April, April

Über diese Aprilscherze haben wir uns amüsiert

Strato sucht sein Heil im Weltall
© Strato
Strato sucht sein Heil im Weltall
Wie oft wurden Sie heute schon in den April geschickt? Als Journalist hat man es in dieser Hinsicht nicht leicht, können wir Ihnen sagen: Das Mail-Postfach quillt über vor April-Scherzen von Unternehmen. Und auch im Netz schwirren mal bessere, mal schlechtere Scherze umher. HORIZONT Online gibt einen Überblick - natürlich nicht, ohne die Nachrichten gewohnt kompetent einzuordnen...

1.

Tim Cook nimmt sich bedürftiger Apple-Fans an

Apple-Chef Tim Cook
© Apple
Apple-Chef Tim Cook
Vergangene Woche wurde bekannt, dass Tim Cook sein gesamtes Vermögen wohltätigen Zwecken zugute kommen lassen will. Dabei denkt der Apple-CEO offensichtlich auch darüber nach, Fans der Marke finanzielle Hilfe zuteil werden zu lassen: "Wie aus Unternehmenskreisen bekannt wurde, sollen sich auch Fans der Apple-Marke um finanzielle Zuwendungen bewerben können", weiß "Internet World Business" zu berichten. Ganz abwegig ist der Gedanke nicht - immerhin muss man für Apple-Produkte bekannterweise ganz schön tief in die Tasche greifen...


2.

Hans Sarpei wird Moderator des aktuellen Sportstudios

Kämpfer auf dem Platz, Publikumsliebling auf den Rängen, Ikone in den sozialen Medien: Hans Sarpei war als Fußballer ein Ass, und auch nach seiner aktiven Karriere kann den Edelpraktikanten von Jung von Matt/Sports offenbar nichts aufhalten. Nun wird ein Traum für den ehemaligen Nationalspieler Ghanas wahr: Wie das ZDF meldet, übernimmt Sarpei zum Start der neuen Bundesliga-Saison die Moderation des "Aktuellen Sportstudios". Damit dürfte eines klar sein: Versprecher á la "Schalke 05" gehören beim ZDF endgültig der Vergangenheit an.


3.

"Tagesschau" setzt Avatare ein

Das Original: "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers
© NDR/Thorsten Jander
Das Original: "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers
Auch die ARD kann 1. April: Auf der Homepage der "Tagesschau" verkündet die Sendeanstalt, dass digitale Avatare bei der Nachrichtensendung künftig für mehr Flexibilität sorgen sollen. "Diese werden von unseren bekannten Sprechern synchronisiert, können aber im Notfall auch direkt aus dem Redaktionssystem mit den Texten bestückt werden, die dann von einem Sprachsynthesizer gelesen werden.", zitiert die ARD die Digital-Chefin der Tagesschau Christiane Krogmann. Wir können uns schon die Reaktionen in den sozialen Medien ausmalen: "Ach, das waren bisher echte Menschen...?"


4.

Vermeintliches Werbe-Aus bei ARD und ZDF

Der neue Rundfunkbeitrag führt zu Mehreinnahmen in Milliardenhöhe
© Marek Gottschalk/Fotolia
Der neue Rundfunkbeitrag führt zu Mehreinnahmen in Milliardenhöhe
Es wäre HORIZONT wahrscheinlich eine Push-Nachricht wert gewesen - wenn es denn ernst gemeint wäre: Der kryptische Absender wohl-ein@bisschen-verkalkuliert.de verschickte heute die Mitteilung, dass ARD und ZDF aufgrund der Mehreinnahmen durch den Rundfunkbeitrag künftig auf Werbung verzichten, während bei den Privaten über eine Reduzierung der Werbung nachgedacht werde. Folgt man allerdings dem Link unter der Mail, landet man auf einer Seite der Mediaagentur Crossmedia. Dort nutzt Geschäftsführer Markus Biermann den Aprilscherz, um sein Anliegen vorzubringen: "Es drängt sich die Frage auf, warum vor dem Hintergrund des GEZ-Geldsegens ausgerechnet die werbetreibende Industrie als Leidtragende für das fehlende Kostenbewusstsein der Öffentlich-Rechtlichen bestraft wird."

5.

