AdWords-Optimierung

10 Tipps, die euch weiterbringen

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Für die Google AdWords gibt es einige Tipps und Tricks
© Laurentiu Iordache / Colourbox
Für die Google AdWords gibt es einige Tipps und Tricks
Ihr nutzt Google AdWords und seid mit der Performance der Anzeigen nicht immer zufrieden? Mit folgenden Tipps und Tricks für die AdWords-Optimierung könnt ihr noch mehr aus euren Anzeigen rausholen.
Im Netz kursieren viele Tutorials zur AdWords-Optimierung – mit teils hilfreichen, teils aber auch weniger sinnvollen Tipps. Ein auf Moz.com  erschienener Artikel von Asher Elran zeigt allerhand praktische AdWords-Optimierungs-Tipps auf, die wir für euch zusammenfassen und um weitere ergänzen. 

1.

AdWords-Optimierung: Finger weg vom Auto-Bidding

Elran zufolge sollte man tunlichst die Finger vom automatischen Gebots-Management lassen. Das Tool sei zwar eine bequeme Option für kleinere Werbungtreibende, die gerade erst einsteigen, um ein grobes Gefühl für die Justierung von Angeboten zu bekommen. Das manuelle Bidding habe aber einige Vorteile. Denn so behaltet ihr laut Elran mehr Kontrolle über den Prozess, was sich positiv auf eure Anzeigenposition auswirken soll.

Weitere Vorteile des manuellen Biddings seien geringerer Verlust und auf Dauer ein kleinerer CPC. Mithilfe des manuellen Biddings könnt ihr euren AdWords-Anzeigenrang auf einen Wert zwischen 1,5 und 2,5 bringen, so der Autor. 

2.

Es muss nicht immer die 1. Position sein

Laut Elran  muss es nicht unbedingt die Top-Position in den Google-Suchergebnissen sein, denn häufig stünden die Kosten in keinem Verhältnis zum Erfolg. Außerdem, so seine These, wird die erste Position nicht selten aus Gründen der Information (siehe Punkt 10) geklickt, nicht unbedingt, um etwas zu kaufen. Bei den Positionen darunter, vor allem der AdWords-Anzeige direkt oberhalb des ersten echten Suchresultats, sehe das anders aus.

Versucht daher, eure Gebotskosten so weit zu senken, bis ihr auf den unteren Plätzen seid, um so eher potenzielle Käufer abzugrasen. Wer auf diese Anzeigen klickt, hat sich die Ergebnisse oft genauer angeguckt und hat tendenziell eine Kaufintention. Blind darauf verlassen sollte man sich aber natürlich nicht – es ist selbstredend notwendig, die Anzeigen regelmäßig auszuwerten und nachzubessern. 

3.

Weg mit der Konkurrenz: Große Anzeigen schalten

Mit Ad-Exentsions wird der Raum für andere Ads knapp. (Bild: Giphy)

Mit Ad-Exentsions wird der Raum für andere Ads knapp. (Bild: Giphy )

Größer ist zwar nicht immer besser, in diesem Fall aber schon, denn mit großflächigen Anzeigen und Ad-Extensions könnt ihr die Mitbewerber kurzerhand ausschalten. Mit dem Schalten großer Anzeigen hat die Konkurrenz weniger Platz für die eigenen Ads, sodass die den Usern weniger auffallen.

Und: Wenn ihr den Raum der großen Anzeigen richtig nutzt, könnt ihr potenzielle Kunden außerdem mit stichhaltigen Argumenten überzeugen und euch vom Rest abheben. Denn auch wenn Advertiser große Anzeigen schalten, wiederholen sie sich inhaltlich oft – der zusätzliche Platz wird nicht sinnvoll genutzt.

Google bietet folgende Erweiterungen an:

  • Sitelinks.
  • App-Erweiterung: Verlinkung zu euerer eigenen App.
  • Standort-Erweiterung: Ideal für Unternehmen mit Ladengeschäften. Ihr könnt neben der Adresse auch Geschäftszeiten und mehr angeben .
  • Review-Erweiterung: Ergänzung der Anzeige um Bewertungen/Testimonal zum Produkt.
  • Anruf-Erweiterungen: Fügt der Anzeige eine lokale Telefonnummer hinzu. Das stärkt das Vertrauen in eure Anzeige. Dass Kunden euch daraufhin gleich anrufen, kommt dennoch eher selten vor. 

