"The Look"

Procter & Gamble und das große Statement gegen Alltags-Rassismus

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Der Hauptdarsteller in dem Spot erlebt häufig Alltags-Rassismus
© P&G
Der Hauptdarsteller in dem Spot erlebt häufig Alltags-Rassismus
Dunkelhäutige Menschen haben im Alltag nach wie vor mit Diskriminierung zu kämpfen - vor allem in den USA. Der größte Werbungtreibende der Welt, Procter & Gamble, machte das Thema schon vor Jahren zum zentralen Gegenstand seines Marketings - und legt nun mit einem weiteren Spot nach. Der Konzern will mit dem Film "The Look" eine Diskussion starten über die Ungleichheit in der Gesellschaft.
Der 100-sekündige Film folgt einem dunkelhäutigen Mann durch seinen Alltag. Als sein Sohn einem Mädchen im Auto zuwinkt, fährt ihre Mutter die Fensterscheiben hoch. Am Arbeitsplatz wird dem Mann die sich schließende Fahrstuhltür offenbar bewusst nicht aufgehalten, im Restaurant will sich ein weißes Pärchen nicht in seine Nähe setzen und in einem hochwertigen Bekleidungsgeschäft erntet er böse Blicke vom Personal. Auf genau diese Blicke - egal ob unfreiwillig oder bewusst verletztend - spielt der Film "The Look" an.


Die letzte Szene des Films löst übrigens auf, dass es sich bei dem Mann um einen Richter handelt. Als er den Gerichtssaal betritt, erheben sich die Anwesenden und erweisen ihm ihren Respekt. Der Spot führt außerdem die Geschichte des Werbespots "The Talk" weiter, den Procter & Gamble vor zwei Jahren mit BBDO entwickelte und der sogar mit einen Emmy ausgezeichnet wurde.


"Wir wollen in einer gleichberechtigten und inklusiven Welt leben - das betrifft Rasse, Geschlecht, Herkunft, sexuelle Identität, Begabung, Religion und Alter", sagt P&G-Marketingchef Marc Pritchard. "Wir glauben, dass wir die Verpflichtung haben, unsere werbliche Stimme für das Gute einzusetzen, um Themen wie Voreingenommenheit anzusprechen", so Pritchard weiter. Er hoffe, dass der Film zu konstruktiven Diskussionen, Verständnis und positiven Handlungen führt.


Entwickelt wurde der Film von Saturday Morning. Dabei handelt es sich um ein kreatives Kollektiv, das von Führungspersonen aus der Werbebranche gegründet wurde. Ihr Ziel: Mit Kreativität auf Voreingenommenheit und Ungerechtigkeit aufmerksam machen. ron
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