"Shame or Glory"

Wieso Sodastream den berühmten "Walk of Shame" aus "Game of Thrones" nachstellt

Der Einkäufer im Spot darf immerhin seine Kleidung anbehalten
Screenshot Youtube/Sodastream
Der Einkäufer im Spot darf immerhin seine Kleidung anbehalten
Runde zwei bei der kultigen Zusammenkunft von Sodastream und dem Serienblockbuster "Game of Thrones": Nachdem "GoT"-Darsteller Thor Björnsson schon im Frühjahr für die Wassersprudler-Marke warb, geht Sodastream nun noch einen Schritt weiter und stellt eine der krassesten Szenen aus "Game of Thrones" humorvoll nach - den berüchtigten "Walk of Shame" von Königin Cersei Lannister aus der fünften Staffel.
Der Sodastream-Spot "Shame or Glory" zeigt einen jungen Mann (gespielt von Ross Hatt), der im Supermarkt zwei Sechserträger Mineralwasser in Plastikflaschen kaufen möchte. Auf dem Weg zur Kasse wird er von einer Frau im Nonnengewand verfolgt, die Glocke läutend hinter ihm herläuft und wiederholt das Wort "Shame" (zu deutsch "Schande") ausruft. Als der Einkäufer die Priesterin kurz abhängt, erntet er vernichtende Blicke anderer Kunden und der Kassiererin. Auf der Straße bildet sich zudem ein Spalier aus wütenden Passanten um den "Plastik-Sünder". Und auch der Auftraggeber der Wasserlieferung, Schauspieler Thor Björnsson, zeigt sich am Set schließlich sehr ungehalten über den Einkauf. Mit dem unterhaltsamen Spießroutenlauf spielt Sodastream auf eine der heftigsten und bekanntesten Szenen aus der fünften "Game of Thrones"-Staffel an. Dort - vorsicht, Spoiler - muss Lena Headey aka Königin Lannister wegen ihres schandhaften Lebenswandels Buße tun und nackt durch die Hauptstadt Königsmund schreiten - während hinter ihr die Priesterin Septa Unella eine Glocke läutet und kontinuierlich das Wort "Shame" ausruft (hier geht's zum unzensierten Ausschnitt bei Youtube). Fun fact: Unella-Darstellerin Hannah Waddingham spielt ihre Rolle ebenso überzeugend auch in dem dreiminütigen Sodastream-Kurzfilm.

Das Unternehmen wirbt mit der Kampagne "Shame or Glory" für den Verzicht auf Plastikflaschen und die Verwendung seiner Sodastream-Sprudler - mit dem nun zweiten "GoT"-Spot und auf einer Microsite. Bemerkenswert ist das vor allem deswegen, weil Sodastream-Europachef Henner Rinsche im HORIZONT-Interview im März noch heftige Kritik am Hype um Content Marketing übte ("Ich bin völlig davon überzeugt, dass Content Marketing im Großen und Ganzen Unsinn ist"). Den neuen Werbefilm schaltet das Unternehmen lediglich im Netz. Kreiert hat ihn Sodastream in Zusammenarbeit mit der isrealisch-niederländischen Agentur Allenby Concept House, Regie führte Ohav Flantz. fam

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