    4.

    Hohe Klickpreise: Teuer ist nicht gleich besser

Viele AdWords-Kategorien sind hart umkämpft, sodass Anzeigen in den oberen Positionen – zum Beispiel im Versicherungsgeschäft – unverhältnismäßig teuer sind. Wenn ihr da nicht mitspielen, aber trotzdem erfolgreiche ROIs einspielen wollt, heißt es: möglichst viele sinnvolle Keywords testen, sich beim Bieten aber zurückzuhalten.

Elran hat beispielsweise eine Reihe von Keywords getestet, sie aber immer mit dem niedrigsten geschätzten Gebot für die erste Seite  versehen. Damit konnte er seine Anzeigen zwar nie ganz oben positionieren, aber wie eingangs erwähnt, ist das auch nicht zwingend nötig. Das Resultat: Die CTR stieg an, während die CPC sich reduzierte.

Hieran zeigt sich, dass es unerlässlich ist, viel zu testen, zu analysieren und nachzuregeln. Elran rät entsprechend, sich von den hochpreisigen Keywords zu distanzieren – es geht auch ohne. 

5.

Negative Keywords: Nutzt zusätzliche Filter zur Kostensenkung

Googles Suche besitzt eine hohe Fehlertoleranz: Auch wenn User sich vertippen, wird ihnen meistens das richtige Ergebnis angezeigt. Problem: Bei negativen Keywords funktioniert das leider nicht, was heißt, dass eure Anzeigen trotz gesetzter Ausschlusskriterien ausgespielt werden.

Heißt: Wenn ich als negatives Keyword „Fahrrad“ gewählt habe, der User aber „Fahrad“ oder „Farrad“ eingegeben hat, kann es sein, dass eure Anzeige ausgespielt und berechnet wird. Um das zu vermeiden, lohnt es sich, ein möglichst großes Repertoire an negativen Keywords anzulegen. Hier kann der „Keyword Typo Generator“ von Seobook hilfreich sein , denn es generiert zu euren Eingaben eine Vielzahl an Variationen. 

6.

Ausführliche Keyword-Recherche durchführen

Dieser Punkt sollte eigentlich jedem klar sein, trotzdem führen wir ihn auf: Nur wenn es absolut nicht anders geht, solltet ihr es vermeiden, kurze, generische Keywords zu nutzen. Die meisten Marktsegmente sind zu hart umkämpft, als dass sie sich lohnen würden, denn sie haben meist einen hohen Klickpreis, der selten im Verhältnis zum ROI steht.

Darüber hinaus werden diese Art der Keywords von Usern genutzt, die sich erst mal nur allgemein informieren wollen. Eine längere Recherche im Google-Keyord-Planner lohnt sich deshalb, um konkrete Suchbegriffsketten (Stichwort: Long Tail) zu finden.

Außerdem solltet ihr – zumindest bei begrenztem Budget – auf Broad-Match-Kampagnen verzichten. Stattdessen solltet ihr bei Kampagnen mit „Phrase- und Exact Match“ arbeiten. Auch hier müsst ihr auf die negativen Keywords setzen. In einem weiteren Artikel haben wir „Die besten Keyword-Tools zur Recherche von Suchbegriffen“ für euch zusammengestellt. 

7.

Viele Websites immer noch nicht mobile friendly: Mobile Traffic ausschließen

Die werten Kollegen von Onlinemarketing.de haben einen weiteren interessanten Vorschlag parat , der in Zeiten von „Mobile first“ und Googles Bevorzugung Mobil-optimierter Websites beinahe anachronistisch erscheint. Allerdings gibt es immer noch Webseiten, denen eine Mobil-Optimierung fehlt.

Ist das der Fall, sollten Websitebetreiber handeln und ihre Seite optimieren. Bis dahin aber sollten sie mobilen Traffic einfach von bestimmten Adword-Kampagnen ausschließen. Der Grund: Die Conversion-Rate von Mobilgeräten liegt durch die fehlende Mobiloptimierung unter der von Desktops. Das Schalten von Anzeigen auf Mobilgeräten kann deshalb regelrecht als Geldverschwendung angesehen werden. 

