US-Wahlkampf

So eiskalt entlarvt Joe Biden die Corona-Aussagen von Donald Trump

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Donald Trump bekommt von Konkurrent Joe Biden eine Breitseite
© Joe Biden/Youtube
Donald Trump bekommt von Konkurrent Joe Biden eine Breitseite
Trotz der Corona-Pandemie läuft der Präsidentschaftswahlkampf in den USA weiter auf Hochtouren. Amtsinhaber Donald Trump gibt dabei in diesen Tagen kein gutes Bild ab - was vor allem in seinem Krisen-Management zur rasanten Ausbreitung des Coronavirus in den USA begründet liegt. Der demokratische Präsidentschaftsanwärter Joe Biden entlarvt die teils hanebüchenen Aussagen von Trump zu Covid-19 jetzt in einem neuen Werbespot.
Eigentlich ist die Situation wie geschaffen für den Präsidenten: Die großen Wahlkampfkundgebungen der Konkurrenz sind in Zeiten der Corona-Pandemie ausgesetzt, die mit Abstand größte Öffentlichkeit bekommt Trump selbst, der in diesen Tagen viele Pressekonferenzen zu der Verbreitung des neuartigen Virus abhält. Das Problem nur: Der 73-Jährige weiß die Krise nicht für sich zu nutzen.


Genau diesen Umstand legt der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden jetzt in einem neuen Werbespot schonungslos offen: Der 100-sekündige Spot folgt einer Zeitachse, die im Verlaufe die exponentiell ansteigenen Fallzahlen der Infizierten in den USA anzeigt. Daneben stehen Ausschnitte von Trump und dessen verharmlosenden Aussagen zu Corona: Am Anfang war es nur die eine Person, die aus China nach Nordamerika eingereist ist, dann die harmlose Erkrankung, die wie von Geisterhand wieder verschwindet und ohnehin nur von den Demokraten in die Welt gesetzte Fake News, um ihm zu schaden.
Und Trump selbst? Der pöbelt Journalisten an, die offensive Fragen stellen und macht laut eigener Aussage natürlich einen hervorragenden Job bei der Bewältigung der Krise. Überhaupt habe niemand mehr geleistet als der aktuelle Präsident in der "Schlacht gegen den unsichtbaren Feind". Am Ende des Commercials steht die Botschaft: "Real Crises demand real leadership. Not lies. Not excuses. Not scapegoats."

Ob Biden wirklich von Trumps maximal fragwürdiger Krisen-PR zu Corona wird profitieren können, wird die Zukunft zeigen. Der 77-jährige Demokrat liegt in Umfragen zwar immer noch knapp vor dem Präsidenten. Doch mehrere Erhebungen zeigen auch, dass eine Mehrheit der Amerikaner mit Trumps Krisenmanagement derzeit zufrieden zu sein scheint. Hinzukommt, dass Biden zuletzt im Live-Interview zu Corona bei CNN keine gute Figur abgab - unter anderem, weil er gleich zu Beginn zwei Mal in die Hand hustete. tt


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