Parodie

Warum kein Mensch Werbespots mit Hipstern braucht

   Artikel anhören
Die Filmemacher rechnen in ihrer Parodie mit Hipstern in Werbespots ab
© Screenshot Youtube
Die Filmemacher rechnen in ihrer Parodie mit Hipstern in Werbespots ab
Hipster stehen ja schon lange nicht mehr für Subkultur, Avantgarde und Andersartigkeit, sondern sind vielmehr zum Mainstream-Phänomen geworden - und finden als solches vermehrt auch in der Werbung statt. Der Filmemacher Steven Rosenthal hat jetzt eine witzige Parodie gedreht, in der Vignettenspots mit Hipstern gewaltig auf die Schippe genommen werden.
"A sarcastic parody for anyone who's sick of touchy-feely commercials about hipsters" - das soll der 45-sekündige Clip laut Rosenthal sein. Und in der Tat: Die Message kommt an. Zu sehen sind ausschließlich junge Menschen zwischen 20 und 30, die alle großes Talent dafür zeigen, sich selbst zu verwirklichen: Da wird mit allen Körperteilen ein Kunstwerk gefertigt, Fotos von bröckelnden Häuserfassaden geschossen, in der Wüste gemeinsam musiziert und der Rauschebart mit Stolz getragen. Während des bunten Vignetten-Feuerwerks ermutigt das weibliche Voice-over die Hipster mit ironischem Unterton dazu, dem eigenen Lifestyle ruhig weiter zu fröhnen - nur um am Ende mit der Botschaft zu schließen: "Grow the Fuck up. Love, Adults."

Der verantwortliche Filmemacher Rosenthal, der den Clip gemeinsam mit Standup-Comedian Peggy O'Brien realisierte, arbeitete als Drehbuchautor und Regisseur bislang unter anderem für MTV, Comedy Central und HBO. "Why Hipster Commercials Are the Worst" ist allerdings eine Eigenproduktion, die Rosenthal auf seiner Youtube-Seite veröffentlicht hat. tt
stats