"Ob du's glaubst oder nicht"

Warum McDonald's in die Vertrauensoffensive geht

McDonald's beschäftigt sich in der Kampagne mit der Frage, wem man noch trauen kann
© McDonald's
McDonald's beschäftigt sich in der Kampagne mit der Frage, wem man noch trauen kann
Es ist ein Sinnbild unserer unsicheren Zeiten: Immer mehr Menschen verlieren das Vertrauen in Politik, Medien und Unternehmen und fragen sich, wem sie eigentlich noch trauen können. McDonald's macht diese Frage jetzt zum Aufhänger einer groß angelegten Kampagne - und geht mit dem ganzjährigen Auftritt in die Vertrauensoffensive.
Rund 38 Prozent der Deutschen glauben einer aktuellen Umfrage von McDonald's und Civey zufolge, dass kein Unternehmen seine Kundenversprechen auch wirklich hält - für Marken ein ziemlich erschütternder Wert. "Die Umfrage bestätigt: Viele Institutionen leiden unter Glaubwürdigkeitsverlust", sagt Philipp Wachholz, Leiter der Unternehmenskommunikation von McDonald's Deutschland. "Dabei ist Glaubwürdigkeit und daraus resultierend Vertrauen nicht nur grundlegend für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, sondern natürlich auch die Basis für unsere eigene Kommunikation als Marke mit dem Gast. Denn ein Dialog ohne gegenseitiges Vertrauen ist für beide Seiten nicht zielführend."
Um das Vertrauen in die Kommunikation des eigenen Unternehmens zu stärken, geht McDonald's gemeinsam mit der verantwortlichen Agentur Salt Works einen ungewöhnlichen Schritt: Das ganze Jahr über will der Burger-Riese in mehreren Kampagnenmaßnahmen Einblicke in Projekte und geben, an denen aktuell noch gearbeitet wird und von denen teilweise noch gar nicht klar ist, ob sie in der Form auch umgesetzt werden. "Niemand ist perfekt - das zu behaupten schafft Distanz und wirkt unglaubwürdig", so Wachholz. "Wer sich weiterentwickeln und besser werden will, macht auf seinem Weg auch mal Fehler. Falsch ist nur, wenn man diese ständig kaschiert und nicht daraus lernt."


Den Auftakt der Vertrauenskampagne unter dem Motto "Ob du's glaubst oder nicht" bilden Out-of-Home-Motive sowie ein 60-sekündiger Kino- und Social-Media-Spot (Produktion: Markenfilm Crossing, Hamburg), in dem sich ein männlicher Protagonist direkt an den Zuschauer wendet und ihn mit der Glaubensfrage konfrontiert (siehe oben). In den kommenden Wochen rollt McDonald's dann weitere Filme aus, in denen die Verbraucher einen Blick hinter die Kulissen des Fastfoodkonzerns werfen können (Mediaplanung: OMD, München). Mit allen Maßnahmen will McDonald's zeigen, dass man es mit dem Verprechen "Wir wollen besser werden" ernst meint. Alle Informationen zur Kampagne sammelt das Unternehmen auf einer Landingpage. Es ist nicht das erste Mal, dass McDonald's in Deutschland für die Wahrheit kämpft: Vor zwei Jahren sorgte der Burger-Riese mit einer Kampagne gegen Fake News und falsche Wahrheiten über die eigenen Produkte für internationales Aufsehen. Vor allem mit dem Film "Pommeswald" konnte die Marke zahlreiche Kreativpreise abräumen. tt
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