucht des finalen Story-Twists trifft mitten ins Herz. Und beweist einmal mehr: Universelle menschliche Werte machen uns alle zu einer kollektiven Zielgruppe.



4.

Blendtec: „Will it blend?“

Der Viral-Gigant unter den Youtube-Kampagnen. Seit nunmehr 7 Jahren stellt Firmengründer Tom Dickson in seinen trashigen Infomercials die immergleiche Frage: „Will it blend?“ Gnadenlos wird in den robusen Küchenmixern alles zu Staub zermalmt, was der kauzige Seitenscheitelträger in die Kunststoffzylinder seiner Produkte presst: Glasmurmeln, Turnschuhe, Glühbirnen, iPads. Bis heute genießt die Filmreihe einen ungebrochenen Kultstatus.



5.

Dove: „Real Beauty Sketches“

Nur 2 Prozent der deutschen Frauen würden sich selbst als „schön“ bezeichnen. Diese bedauerliche Erkenntnis ist die Basis für einen hochemotionalen Kurzfilm, der binnen weniger Wochen das Web flutete. Die Mutter aller „Social Experiments“ hält den Frauen sprichwörtlich einen Spiegel vor. Und beweist mit einem kreativ konzipierten Versuchsaufbau, was die Körperpflege-Marke seit Jahren erfolgreich propagiert: „Du bist schöner, als du denkst.“
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