Versicherung

Die Allianz greift ganz tief in die Retrokiste

Mit dem Nachbarn ist gut Kirschen essen - damals wie heute
© Allianz
Mit dem Nachbarn ist gut Kirschen essen - damals wie heute
Die Allianz schickt nochmals ihre Werbeklassiker aus den 80er Jahren on Air. Ein herrliches Wiedersehen mit Tomaten, Banane und Kirschen. Wer die Filme in den kommenden Wochen im TV, online oder im Kino sieht und über 35 Jahre auf dem Buckel hat, der dürfte sich für kurze Zeit in seine Kindheit und Jugend zurückgebeamt fühlen.
Der Unfall mit dem Tomatenstapel in Bella Italia, der Ausrutscher auf der Bananenschale und der Streit mit dem ach so symapthischen Nachbarn um den Kirschbaum zählen zu den Klassikern der Werbung. "Die Filme haben sich in das kollektive Gedächtnis in Deutschland eingegraben und genießen inzwischen Kultstatus", sagt Alexander Vollert, Vorstandsvorsitzener der Allianz Versicherungs-AG. Damals wie heute bewirbt der Konzern so ganz nebenbei seine Auto-, Unfall- und Rechtsschutzversicherung. "Die Botschaft ist: Die Allianz ist über Generationen an der Seite der Kunden, damals wie heute", sagt Vollert.


Für die Allianz dürfte das der größte Aufschlag für die Sachversicherungen in diesem Jahr sein. Und so etwas wie eine kleine Jubiläumskampagne anlässlich des 125-jährigen Bestehens. Über Wochen haben die Mitarbeiter um Marketingchef Manfred Boschatzke und Kristine Riediger, Leiter Werbung, Media und Marke bei der Allianz Deutschland, nach den Filmen gesucht und sich um die aufwendige Restaurierung gekümmert.

Das hat sich gelohnt. Neben den Originalfilmen gibt es den Spot "Unfall/Banane" als Remake im Splitscreen. Dabei ist der Klassiker auf der linken und das Remake auf der rechten Seite zu sehen. Die Kreation der Originale stammt von Eggert Group in Düsseldorf. Das Remake 2015 betreut The Beauty Aside mit Daniel Scheuch und Isa Prahl. Für die Planung und Schaltung der Spots im Umfeld von Formaten wie "Sportschau", "Wer wird Millionär?" und "The Mentalist" sorgt Mediacom.

Die neu-alten Spots im Überblick

Klingt zwar stark nach Reinhard Mey, ist er aber nicht. Gesungen hat Roland Bublitz. Arrangiert hat das Ganze Wilfried Grünberg, der allerdings für Mey geschrieben hat.
Ein Prachtexemplar von Kinderschreck und Horror-Nachbar - lange bevor der Maschendrahtzaun die Republik amüsierte.
Seit dem Allianz-Film bekommen Kinder beigebracht, keine Bananenschalen auf die Straße zu werfen.
Das Remake zeigt, wie sich alte Botschaften in eine veränderte Welt modern übertragen lassen. Aus Chef wird Chefin, aus Banane wird Skateboard, aus Kalender wird Tablet.


Fragt sich nur, welches Unternehmen als nächstes auf den Dachboden steigt und in der Mottenkiste wühlt. mir


stats