Whiskas

Jetzt liefern die Katzen selbst den Miezen-Content fürs Internet

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In Australien nehmen die Katzen dank Whiskas die Produktion von Katzenbildern selbst in die Pfote
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In Australien nehmen die Katzen dank Whiskas die Produktion von Katzenbildern selbst in die Pfote
Die Mars-Marke Whiskas hat zusammen mit der Agentur Clemenger BBDO, Sydney, die Produktionskette für Internetcontent deutlich verkürzt. Statt darauf zu warten, dass jemand süße Katzenbilder online stellt, können in Australien die Katzen nun selbst die Fotos schießen. Doch die neue Kamera soll Online-User nicht nur amüsieren, sondern auch über das Leben und die Gewohnheiten ihrer vierbeinigen Mitbewohner informieren.

Rückblickend ist es fast schon überraschend, dass es so lange gedauert hat, bis jemand auf die Idee zu einer Katzenkamera kam. Schließlich gehören Katzenfotos und Videos seit der Entstehung des Web 2.0 zu den meistgeteilten Inhalten. Diese Angebotslücke soll nun die von Clemenger BBDO für Whiskas entwickelte Kamera Abbhilfe schaffen.



Die als Halsband getragene kleine Kamera wird durch Bewegung aktiviert und schießt automatisch sechs Bilder pro Minute. Diese Bilder werden automatisch auf Instagram und Facebook hochgeladen, sobald sich die kameratragende Katze einem W-Lan-Hotspot nähert - vorausgesetzt der Besitzer hat einen entsprechenden Account für seine Katze eingerichtet. Wer bei den so entstandenen Bildern ins Grübeln kammt, was seine Katze da eigentlich tut, kann über den Hashtag #askwhiskas einen Katzen-Verhaltensexperten der Marke kontaktieren, der in einem Kommentar zum jeweiligen Foto die gewünschte Erklärung liefert.

Das Konzept hat auf den ersten Blick viel Charme, da es an schon exisiterende Trends in den sozialen Netzwerken anknüpft und zudem zumindest perspektivisch das Engagement mit den Onlineauftritten von Whiskas erhöhen dürfte. Dass sich das fotografierende Halsband zudem nahtlos in den aktuellen Trend zu Wearables einfügt, dürften die Marketingverantwortlichen des Katzenfutterherstellers als willkommenen Bonus werten.


Allerdings ist kaum damit zu rechnen, dass die nach dem Zufallsprinzip geschossenen Fotos für Betrachter wirklich interessant sein dürften. Die Instagram-Accounts der Katzenfotografen setzen also einen nicht unerheblichen Einsatz der Besitzer als Kuratoren voraus. Außerdem ist derzeit die Frage offen, wie intensiv Whiskas das neue Spielzeug für Katzenbesitzer tatsächlich pushen will. Bisher ist nur bekannt, dass die Marke die Kamera an prominente Katzenbesitzer in Australien verteilt. Ob das nur die erste Phase, um Word-of-Mouth für das neue Produkt aufzubauen, oder schon die ganze Kampagne ist, lässt die Marke derzeit offen. Für letztere Erklärung würde sprechen, dass die Agentur Clemenger BBDO ihre größten Erfolg mit traditionellen PR-Ideen wie dem globalen Überraschungsshit "Best Job in the World" feierte. cam

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