Tierschutz

Bei diesem Peta-Spot bleibt einem das Schweineschnitzel im Halse stecken

Haus- oder Nutztier? Im Peta-Spot spielen ein Mädchen und ihr Schwein die Hauptrollen
© Peta Deutschland
Haus- oder Nutztier? Im Peta-Spot spielen ein Mädchen und ihr Schwein die Hauptrollen
Ein kleines Mädchen wirft mit ihrem Haustier Stöckchen, reicht ihm unterm Tisch heimlich von ihrem Mittagessen und schläft mit ihm in einem Bett: Viele stellen sich nun vermutlich ein Kind mit ihrem Hund vor. Im neuen Werbespot der Tierschutzorganisation Peta allerdings spielt ein Schwein die tierische Hauptrolle - das schließlich als Schnitzel auf dem Teller landet. Mit dem emotionalen Werbefilm will Peta den Umgang mit Haus- und Nutztieren hinterfragen.
In dem 90-Sekünder, der in Kooperation mit der Filmakademie Baden-Württemberg und der Animationsfirma Mackevision entstandenen ist, spielt ein kleines Mädchen die Hauptrolle, die eine innige Beziehung mit einem Hausschwein pflegt. Bis sie eines Tages schließlich vergeblich nach ihrem Gefährten sucht und beim Blick auf das Schnitzel auf ihrem Teller Furchtbares ahnt. Mit dem Spot will Peta eigenen Angaben zufolge das Verhältnis zu Tieren hinterfragen. Warum werden "Haustiere" geliebt und umsorgt und "Nutztiere" getötet?


"Nicht anders als Hunde sind Schweine äußerst intelligente und liebenswerte Geschöpfe, zu denen Menschen eine tiefe emotionale Beziehung aufbauen können", sagt Jobst Eggert, zuständig für Kreation & Special Projects bei Peta. Es gebe keinen substanziellen Unterschied, der es rechtfertigen würde, das eine Tier zu streicheln und das andere zu essen, so Eggert weiter. "Wir hoffen, dass der Spot viele Menschen dazu bringt, ihr Verhältnis zu Tieren zu überdenken."

In einer Mitteilung macht die Tierschutzorganisation darauf aufmerksam, dass in deutschen Schlachthäusern jedes Jahr etwa 60 Millionen Schweine für die Fleischproduktion getötet werden. Ferkeln werden demnach wenige Tage nach der Geburt und meist ohne Narkose die Ringelschwänze abgeschnitten. Diese und andere tierquälerischen Praktiken wurden von der Politik legalisiert, prangert Peta an.


Verantwortlich für die Produktion des Spots mit dem Namen "Best Friend" war Veith UngerNathalie Lamb führte Regieron
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