Apple Weihnachtsskampagne

Dieser iPad-Werbespot rührt zu Tränen

Apple setzt wieder auf starke Emotionen
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Apple setzt wieder auf starke Emotionen
Eltern kennen das: Wenn die Kids quengeln und ein Tablet in der Nähe ist, dann ist die Versuchung groß, den Kleinen das Gerät in die Hand zu drücken. Vor allem auf Reisen. Einfach damit man mal für eine kleine Weile seine Ruhe hat. Das schlechte Gewissen, das sich dann beinahe zwangsläufig einstellt, ist aber nicht immer angemessen. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls Apple in seiner diesjährigen Weihnachtsskampagne. Zwar drängt sich angesichts der immensen Zuwendung, die das Gerät in dem Commercial erfährt, die Frage auf, wie sich Kinder früher überhaupt beschäftigt haben. Am Ende dürften sich die Zweifel aber bei den meisten Zuschauern in Luft auflösen.
In seinem Weihnachtsspot erzählt Apple eine Story, die sich in diesem Jahr genau so wieder unzählige Male ereignen wird: die Feiertage stehen vor der Tür, weshalb sich wieder zigtausende Menschen auf den Weg machen, um ihre Familie zu besuchen. Nicht anders ergeht es der vierköpfigen Familie in dem von TBWA\MAL in Los Angeles kreierten, über drei Minuten langen Apple-Commercial. Und weil die Reise mit Auto, Flugzeug und nochmal Auto nicht nur beschwerlich, sondern für die Kids auch extrem langweilig ist, machen die Eltern noch nicht einmal den Versuch, ihren Kids das iPad auszureden.


Spätestens als die Familie dann am Ziel, dem Haus des Großvaters, angekommen ist und sich eingerichtet hat, wundert man sich allerdings schon, dass sie selbst in dieser Umgebung ihre Finger nicht vom dem Tablet lassen können. Können Kids heutzuztage nur noch daddeln oder stumpf Videos gucken?

Doch weit gefehlt. Denn die Kleinen entpuppen sich am Ende des Commercials als überaus sensible Zeitgenossen, die ihrem Großvater, der offenbar erst kürzlich seine Frau verloren hat, zu Weihnachten ein Geschenk machen, das zu Tränen rührt. Und das zeigt, dass Tablets eben nicht nur den passiven Konsum, sondern Kreativität fördern. 


Ganz neu erfunden hat Apple das Rad zu Weihnachten in diesem Jahr aber nicht. Grund: Das Commercial, das Smuggler gemeinsam mit Regisseur Mark Molloy produziert hat, erinnert stark an den Weihnachtsspot des Konzerns aus dem Jahr 2013. Der Film "Missunderstood" drehte sich damals um einen Jugendlichen, der sich anscheinend völlig von seiner Familie absonderte. Auch damals gab es ein Happy End. Denn der Junge hatte sich nur zurückgezogen, um seine Lieben mit einem rührenden Film zu überraschen, den er mit seinem - damals neu auf den Markt gekommenen - Phone 5s gedreht hatte. mas
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