Suchmaschine für NSA-Datenbank

In den Suchoptionen bei Metager gibt es die Schaltfläche "NSA-Akten"
© Screenshot metager.de
In den Suchoptionen bei Metager gibt es die Schaltfläche "NSA-Akten"
Es ist zu interessant, um wahr zu sein: Der Verein SUMA EV will eine Suchmaschine entwickelt haben, welche die direkte Suche in den Datenbanken der National Security Agency (NSA) der USA ermöglicht. Wer auf metager.de seinen Namen eingibt, erlebt sein blaues Wunder. Allerdings kam uns die in der Mail angegebene Sperrfrist gleich verdächtig vor: 1. April 00.00 Uhr...

6.

Toyota führt siebenstellige Kilometerzähler ein

Toyota nutzt den 1. April zur Eigenwerbung
© Toyota
Toyota nutzt den 1. April zur Eigenwerbung
Zeigt der Kalender den 1. April, kann man mittlerweile fast sicher sein, dass auch Toyota versucht, einen reinzulegen. In diesem Jahr probiert es der Autohersteller mit der Mitteilung, dass man seine Fahrzeuge künftig mit siebenstelligen Kilometerzählern ausstatte. "Alle Autos, die ab April vom Band laufen, können dadurch auch Laufleistungen im Millionen-Bereich anzeigen. Toyota reagiert damit auf die wachsende Langlebigkeit seiner Modelle", heißt es. Beworben wird das neue Feature dann wahrscheinlich von einer Million Schimpansen, die "Nichts ist unmöglich, Toyota" skandieren...

7.

Suzuki bietet Autoverglasung in Sehstärke an

Suzuki geht unter die Optiker
© Suzuki
Suzuki geht unter die Optiker
Autohersteller Nummer 2 in der Aprilscherz-Liste ist Suzuki. Neuester Streich der Japaner: "Ab Sommer 2015 haben Suzuki Kunden die Möglichkeit, die Autoverglasung ihrer Sehstärke entsprechend anpassen zu lassen. Scheiben und Spiegel werden vor dem Einbau individuell geschliffen und wirken anschließend wie eine übergroße Brille." Den Kunden soll beim Kauf eines Neuwagens entsprechend künftig ein Optiker zur Seite stehen. Wir fragen uns: Übernimmt das die Krankenkasse?

8.

Strato eröffnet Rechenzentrum im Weltall

Strato sucht sein Heil im Weltall
© Strato
Strato sucht sein Heil im Weltall
Weltneuheit kann man das gar nicht nennen - eher "All-Neuheit": Im September 2029 will der Webhoster Strato ein Rechenzentrum im Weltall eröffnen. "Die größte Energiequelle überhaupt ist die Sonne - naheliegend, dass wir uns das Licht zu Nutze machen", so Technikvorstand René Wienholtz. Die Vorteile: Die Hardware ist aufgrund der Schwerelosigkeit weniger anfällig für Defekte, außerdem können Naturkatastrophen wie Stürme oder Erdbeben der Einrichtung nichts anhaben. "Aus Nostalgiegründen" baut Strato außerdem einen Notstrom-Generator in das Rechenzentrum ein. Gefahr könnte aus anderer Richtung drohen: Die im Strato-Blog gezeigte Designstudie weist eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Todesstern aus "Krieg der Sterne" auf - die Produktionsgesellschaft Lucasfilm bereitet wahrscheinlich schon eine Klage wegen Verletzung von Markenrechten vor...

9.

Payback steigt in den Suchmaschinen-Markt ein

So will Payback Google Konkurrenz machen
© Payback
So will Payback Google Konkurrenz machen
Konkurrenz für Google: Die Macher des Bonus-Programms Payback wollen den Platzhirsch bei der Internet-Suche mit ihrer eigenen Suchmaschine "Kuugel" angreifen. "Das Thema Mobile wird natürlich auch für unser Geschäft und unsere Kunden immer wichtiger. Durch Kuugel gestalten wir diesen Kanal noch attraktiver und relevanter für Konsumenten", lässt sich Geschäftsführer Dominik Dommick zitieren. Nach Informationen von HORIZONT dürfen allerdings nur Produkte mit einer maximalen Länge von 20 Zeichen auffindbar sein - sonst drohen Ausgleichszahlungen. ire

Update: In einer früheren Version dieses Artikels lautete Punkt Nummer 10 "Elektronik-Hersteller führen Netflix-Taste ein" - dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Aprilscherz. Das Feature wird ab diesem Monat für Geräte der Marken Panasonic, Philips, Sony, Toshiba und Vestel ausgeliefert. Wir bitten den Fauxpas zu entschuldigen. 
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