"Welcome to Overlook Hotel"

Warum die Oscar-Macher das Hotel aus "Shining" als Werbe-Kulisse verwenden

Willkommen im Overlook-Hotel!
Academy Museum of Motion Pictures
Willkommen im Overlook-Hotel!
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Zwar hat Stanley Kubricks Meisterwerk "The Shining" aus dem Jahr 1980 nie einen Oscar bekommen - dass das Hotel aus dem Horror-Klassiker nun als Kulisse einer Werbekampagne der Oscar-Veranstalter dient, sagt aber alles über die Bedeutung des Streifens für die Filmgeschichte. 
Der Spot, der während der Oscar-Verleihung am vergangenen Wochenende TV-Premiere feierte, bewirbt das aus "Shining" bekannte "Overlook Hotel" als ruhigen und ablegenen Ort für einen Familien-Urlaub, an dem an jeder Ecke Überraschungen warten. Das recht alte Gebäude sei extra renoviert worden, heißt es aus dem Off. Der 30-Sekünder erinnert dabei in jeder Einstellung an Szenen aus dem Film - natürlich dürfen der "Redrum"-Schriftzug und das berühmte Axtloch in der Tür nicht fehlen.
Der Film schließt mit der Aufforderung "Go Inside" und der Einblendung der Webadresse academymuseum.org. Dabei handelt sich um ein Museum für die Kunst und Wissenschaft des Films in Los Angeles, das 2019 seine Pforten öffnen soll. Und wie könnte man besser für ein Filmmuseum werben als mit Perlen aus der Geschichte des Films?

Der Spot ist denn auch nicht die einzige Maßnahme der Promo-Kampagne. Die Academy wirbt auch mit Social-Motiven für ihr Museum. Kenner werden die darauf zitierten Filme wie "Der Prinz aus Zamunda" oder "Der weiße Hai" sofort erkennen.

Academy Museum of Motion Pictures: Die Motive für das Oscar-Museum


Die verantwortliche Kreativagentur Wieden + Kennedy hat sich für die Kampagne einen kleinen Scherz erlaubt: Creative Director Jason Kreher hat sich auf einem der Motive selbst verewigt. Ehrensache für den Kreativen: "Man kann nicht oft mit Kunden dieses Kalibers zusammenarbeiten", übt sich Kreher in Understatement - immerhin arbeitet seine Agentur für Dickschiffe wie Nike, P&G oder Coca-Cola. 

Für die Filmproduktion war Biscuit Filmworks zuständig, Regie führte Matt Dilmore. Musik und Sound stammen von Extreme Music. ire


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