Mo Farahs Lächeln

So feiert Nike den britischen Ausnahmeläufer

Mo Farah macht seine berühmte "Mobot"-Geste
Nike
Mo Farah macht seine berühmte "Mobot"-Geste
Bis Sonntag findet in London noch die Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt. Neben dem scheidenden Sprint-Superstar Usain Bolt steht dabei besonders ein Athlet im Fokus: Der britische Langstreckenläufer Mo Farah. Über 10.000 Meter hat er bei der WM bereits Gold geholt - am Samstag soll eine weitere goldene Plakette über die halb so lange Distanz folgen. Nach dem Turnier will sich Farah von der Laufbahn zurückziehen und zum Marathon wechseln. Sein Ausrüster Nike widmet dem 34-jährigen gebürtigen Somalier deshalb schon jetzt einen Spot.
Darin kommt eines von zwei Markenzeichen Farahs besonders zum Tragen: Sein ansteckendes Lächeln. Ein weiterer Signature-Move des Top-Athleten sind die über dem Kopf zu einem M geformten Arme, der so genannte "Mobot". 
Dabei gab es in Farahs Leben nicht nur Grund zum Lachen: Geboren in Somalia und in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen im Nachbarland Djibouti, kam er mit acht Jahren nach Großbritannien, wo er von einem seiner Sportlehrer als Lauftalent erkannt wurde. Das Ende vom Lied: Farah ist einer der wenigen Athleten, denen es gelungen ist, die Goldmedaillen über 10.000 und 5.000 Meter bei den Olympischen Spielen sowie bei der Weltmeisterschaft zu gewinnen - Farah konnte seine Siege über beide Distanzen darüber hinaus sogar als Einziger verteidigen.

Der von Wieden + Kennedy in London kreierte und von Rogue Films unter der Regie von Mark Zibert produzierte Spot erzählt davon, dass Farah seine Erfolge nicht zugeflogen sind, sondern er sie sich hart erarbeiten musste. Dass er sein Lächeln dabei nie verloren hat, spreche für Farah als absoluten Ausnahmeathleten. Als Voice-Over fungiert der Londoner Künstler George der Poet, der auch für sein Engagement in politischen und sozialen Fragen bekannt ist.

Alles gut also im Hause Farah? Nicht ganz. Wie bei anderen derart überlegenen Athleten auch, hegen einige Beobachter Zweifel, ob der Brite seine Leistungen auch mit legalen Mitteln erzielt. Dazu trägt auch bei, dass Farah mit Alberto Salazar von einem Coach trainiert wird, der seit einiger Zeit unter der Beobachtung der amerikanischen Anti-Doping-Behörde Usada steht. Ihm wird vorgeworfen, gegen die Anti-Doping-Regularien verstoßen zu haben. ire

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