8.

AdWords-Optimierung: Dynamische Kampagnen

Ein weiterer Tipp von Onlinemarketing.de: Das Schalten dynamischer Kampagnen. Bei dynamischen Suchanzeigen übernimmt Google quasi die Arbeit, eure Seite wird gecrawlt und anhand des Inhalts werden bei einer Suchanfrage dynamisch Anzeigen generiert. Der Anzeigentitel basiert dabei auf der Suchanfrage, der Text auf der relevantesten Titelseite, so Google . „Die entstandene Anzeige nimmt dann an der Auktion teil und konkurriert dort mit normalen Anzeigen.“

Laut Google sollen die dynamischen Anzeigen die eigene angelegten Anzeigen nur ergänzen. Einem Pilottest von Google zufolge konnten viele der Inserenten fünf bis zehn Prozent mehr Klicks und Conversions generieren und einen „zufriedenstellenden ROI“ erzielen.

Die Dynamischen Anzeigen sollen in erster Line Longtail-Keywords auffangen. Nutzt man die Anzeigenart für die Hauptkampagnen, sind die Anzeigen zumeist zu teuer, so Onlinemarketing.de. 

9.

Länder und Regionen ausschließen

Elran hat einen weiteren interessanten Vorschlag parat, der Geld sparen dürfte, aber ein bisschen Zeit kostet: das Ausschließen von Anzeigen von Suchanfragen aus dem Ausland. Sofern man kein Unternehmen betreibt, das direkt mit Tourismus verbandelt ist – wie Hotels, Reisebüros oder Autovermietungen – , ist die Wahrscheinlichkeit gering, mit Besuchern aus dem Ausland Conversions zu generieren.

Um alle Klicks und Suchen außerhalb der relevanten Ländern oder Regionen zu blockieren, muss jedes einzelne auszuschließende Land als Ausschlusskriterium manuell gesucht und eingegeben werden. Google bietet noch kein Tool, mit dem diese Filterfunktion in einem Rutsch – zumindest für Länder – erledigt werden kann. Deshalb sollte man regelmäßig in die Tabs „Dimensionen“ und „Nutzerstandorte“ schauen, um „überflüssige“ Klicks zu identifizieren. 

10.

Reine „Informationssucher“ ausschließen

Im SEO- und SEM-Business unterschiedet man bekanntlich nach Andrei BrodersAnsatz  zwischen drei unterschiedlichen Typen von Suchanfragen:

  1. User, die sich nur informieren wollen.
  2. User, die spezifisch nach einer bestimmte Marke suchen.
  3. User, die den Kauf eines Produkts beabsichtigen.

Wenn eure Suchanfragen bei Ergebnissen vom Typ 1 auftauchen, so seine These, verliert ihr Geld, denn diese User haben kein Interesse daran, unmittelbar ein Produkt zu kaufen. Sicherlich können sich informierende User auch zu Käufern werden, aber die Chancen sind wohl eher gering.

Damit eure Anzeigen nicht in solchen Ergebnissen auftauchen, könnt ihr bestimmte Keyword-Kombinationen ausschließen. Hierfür könnt ihr, um Zeit zu sparen, Negativ-Keyword-Listen auf Account-Level hinzufügen, die gleich mit mehreren Kampagnen verbunden sind.

Für rein informationelle Suchanfragen schließt nach und nach fragende Elemente wie „Was, wie, wann, wo, wie kommt …“ und ähnliches inklusive der Pluralform aus. Genauso könnt ihr mit Keywords wie „Gebühren, Kosten, Rechte …“ verfahren. Ob ein Keyword für euch relevant ist oder nicht, könnt ihr den Konversions-Statistiken entnehmen.

Damit hört der Filterprozess nicht auf, denn Elran empfiehlt außerdem, Keywords wie „Jobs, Anstellung, Karriere, Karten, Bücher (falls nicht relevant), Anleitung, Bilder, Tipps und kostenlos“ als Filter anzulegen. Genauso solltet ihr Namen bekannter Personen in den Negativ-Wortfilter aufnehmen, die eventuell im Kontext eurer Branche vorkommen können. Denn Nutzer, die danach suchen, stellen meist keine Umsatzquelle dar.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n 

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