BBDO Atlanta

Wie eine Organisation mit 72 Schulbussen auf Kinderprostitution aufmerksam macht

In jedem der 72 Busse finden symbolisch 50 Kinder Platz, die Opfer von Menschenhandel wurden
© Street Grace via Youtube
In jedem der 72 Busse finden symbolisch 50 Kinder Platz, die Opfer von Menschenhandel wurden
Bis zu 3.600 Minderjährige im Staat Georgia sind jährlich von Kinderprostitution betroffen - doch kaum jemandem ist das bewusst. Das will die Initiative #StopTraffick ändern. Dafür startete sie eine Aktion, bei der sich 72 Schulbusse zu einem meterlangen bewegten Poster formierten, das die Tragweite des Menschenhandels verdeutlicht. Nun verbreitet die dahinter stehende Organisation Street Grace Clips vom Events und weitere aufmerksamkeitssteigernde Maßnahmen im Netz.
Die 72 Busse mit insgesamt 3.600 Plätzen stehen symbolisch für die Kinder in Georgia, die jährlich der Prostituion zum Opfer fallen. Am 2. Januar schickte die Initiative die Bus-Karavane auf die Straßen, um auf das Problem aufmerksam zu machen und die Betroffenen fassbar zu machen. Denn die Zahl der Opfer bleibe oft nur eine Zahl - doch "diese Statistiken repräsentieren Leben und diese Leben - unsere Kinder - sind nicht unsichtbar", heißt es im zugehörigen Spot. Um Fakten zu verbreiten, stattete Street Grace die Busse mit Postern und Spruchbändern aus.


Neben dem Video zur Bus-Aktion teilt die Organisation unter anderem auch ein Video, in dem Frauen, die als Kind selbst Opfer von Sexhandel wurden, zur Unterstützung der Aktion auffordern.


Die zugehörige Website zu #StopTraffick klärt über den Kinder-Sexhandel auf und enthält auch Tipps, wie man den Nachwuchs schützen kann. Laut der Initiative sollten Eltern beispielsweise bereits mit ihren Kindern ab 8 Jahren über Sexualität sprechen, um sie aufzuklären und ihnen den richtigen Umgang mit dem eigenen und anderen Körpern beizubringen. Außerdem sollten Familien über die im Internet lauernden Gefahren sprechen. Denn im Netz würden viele Minderjährige etwa durch Liebesversprechungen oder falsche Job-Angebote zur Prositution gebracht. Darüber hinaus bieten die Initiatoren auf der Website die Möglichkeit, eine virtuelle Unterschrift zu leisten und die #StopTraffick-Bewegung zu unterstützen.


Hinter der Aktion steckt neben der kirchlichen Organisation Street Grace, die gegen Menschenhandel kämpft, die Agentur BBDO Atlanta. bre
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