Comeback-Versuch

5 Marken, an denen sich Commodore ein Beispiel nehmen sollte

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Eine Kultmarke aus den 80ern soll zurückkehren
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Eine Kultmarke aus den 80ern soll zurückkehren
Kennen Sie noch den C64? Wenn ja, dann sind Sie wahrscheinlich ein Kind der 80er. Damals durfte die Daddelkiste von Commodore in keinem Haushalt fehlen. Heute kräht kein Hahn mehr danach. Dennoch soll die Marke nun wiederbelebt werden - als Android-Smartphone, wie Spiegel Online berichtet. Das dürfte angesichts der riesigen Konkurrenz nicht wirklich einfach werden. Wir präsentieren eine (nicht ganz ernst gemeinte) Liste von Marken, denen ein Comeback gelungen ist.

1.

Yps

Im vergangenen Jahrtausend war "Yps" Kult, doch dann ging es steil bergab. Im Jahr 2006 wurde das Comicmagazin nach diversen Testausgaben eingestellt. Doch der Zeitschrift, die mit ihren Gimmicks bekannt wurde, gelang dank eines Strategiewechsels ein Comeback: Das "neue", seit Oktober 2012 erhältliche "Yps" richtet sich nicht an Kinder, sondern an die Kinder von damals, die inzwischen 30- bis 45 Jahre alt sind und mit der Zeitschrift groß geworden sind. Seit März 2013 erscheint die Zeitschrift vierteljährlich.


2.

Yes Torty

Der Slogan "Kleine Torte statt vieler Worte", den seinerzeit McCann-Erickson erfand, war in den TV-Werbeblöcken der 90er Jahre dauerpräsent. Doch nachdem diverse Discounter das Nestlé-Küchlein aus dem Sortiment verbannten, war 2003 Schluss. Doch die Geschichte des süßen Törtchens war noch nicht endgültig vorbei. 2011 kam es zur Wiederauferstehung der Marke, die auf dem deutschen Markt mit einer TV-Kampagne der Agentur JWT flankiert wurde. Mögliche Gründe für den Erfolg: Das Küchlein heißt nur noch Yes (ohne "Torty") und ist heute 32 statt 38 Gramm schwer. 

3.

Dolomiti

Dolomiti war in den 70er Jahren am Baggersee der absolute Renner. Kein Wunder: Das in den Nationalfarben Italiens gestaltete Eis mit den Geschmacksrichtungen Zitrone, Himbeere und Waldmeister kostete damals gerade mal 50 Pfennig! Dennoch wurde Dolomiti 1987 nach 14 Jahren aus dem Sortiment genommen. Nach einem gescheiterten Comeback-Versuch im Jahr 1994 brachte Langnese die Marke 2014, unterstützt von einer Kampagne der Agentur Dokyo, wieder zurück ins Kühlregal. Dass der zweite Versuch offensichtlich erfolgreicher war könnte daran liegen, dass Langnese beim "neuen" Dolomiti auf künstliche Farbstoffe und Aromen verzichtet. 


4.

Schiesser 

Vor fünf Jahren war Schiesser so gut wie pleite. Doch die Marke nutzte die Insolvenz für einen Neuanfang. Mit der Aufgabe des unrentablen Lizenzgeschäfts, Einsparungen, der Erschließung neuer Vertriebswege im Internet und einem neuen Markenauftritt kam das Unternehmen auf die Beine und erreichte 2011 wieder die Gewinnzone. Dass die einstigen "Liebestöter" aus Feinripp inzwischen wieder hipp sind, zeigen auch die neuen Shops der Marke, etwa der 2011 eröffnete Flagship-Store in den Hackeschen Höfen in Berlin. 

5.

Heino

Eigentlich war Heinz Georg Kramm alias Heino schon lange weg vom Fenster. Was nicht verwunderlich ist. Immerhin ist der ewig blonde Schlagersänger, der wohl noch nie ohne schwarze Sonnenbrille gesichtet wurde, bereits 76 Jahre alt. Doch nach Jahren in der Versenkung ist Heino zurück. Der Grund: Auf seine alten Tage gelangen dem Sänger mit der Bariton-Stimme gleich zwei Coups in Folge. Der erste war das 
2013 veröffentlichte Album "Mit freundlichen Grüßen", auf dem er deutsche Hiphop- und Rocksongs coverte. 2014 schließlich folgte das Album "Schwarz blüht der Enzian", auf dem er Volkslieder im Metal-Stil neu interpretierte. Das Geheimnis des späten Erfolgs, der Heino auch diverse Auftritte als Testimonial von Smartmobil und bei der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" bescherte, ist nicht schwer zu lüften: So etwas Schräges hätte ihm wohl niemand zugetraut. mas

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